24.02.13

Zukunftsvision

In diesem Auto gibt es ausschließlich Stehplätze

Genf ist die gefühlte Hauptstadt des Staus. Dieses Ärgernis hat die Firma Rinspeed zum Anlass genommen und eine Studie für den diesjährigen Autosalon entwickelt. Eine Revolution für den Stadtverkehr.

Von Holger Holzer
Foto: Rinspeed

Die Schweizer Firma Rinspeed ist immer gut für außergewöhnliche Visionen. Mit dem kastenförmigen Minibus Micromax wollen sie den Stadtverkehr revolutionieren.

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Die Plane über seiner Genf-Premiere für 2013 hatte der Tuner Rinspeed schon Ende vergangenen Jahres gelupft. Das spektakuläre Steh-Auto, das sich darunter verbirgt, ist aber nun ein Teil des Mobilitätskonzepts, mit der die Schweizer auf ihrer Heimatmesse diesmal für Furore sorgen wollen.

Der kastenförmige Kleinbus Micromax mit Elektroantrieb ist kaum länger als ein Fiat 500, bietet aber Platz für vier Erwachsene, ein Kind und jede Menge Gepäck. Der Trick des nur 3,60 Meter langen Mini-Mobils: die Insassen sitzen nicht mit angewinkelten Beinen, sondern schnallen sich an speziellen Stehsitzen fest.

So verbrauchen sie weniger Innenraumfläche. Zum Ausgleich wächst die Fahrzeughöhe auf stolze 2,20 Meter.

Für lange Reisen eignet sich das Steh-Auto dadurch zwar nicht. Das ist aber auch gar nicht das Ziel; vielmehr hat Rinspeed den Einsatz im Rahmen von Mitfahrzentralen im Blick und den kleinen Bus daher einen Anschluss an die Daten-Cloud verpasst.

Micromax, das ideale Carsharing-Auto

So soll sich jeder Micromax mit jedem anderen koppeln können. Ziel: die Bildung eine Art von Schwarm-Intelligenz.

Der Gedanke ist einfach: Jeder Micromax fungiert zwar als Privatfahrzeug, wird durch die Online-Anbindung aber auch zum perfekten Carsharing-Auto. Wer allein fährt, freut sich über Wendigkeit und geringen Parkraumbedarf, kann aber jederzeit und unkompliziert bis zu drei Erwachsene Mitfahrer einladen, die über eine App nach einer Beförderungsmöglichkeit suchen.

Ein zentraler Computer übernimmt ähnlich wie eine Taxi-Zentrale das Disponieren der Fahrzeuge. Die passenden Routen sucht sich der Micromax mit Hilfe der Informationen seiner automobilen Geschwister. Staus können so umfahren werden, vor Gefahrenstellen warnt man sich gegenseitig.

Anregungen für den Verkehr der Zukunft

Den Antrieb übernimmt ein nicht näher bezeichneter Elektromotor. Reichweite und Höchstgeschwindigkeit sind dem Einsatz im Stadtverkehr angepasst. Alternativ zum Personentransport könnte der Micromax mit entsprechenden Umbauten auch als Taxi oder Lieferwagen genutzt werden.

In Serie gebaut wird der kleine Bus zunächst nicht. Wie die anderen Genf-Studien von Rinspeed ist er eher ein visionäres Fingerspiel, das Anregungen für den Verkehr der Zukunft geben will.

Anfang dieses Jahres hatten die Schweizer auf ihrer Heimatmesse einen elektrisch angetriebenen Smart vorgestellt, der dank eines fugenlos andockbaren Anhängers mit Zusatzbatterie auch Langstrecken emissionsfrei zurücklegen kann. 2011 gab es den aus nachwachsenden Rohstoffen gebauten Kleinwagen Bamboo zu sehen, 2010 einen E-Kleinstwagen, der für den Transport per Bahn optimiert war.

Quelle: sp-x
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