Frachter gesunken
Tote nach Schiffsunglück auf der Nordsee
Zwei Schiffe sind an einem berüchtigten Knotenpunkt auf der Nordsee zusammengeprallt. Ein Frachter mit 24 Menschen an Bord ist gesunken, vier Menschen kamen ums Leben, etliche werden noch vermisst.
Bei einer Schiffskollision vor der niederländischen Nordseeküste sind vier Menschen ums Leben gekommen. Sieben weitere würden noch vermisst, teilte die niederländische Küstenwache mit.
Rettungsboote, Helikopter und die niederländische Marine suchten in der Nacht mit Infrarotgeräten nach Überlebenden.
Die niederländische Küstenwache stellte die Suche nach Überlebenden in der Nacht ein. Bei Tagesanbruch werde entschieden, ob die Suche fortgesetzt werde, teilte die Behörde am frühen Morgen mit. Zwei Kriegsschiffe der niederländischen Marine würden aber vorerst in dem Unglücksgebiet bleiben.
Ein unter der Flagge der Bahamas fahrender Auto-Frachter war am Abend aus noch ungeklärter Ursache mit einem Containerschiff aus Zypern zusammengestoßen. Der Auto-Frachter sank in nur 15 Minuten.
Einige Gerettete wurden leicht verletzt in ein Rotterdamer Krankenhaus eingeliefert. Rettungsboote, drei Helikopter und zwei Schiffe der niederländischen Marine suchten bei der Unglücksstelle nach Überlebenden.
Ursache unbekannt
Gegen 19.15 Uhr waren etwa 65 Kilometer vor der niederländischen Küste bei der süd-westlichen Provinz Zeeland der unter der Flagge der Bahamas fahrende Auto-Frachter "Baltic Ace" mit dem Containerschiff "Corvus J" aus Zypern zusammengeprallt. Die Ursache ist unbekannt. Die "Corvus J" gehört zur Gesamtflotte der deutschen Reederei Jüngerhans im niedersächsischen Haren (Ems).
Die Schiffe waren auf einer der meist befahrenen Schiffsrouten der Welt unterwegs. Erst in der vergangenen Woche hatte die Internationale Seefahrtsorganisation IMO neue Fahrrouten der niederländischen Regierung genehmigt, die ab August 2013 gelten sollen.
Die "Baltic Ace" war vom belgischen Zeebrugge auf dem Weg ins finnische Kotka. Das Containerschiff, das kaum beschädigt wurde, kam aus dem schottischen Grangemouth und fuhr nach Antwerpen.


















