19.02.13

James-Bond-Auto

Prinz Charles bekommt BMW-760-Spezialanfertigung

Nachtsichtgerät, Fernsteuerung aus 150 Meter Entfernung, Maschinengewehre: Alles eingebaut in Prinz Charles' neuem Dienstwagen. Mit dem BMW 760 hat er einen Tabubruch begangen, denn er fährt deutsch.

Foto: Getty/BMW

Prince Charles fährt bald einen BMW und damit ein deutsches Auto
Prinz Charles fährt bald einen BMW und damit ein deutsches Auto

Hätte Camilla bloß das Fenster zugemacht vor zweieinhalb Jahren! Dann hätte Prinz Charles diesen Ärger jetzt nicht. Im Herbst 2010 waren der britische Thronfolger und seine Ehefrau mit ihrem Jaguar mitten in eine gewalttätige Demonstration gegen höhere Studiengebühren geraten.

Farbbomben und Flaschen prasselten auf den Wagen ein. Durch ein offenes Fenster attackierte ein Randalierer Camilla mit einer Holzlatte. Zu viel Aufregung für Scotland Yard – ein ordentliches Auto musste her. Und wer baut die besten Autos? The Germans, genau.

Wie die altehrwürdige "Times" berichtet, ließ sich die Londoner Polizei bereits im Dezember eine Spezialanfertigung des BMW 760 liefern. Das James-Bond-artige Gefährt soll künftig Prinz Charles als Dienstwagen dienen.

Für die Royals kommt das immerhin einem Tabubruch gleich: Bislang fuhr man im Hause Windsor zu offiziellen Anlässen ausschließlich englische Fabrikate. Allerdings: Deutsche Autos kauften sich die Royals gern privat, hauptsächlich Audi.

Nachtsichtgerät und Fernsteuerung

Der BMW für Prinz Charles erinnert sehr an die Dienstwagen von Agent 007. Nachtsichtgerät, Fernsteuerung aus 150 Meter Entfernung, Maschinengewehre – alles eingebaut. Fängt das Auto Feuer, löscht es den Brandherd automatisch. Sensoren schlagen Alarm, sollten sich giftige Gase im oder außerhalb des Autos befinden. Automatisch schließen sich alle Fenster.

Durch einen speziellen Sauerstofftank wird der Innenraum mit frischer Luft versorgt. Einen Grund, das Fenster aufzumachen, gibt es nicht mehr. Mikrofone erlauben den Insassen, mit Menschen außerhalb des Wagens zu sprechen. Bei Entführungen kann der Kofferraum von einer Polizeizentrale per Funk geöffnet werden.

So wird verhindert, dass Kidnapper das Prinzenpaar einschließen könnten. BMW kann die royale PR gut gebrauchen. Das Unternehmen kündigte gerade an, weltweit 750.000 Autos zurückzurufen.

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