16.11.12

Golf von Mexiko

Zwei Tote nach Explosion auf US-Bohrinsel

Vor der Küste des US-Bundesstaats Louisiana hat es eine Explosion auf einer Bohrinsel gegeben. Mindestens zwei Menschen kamen ums Leben, es gibt weitere Verletzte und Vermisste.

Im Golf von Mexiko ist US-Medien zufolge eine Bohrinsel nach einer Explosion in Brand geraten. Bei dem Unglück vor der Küste des Bundesstaates Louisiana kamen am Freitag mindestens zwei Menschen ums Leben, wie ein lokaler Ableger des Fernsehsenders CBS berichtete.

Zwei Menschen würden vermisst. Außerdem seien vier Menschen verletzt und per Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht worden. Die Bohrinsel gehört den Angaben zufolge dem in Houston ansässigen Energieunternehmen Black Elk Energy.

Zunächst lagen keine Angaben vor, ob durch das Unglück Öl ins Meer gelangte. Auch die Gesamtzahl der auf der Plattform eingesetzten Arbeiter war unbekannt.

In einem Video des Fernsehsenders WWLYV war zu sehen, wie dichter schwarzer Rauch über der Plattform aufstieg. Der Sender berichtete allerdings, dass das Feuer gelöscht worden sei. Die Plattform befindet sich den Berichten zufolge in relativ flachem Wasser rund 40 Kilometer südlich der Küstenstadt Grand Isle.

Erinnerungen an "Deepwater Horizon"

Im April 2010 hatte die Explosion der Bohrinsel "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko eine der schlimmsten Umweltkatastrophen in der Geschichte der USA ausgelöst. Bei dem Unglück starben elf Arbeiter, Hunderte Millionen Liter Erdöl strömten ins Meer.

87 Tage dauerte es, bis der britische Ölkonzern BP das Leck schließen konnte. Die Küsten von fünf US-Bundesstaaten wurden verseucht, der Fischfang und der Tourismus an der Golfküste massiv geschädigt.

Am Donnerstag hatte sich BP mit der US-Regierung darauf geeinigt, wegen der Ölkatastrophe in den kommenden sechs Jahren insgesamt rund 4,5 Milliarden Dollar (3,5 Milliarden Euro) zu zahlen.

Die Summe ist die höchste Strafe, die je ein Unternehmen in den USA bezahlen musste. Im Gegenzug soll das Strafverfahren gegen den britischen Energiekonzern eingestellt werden.

Quelle: AFP/mak
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