16.11.12

"Twilight"-Premiere

Fans bejubeln Pattinson und Stewart in Berlin

Robert Pattinson und Kristen Stewart haben in Berlin den letzten Film der "Twilight"-Saga vorgestellt. Dabei wahrten sie Sicherheitsabstand.

Foto: dapd

Auf ihrer Premieren-Tour zum Finale der erfolgreichen Vampir-Saga „Twilight“ hat das Startrio Kristen Stewart, Robert Pattinson (r.) und Taylor Lautner (l.) Station in Berlin gemacht.

9 Bilder

Es ist vorbei. Durch vier "Twilight"-Folgen haben sich Stars und Fans durchgebissen. Nun feierte Berlin die Premiere des endgültig letzten Films – "Breaking Dawn - Biss zum Morgengrauen, Teil 2". "Danke, es war eine wunderbare Zeit", steht auf einem Plakat, das zwei um ihr Leben schreiende Mädchen in die Höhe strecken. Kristen Stewart, im goldenen Paillettenkleid, schaut in die Menge. "Wir fassen es nicht, aber das hier ist wirklich das Ende."

Maximale Emotionen, das hat die "Twilight"-Saga von Anfang an stark gemacht, Liebe, Macht, Tod, Unsterblichkeit. Darunter geht es nicht. Auch im Privatleben der Stars. Seit dem allerersten Film wird über das Paar Robert Pattinson und Kristen Stewart spekuliert. Ja, sie lieben sich! Oder sind sie doch nur gut befreundet? Jede Geste, jeder Blick wurde gedeutet. Einen Höhepunkt fand dann das Ganze im Sommer mit dem Bekanntwerden von Stewarts Affäre, die sie später zugab, und ihren öffentlichem Liebesgeständnis an Robert Pattinson. Ein paar Fans haben ihr den Seitensprung so übel genommen, dass Stewart angepöbelt wurde. Untreue – das passt einfach nicht zur keuschen Bella Swan.

Und jetzt? Der Nebel über Berlin verzögerte am Freitag die Landung des Nicht- oder Doch-Paares. Ein Round-Table-Gespräch wird abgesagt, die Pressekonferenz um zweieinhalb Stunden verschoben.

Seit Anfang der Woche sind die Darsteller auf Premierentour. Aus Los Angeles und London wusste die Klatschpresse zu berichten, dass Pattinson und Stewart geflirtet hätten. Wie wird es in Berlin sein?

Hat Pattinson nun Stewart verziehen?

Im Hotel de Rome am Bebelplatz in Mitte versammelt sich das Volk zur Pressekonferenz, Boulevard-, Lokaljournalisten und vor allem sehr viele Blogger.

Was sofort auffällt: Pattinson und Stewart sitzen nicht neben einander. Zwischen die beiden Vampire hat man den Sitzkärtchen nach zu urteilen den Werwolf Taylor Lautner platziert.

Als erster erscheint irgendwann endlich Christian Aust, der Moderator der Pressekonferenz. "Ich erkläre kurz mal die Spielregeln", sagt er. Punkt eins: Bitte melden und in die Mikrofone sprechen. Punkt zwei: "Und das ist der wichtigere Punkt, bitte stellen Sie nur Fragen zum Film. Keine Privatfragen. Die werden sowieso nicht beantwortet." Wenn jemand sich nicht daran halte, werde die Pressekonferenz abgebrochen.

Das Verbot kommt einem ein bisschen albern vor. Natürlich denkt man jetzt nur noch intensiver daran. Hat Pattinson nun Stewart verziehen? Oder war die ganze Sache von Anfang an ohnehin nur inszeniert?

Aber dann kommen die Darsteller. Alle in Schwarz, Robert Pattinson eher smart mit Hemd, Taylor Lautner sportlich im Longsleeve, und Kristen Stewart ein bisschen sexy casual mit bizarren Applikationen auf der Hose. Ist das ein Colthalter? Stewart wirft ihr langes Haar in den Nacken und könnte nicht genervter gucken, Lautner und Pattinson albern rum.

Beruflich bald getrennte Wege

Ja, das hier ist tatsächlich ein Abschied. Hier sind drei Menschen, die gemeinsam berühmt wurden und nun zumindest beruflich bald getrennte Wege gehen werden. Noch hat Stephenie Meyer, die Erfinderin der Saga, nicht angekündigt, ihre Serie fortsetzen zu wollen. So ganz will das hier keiner ausschließen, aber damit zu rechnen scheint auch keiner. "Das ist das Ende, wie fühlt es sich an?", kommt dann auch prompt die erste Frage.

Stille. "Ähem, das Ende von Twilight", fügt die Fragende hinzu. Lautner fällt als erstes etwas ein. "Die Zeit ist verflogen, das wirkt alles so absurd." Am liebsten, das sagt er mit charmantem Grinsen, wäre er bei seinen Filmreisen nach Berlin gekommen. "Ich gehe hier jedes Mal in dieselbe Bowling-Bahn bowlen, auch wenn ich absolut nicht bowlen kann."

