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Messe

Das sind die heißesten Sportwagen der IAA

Alles redet von Sparmobilen und Elektromotoren. Doch die Faszination Auto hat insgeheim noch immer einen anderen Namen. Die Supersportwagen sind es, die allein schon durch ihren Anblick Herzfrequenzen erhöhen und mobile Träume provozieren. Auch auf der IAA im September darf wieder geschwelgt werden.

Ferrari
Foto: dpa-tmn/DPA
Der Ferrari 458 Italia dürfte einer der HIngucker unter den Supersportwagen sein, die dieses Jahr auf der IAA präsentiert werden.

Kleinstwagenboom hin, Klimakrise her – luxuriöse Sportwagen und andere motorisierte Exoten mit reichlich PS werden wohl niemals ihre Anziehungskraft verlieren. Das trifft sowohl auf jene Autoliebhaber zu, die im echten Leben eher Alltägliches fahren, aber nicht aufhören mögen, von Ferrari und Co. zu träumen. Weil es aber auf der Welt noch genügend Reiche und Superreiche gibt, sind teure und starke Sportwagen für die Hersteller ein lohnendes Geschäft.

Auch die IAA zeigt einmal mehr, wovon die einen träumen und was die anderen sich in ihre klimatisierten Riesengaragen stellen werden. Offiziell angekündigt ist die Premiere des Mercedes SLS AMG – einen Sportwagens, der nicht weniger sein soll als die moderne Interpretation des legendären Flügeltürers 300 SL aus den 50er-Jahren. Auch der SLS bekommt daher die nach oben schwingenden und an Flügel erinnernden Türen.

Technisch allerdings befindet sich der SLS auf aktuellem Niveau: acht Zylinder, 6,3 Liter Hubraum, 571 PS, Höchstgeschwindigkeit 315 km/h. Der Preis soll bei rund 165.000 Euro liegen. Weil man momentan aber nicht nur von Leistung und Preisen reden mag, wird als Feigenblatt auch ein elektrischer SLS als Studie vorgestellt.

Nicht ganz so offiziell wie beim SLS sieht es bei Audi aus: Immer wieder wird von einer Spyder genannten offenen Version des R8 berichtet, die auf der IAA Premiere feiern soll. Bestätigt wird das zwar noch nicht, aber Audi-Sprecher Josef Schlossmacher sagt: "Es ist kein Geheimnis, dass wir da was machen. Die Chancen stehen gut, dass in Frankfurt etwas zu sehen sein wird.“ Das Motorenprogramm dürfte dem des geschlossenen R8 entsprechen, über Preise ist noch nichts bekannt. Ähnlich wie Mercedes mit dem SLS AMG wird Audi vermutlich auch einen elektrischen R8 als Studie zeigen.

Ferrari hat bereits die Katze aus dem Sack gelassen: In Frankfurt wird der Nachfolger des F430 vorgestellt. Der 458 Italia erhält einen Achtzylinder-Mittelmotor mit 4,5 Litern Hubraum und 570 PS. Damit soll der Zweisitzer in weniger als 3,4 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 beschleunigen und eine Höchstgeschwindigkeit von 325 km/h erreichen.

Der jüngste Lamborghini hört auf den Namen Gallardo LP 550-2 Valentino Balboni. Das 550 PS starke Modell ehrt einen langjährigen Testfahrer, wird in einer auf 250 Exemplare limitierten Sonderserie produziert und ausschließlich mit Heckantrieb angeboten. Der Preis soll knapp unter 200.000 Euro liegen.

Ebenfalls limitiert ist die Grand Sport genannte offene Version des 1001 PS starken Bugatti Veyron. Der mehr als 400 km/h schnelle Zweisitzer soll nur 150 Mal gebaut werden und gut 1,6 Millionen Euro kosten. Die ersten 50 Käufer müssen zudem schon einen "normalen“ Veyron besitzen.

Fast schon eine unendliche Geschichte ist das Projekt der Toyota-Nobelmarke Lexus: Von dem Auto mit der Bezeichnung LF-A werden immer wieder Studien auf den Automessen gezeigt, sogar auf Rennstrecken wurden schon Prototypen gesichtet. Doch Endgültiges gibt es über den Sportwagen mit einem vermutlich 500 PS starken Zehnzylindermotor bis heute nicht. Immerhin kursieren schon Gerüchte, dass ein kommender Sportwagen von Lotus ebenfalls mit diesem Aggregat angetrieben wird.

Maserati schließlich öffnet das zweitürige Coupé und macht daraus den Gran Turismo Spider mit Stoffverdeck und V8 Motor. Alles in allem ist das eine ziemlich stattliche Auswahl für einen kleiner gewordenen Kundenkreis.

In den Jahren 2007 und 2008 wurden laut dem Automobilforscher Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen jeweils rund 5000 Supersportwagen in Deutschland verkauft. 2009 werden es voraussichtlich nur noch 2500 sein. "Die Zahl hat sich durch die Krise halbiert.“dpa/mv/dj



Erschienen am 24.08.2009

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