Straßenverkehr
Diese Städte verteilen die meisten Knöllchen
Mittwoch, 3. August 2011 14:45Parkverbotszonen und bewirtschaftete Parkräume haben Hochkonjunktur. Besonders in großen Städten wie Berlin wird das Parken immer schwieriger. Es sei denn, man missachtet die Regeln. Der Knöllchen-Atlas zeigt, wie viele Parksünder in deutschen Städten unterwegs sind und wo die Hauptstadt landet.

Städtische Autofahrer haben oft das Gefühl, die Zahl der Parkplätze sinke stetig. Immer neue Verbote, oft begrenzt auf Stoßzeiten mit hoher Verkehrsdichte, machen das mobile Leben nicht leichter. Wer aber meint, die Parkplatz-Verzweiflung sei überall in Deutschland gleich hoch, liegt falsch.
Eine aktuelle Erhebung des „Zeit-Magazins“ hat die Zahl der im ersten Halbjahr 2009 in deutschen Städten ab 100.000 Einwohner verteilten Tickets fürs Falschparken aufgelistet. Dabei landet Berlin mit 86 Knöllchen auf 100 registrierten Autos im ersten Halbjahr 2009 im oberen Drittel. Doch es gibt auch noch Städte, in denen mehr Strafzettel verteilt werden.
Danach gibt es in Hildesheim doppelt so viele Parkplätze wie in Darmstadt, in Köln nur halb so viele wie in Siegen und in Neuss dreimal mehr als in Magdeburg. Das legt die Statistik des Strafzettel-Aufkommens zumindest nahe. So kamen in Neuss 15 Knöllchen auf 100 gemeldete Pkw, in Magdeburg waren es 45.
Deutschlands teuerstes Pflaster für Falschparker ist demnach Offenbach. In keiner anderen deutschen Stadt ist die Quote so hoch wie in der hessischen Metropole. 127 Knöllchen auf 100 Autos. Paradiesisch dagegen die Zustände in Hildesheim: 14 Strafzettel pro 100 gemeldete Fahrzeuge.
Der aktuelle deutsche Bußgeldkatalog kennt übrigens acht verschiedene Park-Vergehen. Sie beginnen mit „Nicht platzsparend geparkt“ (10 Euro) und endet bei „unzulässig auf Autobahn geparkt“ (70 Euro + zwei Punkte in Flensburg).
Das Standard-Knöllchen wegen Parkens im Parkverbot kostet 15, bei Überschreitung einer Einstundenfrist 25 Euro.
Ob die Knöllchendichte tatsächlich mit der Menge der vorhandenen Stellflächen zusammenhängt, lässt es allerdings anhand statistischer Daten nicht belegen.
Denkbar wären auch andere Relationen, zum Beispiel mit der Gesamtzahl der zugelassenen Autos, der eingesetzten Ordnungshüter oder gar der regeltreuen Fahrer.dpa/mv
Erschienen am 19.11.2009


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