08.01.2013, 15:12

Deutsche Straßen Breite Front gegen Tempolimit auf Autobahnen


Für ein Großteil der Autofahrer indiskutabel: Ein flächendeckendes Tempolimit auf deutschen Autobahnen

Foto: ECKEHARD SCHULZ / AP

Laut einer Umfrage werden Radarfallen von Autofahrern als Abzockmaßnahmen empfunden und nicht als Maßnahme für mehr Sicherheit. Buhmänner der PS-Fraktion sind die Grünen-Politiker.

Das Hauptärgernis der deutschen Autofahrer sind die Radarkontrollen. 95 Prozent von 2000 durch den Automobilclub "Mobil in Deutschland e.V." Befragten waren der Ansicht, dass es bei den Kontrollen nur ums Geld der Autofahrer ginge und nicht um die Verkehrssicherheit.

91 Prozent waren der Meinung, dass die Radarkontrollen unterbunden werden sollen, wenn sie nur zum Auffüllen leerer Haushaltskassen dienen. 77 Prozent aber befürworten sie, wenn sie die Verkehrssicherheit erhöhen.

Weil sich Politiker nicht gegen diese Abzocke einsetzen, kommen diese ebenfalls schlecht weg: 88 Prozent der Autofahrer fühlen sich nicht oder nicht ausreichend von ihnen vertreten. 85 Prozent meinen, dass sie hohe Steuern und Abgaben zahlen und dafür wenig Gegenleistung erhalten. Den Ärger richten die Autofahrer vor allem auf Politiker der Grünen, die sie als autofeindlich eingestellt betrachten.

Nur 14 Prozent wollen E-Autos haben

Auf große Ablehnung stoßen Umweltzonen, da sie nach Meinung von 85 Prozent der Befragten ihren Zweck nicht erfüllen und keinen ökologischen Nutzen bringen. Drei Viertel fordern die Abschaffung dieser Zonen. Gar 90 Prozent sprechen sich gegen eine City-Maut aus.

Mit der Größe des deutschen Autobahnnetzes sind 63 Prozent der Autofahrer zufrieden. Nicht eine Autobahn-Erweiterung sei angesagt, sondern die Instandhaltung der vorhandenen Netzes. Für 66 Prozent ist aber der Zustand der Autobahnen nicht zufriedenstellend. Ein Tempolimit für deutsche Autobahnen lehnen 89 Prozent ab. Hatten vor zwei Jahren bei einer ähnlichen Umfrage noch 14 Prozent damit geliebäugelt, in den nächsten fünf Jahren ein Elektroauto zu kaufen, waren es jetzt nur noch zwölf Prozent.

(mid/du)
Mi, 19.09.2012, 18.11 Uhr

Eine Handy-App, die vor Blitzern warnt, sorgt für Diskussionsstoff. Für Verkehrsminister Peter Ramsauer steht die Sicherheit im Straßenverkehr auch beim Einsatz von Blitzer-Apps an erster Stelle.

Video: Reuters
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