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22.12.11

Traumwagen

Luxus-Gebrauchte nur beim Kauf ein Schnäppchen

Neu sind Bentleys, Ferraris oder ein Rolls-Royce für die meisten nicht zu bezahlen. Erschwinglich sind sie nach vielen Kilometern, aber dann lauern die Betriebskosten.

Bentley

Der massive Kühlergrill steht nun noch etwas steiler im Wind. Da Bentley jedoch den Motor optimiert hat und...

5 Bilder

Für viele Autofahrer bleibt ein großes, komfortables und luxuriöses Fahrzeug ein unerfüllter Traum. Neuwagen der Kategorie Rolls-Royce, Bentley oder Ferrari überspringen gerne die Grenze zum sechsstelligen Euro-Bereich. Privatkunden können solche Beträge nicht aufbringen.

Bei Gebrauchtwagen sieht das schon anders aus. Der Wertverfall ist besonders bei den teuren Autos enorm. Mit ein paar Jahren auf der Blechhaut gibt es sie teilweise schon unter 20.000 Euro. Doch auch wenn das Stöbern bei vermeintlichen Schnäppchen Spaß macht: Die Folgekosten eines möglichen Kaufs sind mitunter hoch.

Für die Reparatur des Motors oder Getriebes eines Luxusautos gehen gern über 10.000 Euro über die Ladentheke der Spezialwerkstatt, und der Spritkonsum liegt immer im zweistelligen Bereich. Wer sich bei im Internet umschaut, kann trotzdem leicht ins Träumen kommen.

Einen Ferrari findet man im Internet schon für rund 12.000 Euro. Der 400 hat zwar 200.000 Kilometer gelaufen, aber sein Zwölfzylinder kommt noch immer auf 340 PS. Auch einen 365 GT gibt es ab 16.900 Euro.

Fahrzeuge der Konzernschwestermarke Maserati sind nicht ganz so klangvoll, was den Markennamen angeht, dafür bieten sie meist mehr Komfort. Im Internet gibt es Maserati-Fahrzeuge ab 6000 Euro. Der Quattroporte von 1982 mit dem 4,8-Liter-Motor leistet 280 PS, ist oft ein Dauergast auf der linken Spur und bietet sogar Platz für die ganze Familie.

Auch Jaguar-Modelle gelten gemeinhin als sportlich und luxuriös, früher aber auch als anfällig und ruinös. Die Limousinen der XJ-Reihe gibt es schon ab 2000 Euro, oft sogar voll ausgestattet mit Leder und Klimaanlage. Dafür aber auch mit Laufleistungen jenseits von 200.000 Kilometern, fragwürdiger Historie und schlechtem Zustand. Und einem Spritkonsum eines englischen Fußballfans. Wer einen guten Jaguar sucht, muss etwas tiefer in die Tasche greifen, kommt aber dennoch relativ günstig an ein Luxusauto.

Ein Coupé der Marke gibt es beispielsweise für knapp 20.000 Euro. Dafür erhält man ein vollausgestattetes, scheckheftgepflegtes XK-Modell des Baujahres 2002 mit 298 PS, dessen cremefarbene Innenausstattung fast neuwertig scheint. Die Laufleistung von 80.000 Kilometer sollte den Achtzylinder nicht beansprucht haben.

Ein gleich altes Coupé von Aston Martin gibt es in Form eines DB7 Volante mit 420 PS für 29.491 Euro. Der britische Luxusklassiker betört mit schöner Form, allerdings schreckt der Normverbrauch von 19,9 Litern.

Die Mutter aller Luxusfahrzeuge liefert natürlich Rolls-Royce. Die edlen Limousinen der britischen Hoflieferanten sind schon für rund 10.000 Euro zu haben. Beispiel: Rolls-Royce Silver Shadow, Baujahr 1971 für 7950 Euro. Die 203 PS des Achtzylinders wollen allerdings gefüttert werden, wenn die defekte Benzinpumpe wieder läuft.

Außerdem benötigen Lack und Innenraum eine kundige und pflegende Hand. Auch ein Silver Spirit Saloon von 1982 wird für 8500 Euro angeboten, die Folgekosten dürften allerdings den Kaufpreis schnell übersteigen. Fahrzeuge der Schwestermarke Bentley sind ebenfalls günstig zu haben. Der Mulsanne von 1986 kostet im Internet nur 5555 Euro, wirkt gepflegt und hat rund 230.000 Kilometer gelaufen. Allerdings ist der Brite ein Rechtslenker und damit nicht jedermanns Sache.

Wer auf amerikanischen Autos steht, sollte sich die Angebote von Cadillac anschauen. Einen Seville CTS von 1992 mit 204 PS gibt es schon ab 2000 Euro. Das ist wenig im Vergleich zum Spritverbrauch und vielleicht eine Überlegung wert. Schließlich sind die gebrauchten Luxuswagen von heute auch die Oldtimer von morgen. Und als solche könnten die ehemaligen Traumautos durchaus wieder an Wert gewinnen.

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