08.02.13

Oldtimer-Auktion

Der Bentley brachte Geld, der Bugatti nicht

Bei der Versteigerung des Auktionshauses Bonhams im Pariser Grand Palais waren 100 Motorräder und 125 Autos im Angebot. Die meisten erzielten gute Preise, doch das teuerste Modell hatte ein Problem.

Von Stefan Anker
Foto: AFP

Bei der Versteigerung des Auktionshauses Bonhams im Pariser Grand Palais waren 100 Motorräder und 125 Autos im Angebot. Dieser Bentley 6,5 Litre Speed Six Tourer von 1929 gewann schon die 24 Stunden von Le Mans, wurde in den 90er-Jahren vom deutschen Sammler Helmut Karbe übernommen und für die Rallye „Um die Welt in 80 Tagen“ im Jahr 2000 präpariert. Jetzt fand das Auto einen neuen Besitzer und erzielte mit 828.000 Euro den höchsten Preis der Auktion.

15 Bilder

Vielleicht sitzt einfach das Geld nicht mehr so locker. Jedenfalls gab es bei der Oldtimer-Versteigerung des Auktionshauses Bonhams im Pariser Grand Palais eine kleine Überraschung, als das begehrenswerteste Auto aufgerufen wurde.

Dabei hatte alles so gut begonnen. Nachdem 200 Automobilia (Plakate, Modelle, Ersatzteile) aufgerufen worden waren und 84 der 100 angebotenen Motorräder neue Besitzer gefunden hatten, kam der Auktionator zum Wesentlichen: den 125 alten Autos.

Aber möglicherweise war schon das Ergebnis des ersten versteigerten Modells, eines Panhard et Levassor, ein Hinweis auf das, was sich da anbahnte. Denn der X72 Limousine Berlinique von 1934 ging für vergleichsweise günstige 9200 Euro weg.

Nur 13.800 Euro für einen 1956er Ford

Auch danach konnten Oldtimerfreunde preiswert in ihr Hobby einsteigen, etwa mit einem 1956er Fiat 600 Multipla für 8050 Euro oder einem ebenfalls 1956 gebauten Ford Fairlane für nur 13.800 Euro.

Erst jetzt zogen die Preise langsam an: 28.750 Euro für einen 1948er Peugeot, 55.200 für einen 1970er Lamborghini, und ein Porsche 911 von 1975 brachte immerhin schon 77.050 Euro.

Trotzdem: Das war Vorgeplänkel. Mit Los Nummer 501 hatte der Auktionator begonnen, auf die Nummer 562 warteten alle. Ein Bugatti stand da, Typ 54 von 1931, ausgestattet mit einem 4,9 Liter großen Kompressormotor. Und, viel wichtiger: ein Siegertyp.

Schätzpreis bis zu 3,5 Millionen

Nur zweimal wurde dieses Auto überhaupt gebaut, und der zur Versteigerung stehende Wagen hatte 1931 unter dem italienischen Rennfahrer Achille Varzi den Grand Prix in Monza gewonnen.

Diese Historie und der extrem gute Zustand des Wagens sollten ihn zu einem Höhepunkt der Veranstaltung machen, auf 2,5 bis 3,5 Millionen Euro war der Bugatti zuvor geschätzt worden.

Einen Käufer aber fand er genauso wenig wie 38 andere der angebotenen Autos. Mit einem Umsatz von knapp 13 Millionen Euro zeigte sich Bonhams trotzdem einigermaßen zufrieden.

Teuerstes Auto der Auktion war ein Bentley 6,5 Litre Speed Six Tourer mit 828.000 Euro. Wenn man die Schätzung für den Bugatti berücksichtigt, kann man dazu nur ein Wort sagen: Schnäppchen.

"Welt"-Reporter Stefan Anker twittert regelmäßig spontane Autonews und Beobachtungen aus Auto- und Testalltag. Er freut sich, wenn Sie hier klicken und ihm folgen. Oder Sie schauen auf seiner Facebook-Seite vorbei.

© Berliner Morgenpost 2014 - Alle Rechte vorbehalten
P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie Fan von der Berliner Morgenpost.
Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Multimedia
Sportwagen-Ikone

Corvette – eine Legende wird 60

Top-Thema
title
Die besten Berlin-Videos

Das sind die Youtube-Favoriten der Redaktion.

Video Nachrichten mehr
Kult-Kalender Bei Pirelli dreht sich diesmal alles um Fetisch
Ausgestopft Hier lebt Eisbär Knut ewig weiter
Pakistan Lynchmord wegen Facebook-Kommentar
Yukos-Urteil Russland muss Mega-Schadenersatz zahlen
Top Bildershows mehr
Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Fotogalerie

Das sind die Berliner Bilder des Tages

Solinger Uhrenmodel

Ben Dahlhaus, der Hype um das neue Sex-Symbol

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote