02.01.13

Schnell, teuer, sinnlos

Die neuen PS-Monster von Ferrari, Porsche, McLaren

Leistungen um 800 PS, Beschleunigungen von null auf 100 unter drei Sekunden. Gleich drei neue Supersportwagen der obersten Kategorie kommen in diesem Jahr – für reiche Kunden mit Sinn für Sinnloses

Von Holger Holzer
Foto: Hersteller

Grüne Technik für zügiges Vorankommen: Porsches 918 ist ein Plug-In-Hybrid, der Tempo 326 schafft. Gut 700.000 Euro wird er kosten.

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Das Jahr 2012 war das Jahr des neuen Porsche 911, 2013 könnte das Jahr der Monster werden. Denn gleich drei neue Supersportwagen der obersten Leistungsklasse kommen im gerade angelaufenen Jahr auf den Markt – für die wenigen Glücklichen, die sich einen solchen Wagen leisten können.

Schon im Frühjahr wird Ferrari sein neues Spitzenmodell vorstellen. Knapp zehn Jahre nach der Einstellung der Produktion des legendären Enzo hat der Hersteller damit wieder ein Über-Auto im Programm, über das der Hersteller allerdings derzeit noch kaum etwas verrät.

Formel-Eins-Technik im Straßenwagen

Wer spekulieren will, könnte sich aber Folgendes vorstellen: den Zwölfzylinder, den Ferrari schon im F12 Berlinetta verbaut und der im Spitzenmodell auf etwa 800 PS kommen könnte. Dazu das KERS-Hybridsystem aus der Formel Eins, das Bremsenergie in kurzfristige Beschleunigungsschübe umwandeln kann.

Außerdem eine leichte Karosse aus Alu und Karbon, in Summe könnte das einen Null-auf-100-Wert von unter drei Sekunden ergeben, die Höchstgeschwindigkeit könnte jenseits der 400 km/h liegen. Den Preis dürfte Ferrari entsprechend kalkulieren – schon der Vorgänger Enzo kostete 700.000 Euro, vor zehn Jahren.

Porsche macht grüne Technik schnell

Und auch Porsche zeigt 2013, dass man in Sachen Sportwagen nicht nur den 911 anzubieten hat. Der 918 Spyder, den die Schwaben im Herbst präsentieren, trägt eine Menge Öko-Technik in sich und soll dank ihrer gleichzeitig schnell und vergleichsweise sparsam werden: zwei Elektromotoren mit 129 PS und 116 PS und ein Lithium-Ionen-Akku für die Steckdose machen den Spyder zum wahrscheinlich grünsten Sportwagen der Welt.

Doch außerdem hat der 918 auch noch einen konventionellen Motor, einen V8 mit 580 PS. Alles zusammen bringt den Wagen auf Tempo 325, auch er beschleunigt in weniger als drei Sekunden von null auf 100. Exakt 768.026 Euro hätte man Porsche gerne für das Spitzenmodell, das damit zum schnellsten Auto aus deutscher Produktion wird.

Ein neuer Mythos für McLaren

Das Trio komplettiert eine Marke, die den meisten vor allem als Bauer von Rennwagen bekannt ist. Mit dem Modell P1 bringt McLaren 2013 ein weiteres Auto für die Straße auf den Markt, das den Mythos des McLaren F1 aus den Neunziger Jahren weitertragen soll, der vielen als bester Supersportwagen des 20. Jahrhunderts gilt.

Die technische Basis für den Neuen stellt der McLaren MP4-12C, der seit 2011 ausgeliefert wird. Dessen 3,8-Liter-Biturbo-Benziner kombiniert der P1 mit einem Elektromotor, zu erwarten ist eine Systemleistung irgendwo zwischen 600 und 900 PS.

Vor allem aber soll der neue Wagen extrem hohe Kurvengeschwindigkeiten ermöglichen, durch eine Aerodynamik, die sehr viel Abtrieb erzeugt, den Wagen also durch den Luftstrom an den Boden presst. Und auch hier ist der Preis nichts für schwache Nerven: Weniger als eine Million Euro wird der McLaren P1 wohl nicht kosten.

Jaguar bringt einen 911-Konkurrenten...

Doch auch wer mit (etwas) kleinerem Geldbeutel sportiv unterwegs sein will, der bekommt im gerade begonnenen Jahr neue Optionen. Da wäre etwa der Jaguar-F-Type, der nicht nur im Namen den legendären E-Type der Sechziger und Siebziger beerben soll.

Der kompakte Sportler kommt Mitte des Jahre zunächst als Roadster, er erhält einen neu entwickelten Dreiliter-Motor mit Kompressor-Aufladung. Aus sechs Zylindern schöpft das Aggregat wahlweise 340 oder 380 PS.

Außerdem wird es den F-Type mit dem Achtzylinder geben, der auch den Jaguar XKR antreibtUnd wer es richtig krachen lassen möchte, der bestellt den vom XKR bekannten V8-Motor. Der wird ebenfalls von einem Kompressor mit Luft versorgt, das ergibt 495 PS, 300 km/h Spitze sowie einen Sprint von null auf 100 in glatten vier Sekunden.

…und in Stuttgart revanchiert man sich

Damit positioniert sich der neue Jaguar ziemlich eindeutig als Rivale des 911. Doch auch Porsches Prestige-Baureihe wird 2013 um neue Varianten erweitert, um Coupé und Cabrio als Turbo, von vielen schon sehnsüchtig erwartet. 530 PS liefert der Wagen, den zwei Turbolader mit Luft versorgen, Allrad gibt es serienmäßig, ein Doppelkupplungsgetriebe gegen Aufpreis.

Außerdem rollt im Frühjahr der bereits präsentierte Cayman zu den Händlern. Wie beim offenen Verwandten Boxster gibt es für den Antrieb einen 2,7-Liter-Boxer mit 275 PS, beim stärkeren Cayman S kommt wie schon beim Vorgänger ein 3,4-Liter-Motor zum Einsatz. Der leistet nun 325 PS. Für die Kraftübertragung kann auch hier neben dem manuellen ein Doppelkupplungsgetriebe geordert werden.

Eine neue Corvette zum 60. Geburtstag

Und schließlich wäre da eine Legende, die in die siebte Generation geht. Zum 60. Jubiläum der Baureihe bringt Chevrolet die Corvette C7 heraus. Einen angedachten Mittelmotor hat man verworfen, ein typisch amerikanischer V8 zieht aus 5,5 Litern Hubraum zunächst 440 PS, Varianten mit bis zu 700 PS Leistung dürften folgen.

Optisch geht es bei der Corvette C7 wieder zurück zum schlankeren Stil der Modelle aus den 60er- und 70er-Jahren. Mit Details hält sich der Hersteller bisher zurück, lediglich das leicht modernisierte Markenlogo wird bereits gezeigt. Auf den deutschen Markt kommt die Corvette C7 Ende 2013, die Preise dürften sich auf dem Niveau des rund 76.000 Euro teuren Vorgängers befinden.

Quelle: DWTV
21.11.2012 6:47 min.
Die ersten beiden Serien des Bentley T wurden parallel zum Rolls Royce Silver Shadow 1 gebaut, von 1965 bis 1980. Die zweite Auflage des handgefertigten V8-Motors hatte 6,8 Liter Hubraum und 223 PS.
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