Protest
Timoschenko setzt Behandlung im Krankenhaus aus
Die ukrainische Oppositionsführerin hat ihre eigene Behandlung vorübergehend unterbrochen. Damit will Julia Timoschenko gegen die Veröffentlichung ihres Therapieplans durch die Behörden protestieren.
Aus Protest gegen die Veröffentlichung ihres Therapieplans durch die Behörden hat die ukrainische Oppositionsführerin Julia Timoschenko ihre Behandlung unterbrochen.
Sie wolle sich nun mit ihrer Tochter Jewgenija und ihrem Anwalt beraten und dann später endgültig über eine Fortsetzung ihres erst in der vergangenen Woche begonnenen Krankenhausaufenthalts entscheiden, sagte der stellvertretende Gesundheitsminister Alexander Tolstanow vor Journalisten in der ostukrainischen Stadt Charkiw.
Veröffentlichter Therapieplan
Ihre Mutter verweigere ihre Behandlung "aus Protest" gegen die Veröffentlichung ihres Therapieplans durch die Strafbehörden, sagte Jewgenija Timoschenko. Die Behörden hatten am Montag demnach unter anderem die Besuchszeiten der Ärzte bei der 51-Jährigen öffentlich gemacht.
Unterdessen kündigte Timoschenkos behandelnder Arzt, der deutsche Neurologe Lutz Harms, seine Rückkehr nach Berlin an. Dies sei "von Anfang an" so geplant gewesen, sagte er.
Kein Mediziner der Charité könne für mehrere Wochen abwesend sein. Deshalb sei geplant, ihn durch eine deutsche Kollegin zu ersetzen. Harms beklagte zugleich die dauerhafte Überwachung Timoschenkos. Die Umstände ihrer Behandlung beschrieb er als problematisch.


