Und schon die nächste Frage geht dann doch ins Private. "Sie haben so oft beschworen, am Set wie eine Familie zu sein. Wie ist das jetzt, wo sie abgedreht haben?" Zögern. Blicke. Dann beugt sich Stewart vor ans Mikro und wirft ihr Haar zurück: "Na, ja, wir waren ja 25 Leute, es ist nicht so, dass wir jeden Sonntag zusammen mittagessen. Aber egal wie viel Zeit vergehen wird, wenn ich irgendeinen wiedersehe, dann wird da mit einem Klick sofort wieder diese Vertrautheit da sein." Die nächste Frage.

Das Publikum der Pressekonferenz besteht zum großen Anteil aus den Fans, die ihre Leidenschaft mit Blogs und Webseite fast professionalisiert haben. Eine Frage von einer Bloggerin von cullens.net: "Von allen Sätzen aus allen Filmen, welches war ihr liebster?". Lautner fällt etwas Schönes ein: "Mir hat es am besten gefallen, als ich sagte, ich sei heißer als Du", erklärt er Pattinson.

Langsam wird die Stimmung besser. Der übermüdete Pattinson scheint aufzuwachen, Lautner amüsiert sich großartig, nur Kristen Stewart bleibt angespannt. Jetzt wird Pattinson privat: "Ich fand einen Satz von Kristen am besten. Der, bei dem sie sagen muss, dass ich wunderschön sei."

Die Angespielte nimmt den Ball nicht auf. So zickig, wie sie auf Pattinson reagiert, könnte man eher darauf schließen, dass die beiden doch noch was zu klären haben. Am Abend fuhren sie in getrennten Limousinen vor. Auf dem traditionell schwarzen Teppich vermieden sie jede Berührung. "Twilight" ist vorbei. Von diesen beiden wird man auf jeden Fall noch hören. Nur nicht zwingend etwas Nettes.

© Berliner Morgenpost 2013 - Alle Rechte vorbehalten
Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Stundenlang hatte ein Großaufgebot der Polizei nach dem achtjährigen Mädchen gesucht
15:15Verschwundenes Kind
Fall Sharlyn – Nachbar der Großmutter unter Verdacht

Wende im Fall der vorübergehend verschwundenen achtjährigen Sharlyn: Die Polizei verdächtigt einen Anwohner, das Kind mit in seine Wohnungen genommen zu haben. Der Mann unternahm einen Suizidversuch. mehr...

Two girls stand in rubble after a tornado struck Moore, Oklahoma, May 20, 2013. A 2-mile-wide (3-km-wide) tornado tore through the Oklahoma City suburb of Moore on Monday, killing at least 51 people while destroying entire tracts of homes, piling cars atop one another, and trapping two dozen school children beneath rubble. REUTERS/Gene Blevins (UNITED STATES - Tags: ENVIRONMENT DISASTER)
15:50Tornado
Das Sterben der Kinder von Oklahoma im entfesselten Sturm

Mindestens 24 Tote forderte ein drei Kilometer breiter Tornado in Oklahoma. Zwei Grundschulen wurden zu Todesfallen für 20 Kinder. Dabei meinten es die Lehrer nur gut, als sie die Kleinen da behielten… mehr...


Herthas Maik Franz (l.) und Sami Allagui
15:12Vereinsfinanzen
Hertha BSC bekommt so viel Geld aus TV-Vertrag wie nie zuvor

Hertha BSC plant für die Bundesliga mit einem deutlich gestiegenen Etat von 69 Millionen Euro. Ablösepflichtige Profis können nur verpflichtet werden, wenn im Gegenzug Geld für Abgänge reinkommt. mehr...


Vor Geschäftsstelle der BVG protestierten die Beschäftigten für höhere Löhne
14:20Tarifkonflikt
BVG-Mitarbeiter könnten noch heute über Streik entscheiden

Nach wochenlangen ergebnislosen Verhandlungen spitzt sich die Tarifrunde bei den Berliner Verkehrsbetrieben zu. Scheitern die Gespräche, will die Gewerkschaft Ver.di umgehend über Warnstreiks beraten. mehr...

Leser-Kommentare Kommentare
Leserkommentare sind ausgeblendet.
Kommentare einblenden
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
 
Top-Thema
title
Start-ups in Berlin

Gründerzeit: Die Serie und das Blog der Berliner Morgenpost.

Video Nachrichten mehr
Tornado in Oklahoma Familie filmt die Zerstörung aus dem Sturmkeller
Umzug Karneval der Kulturen 2013 - Berlin ist bunt
Unwetter Starke Tornados wüten in vier US-Bundesstaaten
Der Futiklub Absolutely Ferguson
 
title
Abi 2012

Hier finden Sie eine Übersicht der Abiturienten.mehr

1085783744.jpg
Ausbildung 2013

Ratschläge zur erfolgreichen Gestaltung und zur Berufswahlmehr

Bildschirmfoto 2013-05-07 um 15.39.57.png
Outletcenter

Diese Outletcenter bieten gute Ware zu günstigen Preisen... mehr

Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

Fotogalerie

Das sind die Berliner Bilder des Tages

Bilder von oben

Das zerstörte Oklahoma City aus der Luft

 
In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote