12.05.12

Minutenprotokoll

5:2-Gala gegen Bayern – Der BVB holt das Double

Borussia Dortmund hat zum dritten Mal den DFB-Pokal gewonnen und damit erstmals das Double geschafft. Lesen Sie den bemerkenswerten 5:2-Sieg gegen den FC Bayern im Minutenprotokoll nach.

Foto: AFP

Borussia Dortmund ist zum dritten Mal DFB-Pokalsieger.

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21.54 Uhr: Gagelmann pfeift zeitig ab

Nach exakt 90 Minuten ist Schluss in Berlin. Was für ein Abend: Dortmunds erster Double-Sieg. Zum ersten Mal verliert der FC Bayern gegen einen nationalen Konkurrenten fünf Spiele in Folge. Die Bayern sind dieses Jahr nur Vize. Die letzte Chance auf einen Titel: nächste Woche das Champions-League-Endspiel.

21.48 Uhr: Schmähgesänge der Dortmunder Fans

Der BVB-Anhang singt genüsslich: "Zieht den Bayern die Lederhosen aus", "Einer geht noch rein."

21.45 Uhr: Die Dortmunder Antwort

Schwerer Patzer von Bayern-Torwart Neuer. Im Strafraum kann er den Ball nicht sichern, Piszczeck profitiert davon, flankt auf Lewandowski und der Pole trifft zum ersten Mal an diesem Abend per Kopf. Die Bayern-Abwehr gleicht einem Torso.

21.44 Uhr: Bender für Kagawa

Dortmunds bester verlässt den Platz – für immer? Für Kagawa wird Sven Bender eingewechselt. Klopp setzt offenbar auf Ergebnissicherung.

21.39 Uhr: Ribery erzielt das 2:4

Was war das für eine fantastische Offensivaktion! Ribery dribbelt sich von rechts am BVB-Strafraum entlang, Schmelzer wird zum Statisten, Kehl kann nur sekundieren, Riberys harter Linksschuss schlägt unhaltbar für Langerak im Tor ein.

21.36 Uhr: Beckenbauer pestet gegen seine Bayern

Dem Kaiser gefällt gar nicht, was er da sehen muss. "Die Bayern machen zu viele individuelle Fehler, zu viele Stellungsfehler. Man lädt die Dortmunder ein, Tore zu schießen", lederte er.

21.32 Uhr: Gomez trifft nur die Latte

Lebenszeichen von Ribery. Seine Flanke von links lenkt Gomez an die Latte. Heynckes allerdings scheint auf Champions-League-Modus zu schalten. Der Bayern-Trainer gewährt Diego Contento eine paar Praxisminuten unter Wettkampfbedingungen. Der im Endspiel gegen Chelsea gesperrte David Alaba verlässt den Platz. Das DFB-Pokalfinale hat Heynckes offenbar abgeschenkt.

21.30 Uhr: Wo ist Ribery?

Dortmund wieder im Vorwärtsgang. Wenn der BVB den Schalter auf Offensive umlegt, wird es bei Bayern dunkel. Apropos Offensive: Was macht eigentlich Ribery? Robben ist deutlich aktiver als der Franzose. Der Niederländer ist an fast jeder Offensivaktion der Bayern beteiligt. Ribery dagegen wirkt hilflos. So schwach hat man den Franzosen lange nicht gesehen.

21.21 Uhr: Lewandowski trifft zur Vorentscheidung

Ein Konter der absoluten Extraklasse, inszeniert von Kagawa, Großkreutz und Lewandowski. Der Japaner treibt den Ball, Großkreutz passt, Lewandowski trifft. Dieser Spielzug hatte etwas von den großen deutschen Momenten bei der WM 2010. Ein Tor wie aus dem Lehrbuch. Schöner kann man das Pokalfinale nicht (vor)entscheiden. Bayern-Trainer Heynckes sitzt mit leerem Blick auf der Bank.

21.14 Uhr: Weidenfeller im Krankenhaus

Weidenfeller wurde in ein Berliner Klinik gebracht. "Roman befindet sich im Krankenhaus und wird dort geröntgt. Er hat einen Schlag auf die Rippen bekommen. Er hatte Atemprobleme, deswegen haben wir ihn ausgewechselt", sagte Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc.

