25.01.13

Geländewagen

Der Subaru Forester spielt am liebsten im Matsch

Der japanische Hersteller geht technisch traditionell eigene Wege. Nun bringt Subaru die neue Generation seines Mittelklässlers auf den Markt, natürlich mit Boxermotoren und Allradantrieb.

Foto: Subaru

Er sieht nicht nur nach Gelände aus, sondern er wird auch mit ihm fertig. Steigungen wie diese sind für den Subaru Forester nur als Fotokulisse erwähnenswert.

7 Bilder

Der Subaru Forester ist in Deutschland das klassische Nischen-Auto. Optisch nicht sonderlich spektakulär, dafür aber mit Allradantrieb, wurde er schon immer von denjenigen geliebt, die einen Wagen zum Arbeiten brauchten, nicht zum Angeben. Weil sie in den Bergen wohnten, Jäger waren oder Förster – oder andere Gründe hatten, öfter auf schlammigen Feld- und Waldwegen unterwegs zu sein.

Allradantrieb in allen Modellen war viele Jahre eine Art Markenzeichen von Subaru, genauso wie die Tatsache, dass man nur Boxermotoren verbaut. Solche Sonderwege machen einen nicht zum VW-Konkurrenten, haben Subaru aber eine treue Fangemeinde geschaffen, regelmäßig gewinnt man Rankings zur Kundenzufriedenheit.

Erst ein Kombi, inzwischen ein SUV

Ende März kommt die vierte Generation des Forester zu den Händlern. Dem Trend folgend, haben die Japaner das Auto schon in der jetzt auslaufenden Baureihe von Kombi auf SUV umgewidmet, auch der kommende Forrester setzt das fort.

Außerdem ist er ein Stück größer geworden, 4,60 Meter Länge setzen den Mittelklässler stärker als bisher von kleineren XV ab. Und, zumindest auf den ersten Blick. ist auch der Preis ein wenig geklettert: 28.900 Euro verlangt Subaru zur Markteinführung. Allerdings fehlt dann noch die Basisvariante, die bisher für knapp 25.000 Euro zu haben war.

Im Gelände ist der Forester in seinem Element

Der Allradantrieb war beim Forester nie ein modisches Feature wie bei anderen, soften SUV. Er ist für ernsthafte Arbeit gebaut, was sich auch beim neuen Modell zeigt: Steigungen und steile Abfahrten auf rutschigem Untergrund meistert er problemlos.

Hat man das X-Mode genannte Kontrollsystem an Bord, passt die Elektronik auf Knopfdruck Motorsteuerung, Drehmomentverlauf und Bremsleistung den Fahrbahnverhältnissen an. Der Fahrer kann sich ganz aufs Lenken konzentrieren. Ebenfalls an Bord sind nun eine Berganfahr- und eine Bergabfahrhilfe sowie ein Gespann-Stabilisierungssystem für Fahrten mit Anhänger. Bis zu zwei Tonnen darf der neue Forrester ziehen.

Chichi können andere besser

Und noch etwas zeigt, dass der Forester am stärksten ist, wenn er abseits befestigter Straßen bewegt wird: Navigationssysteme können andere besser. Das des Subarus ist recht langsam, die Grafik etwas unübersichtlich.

Im Inneren setzt sich der sachliche Eindruck fort. Zwar fühlt sich der Forester nicht an wie ein reines Nutzfahrzeug, aber auch Chrom-Applikationen und viele praktische Ablagen können nicht ganz dem vorherrschenden Eindruck von dominantem schwarzem Kunststoff entgegenwirken.

Das Platzangebot ist für vier Passagiere aber gut und die hohe Sitzposition ermöglicht dem Fahrer einen guten Rundumblick. Der Kofferraum fasst nun 45 Liter mehr als vorher, macht 505 Liter insgesamt. Bei umgeklappten Rücksitzlehnen sind es knapp 1600 Liter, allerdings ist die Ladefläche nicht ganz eben.

Zwei Motoren sind alte Bekannte

Zwei der Motoren des neuen Forester kennt man schon aus dem Vorgängermodell, sowohl Benziner als auch Diesel sind Boxer, siehe oben. Der Benziner holt 150 PS aus zwei Litern Hubraum, der Diesel schafft mit gleichem Volumen drei PS weniger. Letzterer wurde überarbeitet und ist dadurch nach Norm ein wenig sparsamer, 5,7 Liter auf 100 Kilometer gibt Subaru für ihn an, serienmäßig ist ein Sechsgang-Getriebe.

Auch der Benziner wurde zum Modellwechsel revidiert und bietet nun eine Start-Stopp-Automatik. Gegen Aufpreis kann er stufenlosen CVT-Automatikgetriebe geordert werden. Allerdings keine empfehlenswerte Option, das Fahren fühlt sich dann sehr nach Gummiband an, dank wenig Rückmeldung aus der Lenkung macht das alles weniger Spaß als man gern hätte.

Aber immerhin: Mit sanftem Gasfuß ließ sich bei ersten Testfahrten der angegebene Durchschnittsverbrauch im Benziner von 6,5 Liter zwar nicht erreichen, aber zumindest auf Werte mit einer acht vor dem Komma drücken.

Mit Turbolader und 240 PS

Der stärkste Motor im neuen Forester feiert in der Baureihe dagegen Premiere: ein Zwei-Liter-Benzin-Direkteinspritzer, dem ein Turbo 240 PS verleiht. Hier ist das stufenlose Getriebe ebenfalls an Bord, als Normverbrauch gibt Subaru 8,5 Liter je 100 Kilometer an.

Was den Absatz angeht, ist man bei Subaru bescheiden: 5000 Exemplare würde man im laufenden Jahr in Deutschland gern unter die Leute bringen. Fünf Jahre Garantie und fünf Sterne beim NCAP-Crashtest sind sicher keine schlechten Argumente dafür.

Quelle: sp-x
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