03.04.12

Kalifornien

Bewaffneter erschießt sieben Menschen an US-Uni

Ein bewaffneter Mann hat an einer christlichen Universität in Oakland sieben Menschen getötet und drei verletzt. Der mutmaßliche Schütze wurde festgenommen, er soll selbst an dem College studieren.

Foto: REUTERS

Schießerei an einer privaten Universität in Oakland/Kalifornien: Ein Bewaffneter hat ...

13 Bilder

Ein Bewaffneter hat am Montag an einer christlichen Universität in Kalifornien ein Blutbad angerichtet und nach Behördenangaben mindestens sieben Menschen getötet. Drei weitere wurden verletzt, wie der Vorsitzende des Stadtrats von Oakland, Larry Reid, erklärte.

Bei dem mutmaßlichen Schützen handelt es sich nach Angaben der Polizei um einen 43-jährigen Koreaner. Das gaben die Beamten auf einer Pressekonferenz in der Stadt im Bundesstaat Kalifornien bekannt, ohne Angaben darüber zu machen, ob der Mann aus Südkorea oder Nordkorea stammt.

Der Verdächtige sei nach der Tat in die Nachbarstadt Alameda geflohen und habe sich dort auf dem Gelände eines Supermarkts der Polizei ergeben. Er wohnte demnach offenbar in Oakland.

Der Zwischenfall wurde um kurz nach 10.30 Uhr (Ortszeit) an der Oikos-Universität gemeldet. Demnach eröffnete ein stämmiger Mann in Khaki-Kleidung das Feuer. Der Sender KTVU-TV berichtete, bei dem Schützen handele es sich um einen Studenten.

Feuer im Hörsaal eröffnet

Er habe das Feuer in einem Hörsaal eröffnet. Pastor Jong Kim, der die Hochschule vor etwa zehn Jahren gründete, sagte der Zeitung "Oakland Tribune", er habe etwa 30 Schüsse gehört. "Ich bin in meinen Büro geblieben", sagte er. Der mutmaßliche Schütze sei nicht mehr an der Hochschule eingeschrieben. Ob er der Schule verwiesen wurde oder ob er aus freien Stücken gegangen sei, wisse er nicht.

Die 52-jährige Angie Johnson sagte dem "San Francisco Chronicle", eine junge Frau, die am Arm blutete, sei aus dem Gebäude gekommen und habe gerufen: "Auf mich ist geschossen worden."

Die Verletzte habe gesagt, bei dem Schützen handele es sich um einen Kommilitonen aus einem Pflegekurs. Er sei aufgestanden, habe einem Menschen aus nächster Nähe in die Brust und anschließend wild um sich geschossen. "Sie sagte, er habe schon immer wirr ausgesehen. Aber sie ahnten nicht, wie weit er gehen würde", berichtete Johnson.

Täter als Verrückter beschrieben

Fernsehbilder zeigten vor der Festnahme Polizisten, die das Gebäude auf der Suche nach dem Verdächtigen umstellten. Außerdem war zu sehen, wie blutüberströmte Verletzte aus dem Haus zu Krankenwagen getragen wurden.

"Eine von den Personen im Gebäude hat gesagt, da drinnen sei ein Verrückter", sagte der Augenzeuge Brian Snow dem Sender KGO-TV. "Bevor sie von einem Krankenwagen abtransportiert wurde, sagte sie, jemandem direkt neben ihr sei in die Brust geschossen worden."

Laut ihrer Website bietet die Hochschule Kurse in Theologie, Musik, Krankenpflege und asiatischer Medizin an.

Quelle: Reuters/dapd/dpa/sara
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