21.13 Uhr: Was macht da Langerak?

Hummels und Gomez kämpfen in der Luft um einen langen Ball 30 Meter vor dem BVB-Tor. Weidenfeller-Ersatz Langerak stürmt vollkommen übermotiviert aus seinem Tor, seine Kopfballabwehr verunglückt. Die BVB-Abwehr kann mit vereinten Kräften das verwaiste BVB-Tor verteidigen.

21.09 Uhr: Die zweite Halbzeit läuft

Bengalos und Rauchbomben haben den Anpfiff der zweiten Halbzeit um einige Minuten verzögert. Die Bayern haben einmal gewechselt. Thomas Müller spielt statt Luiz Gustavo.

20.50 Uhr: Unterhaltsam, spannend – und viele Fehler

Berliner Morgenpost-Reporter Oliver Müller zieht die Halbzeitbilanz: "Ein spannendes und überaus unterhaltsames Spiel, aber eben auch ein Fehlerfestival auf beiden Seiten. Die Teams wirken fahrig, speziell die Defensivabteilungen. Auch die Dortmunder Abwehr mit Hummels und Subotic sehen immer mal wieder schlecht aus. Beide Mannschaften haben in der Liga schon wesentlich konzentriertere Vorstellungen abgeliefert."

20.46 Uhr 3:1 durch Lewandowski

Unglaublich! Es steht 3:1. Kagawa und Lewandowski spielen zusammen die gesamte Bayern-Abwehr aus. Der polnische Stürmer überwindet im Eins-gegen-Eins Bayern-Torwart Neuer. Wieder sah Luiz Gustavo bei der Bewachung des Japaners nicht gut aus, und Lewandowski war für Boateng eine Spur zu schnell.

20.41 Uhr: Elfmeter für Dortmund

Boateng foult Błaszczykowski. Gagelmann gibt Elfmeter, der ehemalige Bayern-Verteidiger Hummels nimmt sich den Ball und trifft mit viel Glück zum 2:1. Neuer war noch mit einer Hand am Ball.

20.33 Uhr: Weidenfeller muss raus

Erster Wechsel beim BVB: Roman Weidenfeller muss das Tor verletzungsbedingt verlassen. Für ihn kommt der unerfahrene Australier Mitchell Langerak. Vor der Einwechslung nahm BVB-Trainer Klopp den Australier in den Arm, lächelt ihn an und sprach ihm Mut zu. Kurz vor seiner Auswechslung musste Weidenfeller noch eine brenzlige Szene im Strafraum überstehen: Ribery kommt an Piszczeck vorbei bis zur Grundlinie, legt auf Lahm zurück. Dessen Schuss blockt Hummels ab.

20.30 Uhr: 30-Minuten-Bilanz

Nach 30 Minuten ist das Finale ein ausgeglichenes, aber attraktives Spiel. Tempo, Tore. Auffällig: die vielen, kleinen Flüchtigkeitsfehler auf beiden Seiten.

20.25 Uhr: Robben nimmt Revanche

Wieder Robben gegen Weidenfeller. Wie schon beim 0:1 der Bayern in Dortmund tritt Robben zum Strafstoß an. Anders als damals scheitert er diesmal nicht am BVB-Torwart. Weidenfeller taucht nach links ab. Robben schiebt den Ball nach unten rechts.

20.23 Uhr: Elfmeter für Bayern

Toller Pass von Schweinsteiger auf Gomez. Weidenfeller foult den Stürmer im Strafraum – eigentlich rotwürdig. Weidenfeller sieht nur Gelb.

20.17 Uhr: Ferguson auf der Tribüne

Sir Alex Ferguson nimmt auf der Tribüne Platz, obwohl er am Sonntag das entscheidende Spiel um die englische Meisterschaft gegen den AFC Sunderland hat. Er dürfte wegen Kagawa im Olympiastadion sein.

20.16 Uhr: Bayern mit viel Ballbesitz

Zeit für eine Zwischenbilanz: Bayern mit viel Ballbesitz, Dortmund aber gewohnt kontrolliert. Wenn es so weitergeht, dürfte es ein attraktives Pokalfinale werden.

20.08 Uhr: Gomez prallt auf Weidenfeller

Robben schickt Gomez, der allein im BVB-Strafraum auf Weidenfeller zuläuft. Der BVB-Torwart wehrt den Ball ab, prallt aber unglücklich mit dem Bayern-Stürmer zusammen. Der Keeper wird mit schmerzverzerrtem Gesicht minutenlang behandelt. Doch er signalisiert: Es geht weiter.

20.04 Uhr: Kagawa trifft für Dortmund

Borussia Dortmund führt! In der dritten Minute spielt Luiz Gustavo einen Rückpass zu kurz. Blaszczykowski kommt dazwischen, spielt auf Kagawa. Der hat keine Probleme, aus zehn Metern zu treffen. Was für ein Auftakt im vielleicht letzten Spiel des Japaners für den BVB. Erst einmal gab es ein so schnelles Tor im Pokalfinale: 2003 traf Michael Ballack für den FC Bayern gegen Kaiserslautern auch nach drei Minuten.

20 Uhr: Das Spiel läuft

Schiedsrichter Peter Gagelmann pfeift die Partie an. Der Bremer Unparteiische leitete schon 2010 das Finale.

19.59 Uhr: Fast 75.000 Zuschauer

Sollte es nach 90 Minuten unentschieden stehen, geht das Finale in eine Verlängerung von zweimal 15 Minuten. Danach folgt notfalls ein Elfmeterschießen, um den Sieger zu bestimmen. Mit 74.497 Zuschauern ist das Olympiastadion ausverkauft. Beiden Finalteilnehmern stand jeweils ein Kontingent von 20.000 Tickets zur Verfügung. Allein bei Borussia Dortmund gingen 328.000 Kartenanfragen ein.

19.57 Uhr: 52 Zentimeter hoch, 6250 Gramm schwer

Der DFB-Pokal ist 52 Zentimeter hoch, 6250 Gramm schwer und besteht aus feuervergoldetem Sterling-Silber, das mit 210 Gramm Feingold veredelt wurde. Den materiellen Wert schätzen Kunstexperten auf 100.000 Euro, das Fassungsvermögen liegt bei acht Litern.

19.55 Uhr: 2005 letztmals Meister gegen Vizemeister

Das letzte Pokalfinale, in dem die beiden bestplatzierten Bundesliga-Teams aufeinandertrafen, fand 2005 statt. Meister Bayern München besiegte Vizechampion Schalke 04 mit 2:1. Roy Makkay (42.) und Hasan Salihamidzic (76.) erzielten die Münchner Tore, Lincoln traf für Schalke (45.)

19.52 Uhr: Fußballbegeisterter Bundespräsident

Joachim Gauck ist im Stadion, neben viel anderer Politprominenz. Er sagt, er begleite den Fußball "sehr intensiv. Ich war aber noch nie bei einem Endspiel in diesem Stadion. Das letzte Mal bei der WM 2006. Aber ich spüre diese unglaubliche Energie. Ich bin Präsident einer fußballbegeisteren Nation - es gibt Schlimmeres".

19.49 Uhr: Toni, der Dortmund-Schreck 2008

Schon einmal standen sich der FC Bayern und Borussia Dortmund im DFB-Pokalfinale gegenüber. 2008 gewannen die Münchner nach Verlängerung durch zwei Treffer von Luca Toni (11./103.) bei einem Gegentor durch Mladen Petric (90.) mit 2:1. Beide Teams haben sich seitdem stark verändert. Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger und Frank Ribery sowie Sebastian Kehl und Jakub Blaszczykowski sind die einzigen Spieler, die damals schon auf dem Rasen standen.

19.45 Uhr: Melodisches nach Münchener Art

Die Bayern-Hymne wird in der Berliner Arena gespielt. "Stern des Südens". Mal gucken, ob er an diesem Abend strahlen wird.

