04.02.13

Sportmodell

Polo R WRC Street – VWs Rallyebolide für die Straße

Bei der Rallye Monte Carlo hat VW Platz zwei belegt, jetzt kommt das Basismodell zu den Händlern. Der Polo R WRC Street schafft Tempo 240 – teurer war ein Kleinwagen aus Wolfsburg noch nie.

Von Benjamin Bessinger
Foto: VW

Er schafft Tempo 243 und kostet fast 34.000 Euro. Denn der Polo R WRC Street ist die Basisversion des Wagens...

9 Bilder

Der VW Polo WRC hat einen fast perfekten Einstand gefeiert: Schon bei seinem allerersten Auftritt im internationalen Rallyezirkus, der Rallye Monte Carlo, belegte Sébastien Ogier mit dem Wagen den zweiten Platz, von der VW-Crew gefeiert wie ein Sieg.

Die Rallye-Autos sind Einzelanfertigungen, mit Allradantrieb, Kunststoffkarosse, sequentiellem Getriebe und einem rund 315 PS starken 1,6-Liter-Motor. Die Kosten pro Stück werden auf rund 350.000 Euro taxiert.

Allerdings muss, wer mit seinem Wagen starten will, ein Basismodell für die Straße vorzeigen, das 2500 Mal produziert und an Kunden verkauft wird. So können VW-Fans in den Genuss des schnellsten und stärksten Polos aller Zeiten kommen – und auch des teuersten.

Fast 34.000 Euro für einen Polo

"Polo R WRC Street" hat VW die Variante getauft, das "WRC" steht wahlweise für "World Rally Car", wie die starken Boliden für die Rennen heißen, oder für "World Rally Championship", die Rallye-Weltmeisterschaft. Die zulassungsfähige Version des Wagens kostet 33.900 Euro und bietet 220 PS, das reicht für Tempo 243 Spitze.

Möglich macht das der Zwei-Liter-Motor aus dem Golf GTI, den die Ingenieure der R GmbH noch ein bisschen getunt haben. Jetzt beginnt der rote Bereich des Drehzahlmessers erst knapp unter 7.000 Touren und der Vierzylinder hängt so willig am Gas, dass man den Fuß kaum vom Pedal nehmen möchte. Nicht mal zum Schalten.

Das muss man auch nicht, oder nur selten. Denn in der Stadt reicht eigentlich der erste Gang, im zweiten kommt man weit über 100 und wenn man den dritten lange genug stehen lässt, sind mehr als 150 Stundenkilometer drin. Natürlich wird der schnelle Polo dann ein bisschen laut und den Normverbrauch von 7,5 Liter dürfte man dann in etwa verdoppeln, aber wer sich diese Art Kleinwagen anschafft, tut das sicher nicht, weil sie so sparsam ist.

Überraschungen auf der Autobahn

Kleines Auto, großer Motor – diese Kombination garantiert imposante Fahrleistungen. Denn der Polo ist deutlich leichter als der Golf GTI, von dem er sich den Motor geborgt hat. Entsprechend ist er auch deutlich agiler. Den Sprint von null auf 100 erledigt er in 6,4 Sekunden und er ist ein Auto, das andere auf der Autobahn ziemlich überraschen kann.

Denn wer rechnet schon mit einem Polo bei Tempo 240? Übrigens ist der Straßen-Polo damit auch schneller als das Rallye-Auto. Denn das beschleunigt dank kürzerer Übersetzung nur bis höchstens 200 km/h – auf den engen, kleinen Straßen, auf denen er unterwegs ist, kann auch ein Renn-Profi nicht schneller fahren.

Dafür hat das Rallye-Auto Allrad und die Straßenversion nur reinen Frontantrieb. Damit die Kraft trotzdem auf die Straße kommt, hat VW das Fahrwerk spürbar strammer angestimmt und den Wagen um zwei Zentimeter tiefer gelegt. Damit liegt der Wagen satt, trotzdem ist Komfort erhalten geblieben.

Beim Anfahren greift das ESP ein

Und trotz allem braucht der "Polo R WRC Street" einen Fahrer, der weiß, was er tut. Denn auf holprigen Strecken tänzelt der Vorderwagen und wer zügig anfährt, sieht die ESP-Leuchte flackern.

Unter dem Blech ist der Polo ein ernstzunehmender Sportwagen. Und auch innen lassen eng geschnittenn Sitze und Sportlenkrad keinen Zweifel an seiner Bestimmung. Um so amüsanter, dass das Modell trotzdem vergleichsweise leise auftritt: Zierstreifen, Embleme, sehr dezente Spoiler – auf den ersten Blick sieht das Rallye-Basismodell kaum anders aus als das brave Normal-Modell.

Rallye-Fans könnten die Kriegsbemalung des echten Rennwagens vermissen, nicht zuletzt die Farben des Sponsors "Red Bull". Aber so etwas kann einem jeder Folienbeschrifter machen.

Quelle: sp-x
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