05.02.13

Pannenhilfe

ADAC half im Jahr 2012 so oft wie fast noch nie

Mehr als vier Millionen Einsätze verzeichneten die Helfer des Clubs im vergangenen Jahr, unter anderem wegen des strengen Winters. Der Club trägt dem Ansturm Rechnung – und will Personal einstellen.

Foto: dpa

Diagnose am Straßenrand – in sechs von sieben Fällen konnten die Pannenhelfer im Jahr 2012 das Auto wieder flott machen
Diagnose am Straßenrand – in sechs von sieben Fällen konnten die Pannenhelfer im Jahr 2012 das Auto wieder flott machen

Leere Batterien, platte Reifen oder im Auto vergessene Schlüssel: Rund 4,17 Millionen Mal waren die Pannenhelfer des ADAC im vergangenen Jahr im Einsatz, um liegengebliebenen Autofahrern zu helfen. Das war die zweithöchste Einsatzzahl in der Geschichte des Autoclubs – nur 2010 wurden die "Gelben Engel" noch häufiger gerufen, nämlich 4,25 Millionen Mal. Schuld an der hohen Zahl von Einsätzen ist unter anderem der strenge Frost im vergangenen Februar, der viele Autos lahmlegte.

Pannenursache Nummer eins waren auch im Jahr 2012 defekte oder leere Batterien. Sie spielten in rund 686.000 Fällen eine Rolle. In 137.000 Fällen mussten sich die Pannenhelfer um kaputte Reifen kümmern, an dritter Stelle folgten defekte Anlasser mit 85.000 Fälle.

In etwa sechs von sieben Fällen gelang es den Helfern, die defekten Fahrzeuge an Ort und Stelle wieder flott für die Weiterfahrt zu machen. Bei 85 Prozent lag die Quote, ein Prozent mehr als im Vorjahr.

Auch neue Autos sind nicht pannenfrei

Vor allem in den ersten beiden Februarwochen 2012 hatten die Helfer bei Temperaturen bis zu minus 20 Grad alle Hände voll zu tun. Zahlreiche Autos sprangen nicht an. Bei rund 7000 Dieselfahrzeugen versulzte sogar der Kraftstofffilter – das passiert dann, wenn aus dem Kraftstoff Paraffin ausflockt, entweder bei extremen Minusgraden oder dann, wenn noch Sommerdiesel im Tank ist. Allein am 2. Februar mussten die "Gelben Engel" rund 27 500-mal ausrücken.

Pannen betreffen dabei bei weitem nicht nur ältere Fahrzeuge. Moderne Autos seien kein Garant für eine pannenfreie Fahrt, sagte ADAC-Sprecher Christian Buric. "Die Autos werden in vielen Fällen besser. Aber das heißt nicht immer, dass die Pannenanfälligkeit abnimmt."

Schon seit Jahren haben die Pannenhelfer des Autoclubs immer mehr zu tun. Das liegt zum einen daran, dass die Zahl der Autos auf deutschen Straßen immer weiter steigt. Zum anderem daran, dass der Club Mitglieder hinzu gewinnt – mit mehr als 18 Millionen von ihnen ist der ADAC nach eigenen Angaben der zweitgrößte Autoclub der Welt.

Der steigenden Zahl an Einsätzen will der Automobilclub Rechnung tragen. Er sucht 100 zusätzliche Helfer, zusätzlich zu den 1600, die bereits für den ADAC arbeiten.

Quelle: dpa
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