19.37 Uhr: Bayern-Trainer Heynckes will Geist von Madrid wecken

Bayerns Trainer Jupp Heynckes wirkt äußerst konzentriert - an der Grenze zur Angespanntheit. "Wir müssen schnell die Balance zwischen Offensive-Defensive finden. Und wir müssen den Fußball spielen, den wir können – wie wir es in Madrid getan haben. Laufstark und aggressiv, das wird der Schlüssel sein", sagte er.

19.36 Uhr: 13. Februar 2010, Bayerns letzter Sieg gegen BVB

Fast schon ein historischer Tag, der 13. Februar 2010. Das 3:1 des FC Bayern gegen den BVB war der letzte Sieg der Münchner im direkten Duell mit den Westfalen. Das waren damals die Aufstellungen:

Bayern München: Hans Jörg Butt - Philipp Lahm, Daniel Van Buyten, Martín Demichelis, Holger Badstuber - Mark van Bommel Bastian Schweinsteiger - Arjen Robben (82. Hamit Altintop), Franck Ribéry (Ivica Olic), Thomas Müller - Mario Gómez

Borussia Dortmund: Marc Ziegler - Neven Subotic, Mats Hummels, Patrick Owomoyela, Marcel Schmelzer, Nuri Şahin, Sven Bender - Jakub Błaszczykowski (Mario Götze 74.), Mohamed Zidan (74. Tamás Hajnal), Kevin Großkreutz – Lucas Barrios (85. Damien Le Tallec)

Tore: 0:1 Mohamed Zidan (6.), 1:1 Mark van Bommel (22.), 2:1 Arjen Robben (50.), 3 : 1 Mario Gómez (65.)

19.31 Uhr: Berlin in Borussen-Hand

Die Stadt ist in schwarz-gelb gefärbt. In der Waldbüne sind 18.000 Dortmunder Fans nur zum Public Viewing angereist – trotz neun Euro Eintritt. Rund ums Olympiastadion: alles schwarz-gelb. Die Bayern-Anhänger sind hoffnungslos in der Unterzahl.

19.26 Uhr: Dramatische Halbfinalspiele

Nach Siegen bei Drittligist SV Sandhausen (3:0), gegen Zweitligist Dynamo Dresden (2:0), bei Zweitligist Fortuna Düsseldorf (5:4 n.E.) und bei Viertligist Holstein Kiel (4:0) erreichte Dortmund durch einen Erfolg nach Verlängerung bei Zweitliga-Meister SpVgg Greuther Fürth ohne Gegentor das Finale.

Das Tor gegen den Zweitliga-Meister erzielte Ilkay Gündogan nach 120 Minuten gegen den eine Minute zuvor eingewechselten Torhüter Jasmin Fejzić, der Gündogans Pfostenschuss mit seinem Rücken ins Tor lenkte. Nach diesem Tor spielte Gündogan im Meisterschaftsendspurt eine überragende Rolle. Der Mittelfeldspieler wurde auf dem Weg zur Titelverteidigung zum bestimmenden Mann im Dortmunder Spiel.

München setzte sich bei Zweitligist Eintracht Braunschweig (3:0), gegen Zweitligist FC Ingolstadt (6:0, beim VfL Bochum (2:1) und bei den Erstligisten VfB Stuttgart (2:0) und Borussia Mönchengladbach durch. Der 4:2-Sieg im Elfmeterschießen war der erste Sieg der Bayern nach zwei Saisonniederlagen gegen das Team von Lucien Favre. Ein gutes Omen für den heutigen Abend? Auch gegen Dortmund setzte es in der Liga bekanntermaßen zwei Pleiten.

19.24 Uhr: Die Heim-Stadionsprecher dürfen ran

Dortmunds Stadionsprecher Norbert Dickel begrüßt die Borussen-Mannschaft und liest die Aufstellung vor. Gleiches Recht für alle: Auch der FC Bayern darf auf eine vertraute Stimme setzen. Der Münchener Stadionsprecher Stefan Lehmann liest die Bayern-Aufstellung vor. Hosianna!

