18.11.12

Nach Fußballspiel

Mann am Berliner Hauptbahnhof niedergestochen

Ein 30-Jähriger ist am Berliner Hauptbahnhof niedergestochen worden. Mögliches Motiv: Streit zwischen Fußballfans. Zuvor waren Anhänger von Hertha und Hansa Rostock aneinandergeraten.

Foto: dpa

Messerattacke: Am Berliner Hauptbahnhof hat ein bislang unbekannter Täter einen 30-jährigen Mann von hinten angegriffen und schwer verletzt
Messerattacke: Am Berliner Hauptbahnhof hat ein bislang unbekannter Täter einen 30-jährigen Mann von hinten angegriffen und schwer verletzt

Ein 30-jähriger Mann ist am Berliner Hauptbahnhof von einem Unbekannten niedergestochen und schwer verletzt worden. Nach Angaben der Polizei wurde er am Samstagabend von hinten angegriffen, als er gerade einen aus Wismar kommenden Regionalexpress verließ.

Der 30-Jährige brach auf dem Bahnsteig zusammen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Das Opfer schwebt aber nicht in Lebensgefahr. Die Suche nach dem Täter blieb zunächst erfolglos.

Der Hintergrund der Tat ist unklar. Als mögliches Motiv gelten Auseinandersetzungen unter Fußballfans. Schon vor der Ankunft in Berlin sollen in dem Zug Anhänger von Hertha BSC und Hansa Rostock aneinandergeraten sein. Ein Sprecher der Bundespolizei betonte jedoch, es werde in alle Richtungen ermittelt. Für eine Festlegung sei es zu früh.

Hooligans bewarfen Zug der Berliner Fans mit Steinen

Am Rande des Drittliga-Spiels zwischen Hansa Rostock und dem Karlsruher SC (0:3) am Samstagnachmittag hatte es bereits in Rostock und Wismar Krawalle gegeben. Wegen einer Fanfreundschaft mit dem KSC waren knapp 180 Hertha-Fans mit dem Zug nach Rostock gereist.

Etwa 80 vermummte Hooligans bewarfen den Zug der Berliner kurz vor dem Eintreffen am Rostocker Hauptbahnhof mit Steinen. Um Schlimmeres zu verhindern, schickte die Bundespolizei die Hertha-Anhänger mit einem Sonderzug zurück nach Schwerin. Dort kam es zwischen zwei Berlinern und einigen Einsatzkräften der Polizei zu Handgreiflichkeiten.

Ob diese Vorfälle tatsächlich im Zusammenhang mit dem Angriff am Berliner Hauptbahnhof stehen, ist allerdings offen. Auf der Suche nach dem Täter werden noch die Aufnahmen von Überwachungskameras ausgewertet und verschiedene Zeugen befragt.

Quelle: dpa/cke
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