19.21 Uhr: Dortmunds einziger Pokal-Sieg gegen Bayern

Im Pokal trafen Bayern München und Borussia Dortmund bislang viermal aufeinander, dreimal gewann der Rekordmeister aus München. Der einzige Sieg gelang dem BVB 1992/93 in der 2. Runde (5:4 i.E.). Den entscheidenden Foulelfmeter verwandelte Michael Zorc, der heute als Sportdirektor in Dortmund arbeitet.

19.18 Uhr: Norbert Dickel, "Held von Berlin"

Borussia Dortmund steht zum fünften Mal im Endspiel, zweimal reichte es zum Titel. Der letzte Triumph datiert von 1989, als es ein 4:1 gegen Bremen gab. Damals schoss der heutige Stadionsprecher Norbert Dickel zwei Treffer gegen den Top-Favoriten Werder – und das mit einem lädierten Knie.

Wenige Monate nach dieser Sternstunde musste der Torjäger seine Karriere als Sportinvalide beenden. Seither genießt er einen Heldenstatus. Die Fans feiern den Dickel vor jedem Heimspiel als "Held von Berlin". Heute sagt der 50-Jährige: "Dieses Spiel hat mein Leben verändert. Wenn ich nicht dabei gewesen wäre, würde ich heute nicht bei dem Verein arbeiten. Das Knie ist kaputt, aber mein Leben hat einen vernünftigen Weg genommen. Ich habe alles richtig gemacht."

19.15 Uhr: "Größere Ausstrahlung als Wembley"

"Berlin als Spielort des Pokalfinals hat eine große Tradition. Der DFB-Pokal ist mit viel Prestige verbunden. Ich bin so selbstbewusst zu sagen, dass das Berliner Finale eine größere Ausstrahlung hat als Wembley", sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach vor dem Spiel.

19.13 Uhr: Rummenigge "unheimlich stolz"

Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge gratuliert den Fußball-Frauen des Vereins zum Gewinn des DFB-Pokals. "Wir sind unheimlich stolz auf diese Mannschaft. Sie hat Großartiges geleistet. Sie hat in einem Finale, in dem sie krasser Außenseiter war, die Sensation geschafft."

19.09 Uhr: "Wir sind dran", sagt Heynckes – und auch Klopp

Jupp Heynckes' letzter Erfolg in Deutschland stammt aus dem Jahr 1990. Damals gewann er mit dem FC Bayern die Meisterschaft. Bei der Pressekonferenz am Freitag sagte der Münchner Coach: "Der deutsche Meister mit Rekordergebnis ist zwar favorisiert. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir diesmal dran sind."

Der gleichen Rhetorik bediente sich BVB-Trainer Jürgen Klopp: "Wir wollen die Gunst der Stunde nutzen. Wir sind in hervorragender Verfassung und nach 103-jähriger Vereinsgeschichte einfach mal dran mit dem Double."

Heynckes und Klopp haben noch nie den DFB-Pokal gewonnen. "Wir werden auftreten, als wäre es Wembley oder Wimbledon. Das Pokalfinale ist das außergewöhnlichste Fußballspiel in Deutschland", so Klopp.

19.07 Uhr: Magdalena Neuner bringt den Pokal ins Stadion

Glanz in der Hütte. Rekord-Olympiasiegerin Magdalena Neuner hat im goldenen Kleid den Pokal ins Stadion getragen. Sie hat nach ihrem Karriereende nun ja etwas mehr Zeit. "Mein Leben als Sport-Rentnerin ist bis jetzt aber nicht unbedingt langweilig", sagt die 25-Jährige. 2010 hatte Model Eva Padberg diese Aufgabe übernommen, im vorigen Jahr Ex-Schwimmerin Franziska van Almsick. Und jetzt eben Magdalena Neuner. "Das ist für mich wirklich eine Riesen-Ehre. Ich konnte es anfangs gar nicht glauben als man mich gefragt hat, ob ich das machen möchte", sagt sie.

Lange überlegen musste sie nicht, "ich bin zwar kein ausgewiesener Fußball-Experte, aber mir ist schon bewusst, welche Bedeutung das DFB-Pokalendspiel hat und wie viele Millionen Zuschauer diesem Tag entgegenfiebern."

18.56 Uhr: Bayern München mit 15 Pokelerfolgen

Bayern München steht zum 18. Mal in seiner Vereinsgeschichte im Finale. Das ist Rekord. Mit bislang 15 Siegen ist der deutsche Rekordmeister zugleich Rekordpokalsieger. Den bislang letzten Pokalsieg feierten die Bayern 2010 gegen Werder Bremen (4:0). Der BVB kann erstmals in seiner Geschichte das Double gewinnen. Den Bayern gelang dieses Kunststück bereits achtmal. Dortmund wäre nach den Bayern, Schalke, Köln und Bremen der fünfte deutsche Double-Gewinner.

18.41 Uhr: Die Bayern kontern mit der Real-Aufstellung

In dieser personellen Konstellation haben die Bayern auch gegen Real triumphiert: Neuer, Lahm, Boateng, Badstuber, Alaba, Luiz Gustavo, Schweinsteiger, Robben, Kroos, Ribery, Gomez. Thomas Müller sitzt erst einmal nur auf der Bank

18.31 Uhr: Klopp vertraut seiner Erfolgself

Dortmund hat als erster die Katze aus dem Sack gelassen. Die Aufstellung ist da: Weidenfeller – Piszczek, Subotic, Hummels, Schmelzer – Gündogan, Kehl – Blaszczykowski, Großkreutz, Kagawa – Lewandowski.

18.15 Uhr: Herzlich Willkommen zum DFB-Pokalfinale

Showdown in Berlin: Die Borussia hofft auf das erste Double der Vereinsgeschichte, der FC Bayern brennt auf Revanche. Im Traumfinale um den DFB-Pokal geht es ab 20 Uhr zwischen dem Meister aus Dortmund und dem Rekordsieger aus München um mehr als eine Trophäe.

Nach zwei demütigenden Bundesligajahren mit deutlichen Punktrückständen ist die sportliche Vormachtstellung der Bayern ins Wanken geraten. Viermal konnten die Westfalen zuletzt in der Liga gewinnen, nun wollen die Münchner das Bild wieder etwas geraderücken und den ersten Titel seit 2010 gewinnen.

Vor allem Uli Hoeneß sehnt sich nach einer Rückkehr zur Normalität und will den Anspruch auf die Münchner Alleinherrschaft untermauern. "Es ist ein guter Maßstab, um zu sehen, wo der Hammer hängt", sagte der Bayern-Präsident.

Mit der Meisterschale haben die Dortmunder die wichtigste nationale Trophäe schon sicher – der FC Bayern hat nach dem Endspiel im Berliner Olympiastadion noch eine weitere Chance. In einer Woche steht das "Finale Dahoam" in der Champions League gegen den FC Chelsea an.

17.48 Uhr: Bayerns Frauen sind DFB-Pokalsieger

Den ersten Titel haben die Bayern schon. Ein Blick nach Köln zum Pokalendspiel der Frauen. Die Münchenerinnen gewinnen das Finale gegen den Branchenprimus 1. FFC Frankfurt. Eine Überraschung! Durch den Triumph der Mädels kann es zu einer historisch einmaligen Konstellation kommen: Gewinnen am Abend auch die Münchener Männer, wäre Bayern München der erste Verein, der sowohl bei den Frauen wie auch Männern den DFB-Pokalsieg feiern kann.

16.00 Uhr: Dortmunder Fans festgenommen

Wenige Stunden vor dem DFB-Pokal-Finale zwischen Borussia Dortmund und Bayern München (20.00 Uhr) sind in der Berliner Innenstadt mehrere Dortmunder Fans festgenommen worden. Eine Polizeisprecherin berichtete am Samstag, dass angetrunkene Anhänger des deutschen Fußball-Meisters an der Gedächtniskirche mit Flaschen und Steinen geworfen hätten. Einige Polizisten wurden verletzt, einer der Beamten musste seinen Dienst beenden. Über die genaue Zahl der Verletzten wurde zunächst allerdings ebenso wenig bekannt wie über die Zahl der festgenommenen Fans. Offen war am Nachmittag auch noch, ob die betroffenen BVB-Anhänger das abendliche Endspiel gegen den FC Bayern München verpassen werden.

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