28.12.12

Oberklasse 2013

Mercedes rollt den magischen Teppich aus

Die Schwaben stehen unter Druck. Eine neue S-Klasse und ein umfangreiches Facelift für die E-Klasse sollen zum Befreiungsschlag werden. Doch auch exotischere Marken bringen neue Verführungen heraus.

Von Holger Holzer
Foto: Hersteller

Von ihr hängt für Mercedes im kommenden Jahr einiges ab: Das Design der aktuellen E-Klasse hat nicht nur Freunde, deshalb bessert der Hersteller für 2013 nach. Vor allem das Heck wurde stark geglättet.

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Da können Audi in den A8 und BMW in den Siebener stecken, was sie wollen, selbst die Verkaufszahlen spielen nicht die entscheidende Rolle – gefühlt ist Mercedes' S-Klasse immer noch das Referenzobjekt in der automobilen Oberklasse. Insoweit wird 2013 für Autofreunde mit Sinn für Luxus ein spannendes Jahr werden. Denn Mercedes präsentiert Ende 2013 die neue Generation der S-Klasse.

Für den Konzern ist dieser Termin um so wichtiger, weil Mercedes unter Druck steht. Kritiker bemängeln das Design der Modelle und verweisen darauf, dass andere mehr Umsatzrendite schaffen als die Stuttgarter.

Ein neuer Hybrid mit Mini-Verbrauch

So darf man gespannt sein, was Mercedes alles in sein neues Modell hineinpacken wird. Allein mit Luxus und Prestige ist es in der Oberklasse nicht mehr getan. Sicherheit und mittlerweile auch ein möglichst geringer Verbrauch werden immer wichtiger.

Letzteren soll bei der S-Klasse neben den Dieseln auch ein neuer Hybridantrieb gewährleisten, ein Wert von rund drei Liter Super Verbrauch ist in der Welt, allerdings weiß man nicht, auf welcher Berechnungsgrundlage er entstanden ist.

Laser suchen nach Hindernissen

Unter anderem ein neuartiges Fahrwerk soll außerdem Technik-affinen Kunden als Kaufargument dienen. Dabei tasten Laser die Straßenoberfläche vor den Rädern ab, so dass die Dämpfer sich schon auf kommende Unebenheiten einstellen können. Mercedes nennt die Technik "Magic Carpet".

Noch umfassender als in der aktuellen Generation ist außerdem das Arsenal an Sicherheitsassistenten. So wird es eine Stereo-Kamera geben, die räumliche Bilder liefert und so den Handlungsspielraum der Assistenzsysteme deutlich erweitert. Außerdem kann der Bremsassistent künftig im Kreuzungsbereich Querverkehr und Fußgänger erkennen.

Italienisches für Ästheten

Maserati verkauft seine Autos mit anderen Argumenten. Um in Sachen Assistenzsysteme an der Spitze zu stehen, fehlt es dem Hersteller an Größe und damit an Entwicklungsbudget. Also setzt man auf die Ästheten unter den Autokäufern. Die Form der Luxuslimousine Quattroporte wurde jüngst nachgearbeitet, ab Ende Januar wird das neue Modell ausgeliefert. Unter der Haube trägt es einen bulligem Ferrari-V8 mit zwei Turboladern und 530 PS, ein adaptives Fahrwerk mit Komponenten aus Aluminium bringt die Leistung auf die Straße.

Ein Downsizing auf 3,8 Liter Hubraum soll den Maserati sparsamer machen, außerdem wäre auch ein neuer V6-Biturbo verfügbar. Stilistisch bleibt der Quattroporte sich treu, geht bei ähnlichem Aussehen aber deutlich in die Länge.

So sollen künftig Chinas Eliten zum Umstieg aus der S-Klasse gelockt werden – denn die nehmen am liebsten im Fond Platz. Außerdem konnte dadurch der Kofferraum wachsen, dessen Größe beim Vorgänger kritisiert worden war. Die Preise starten bei 103.000 Euro.

Auch Bentley macht neue Angebote

Was aber machen Kunden, denen ein Benz oder Maserati nicht edel genug ist? Noch eine Preisklasse höher wäre ab Frühjahr 2013 der Bentley Continental Flying Spur verfügbar. Knapp 160.000 Euro dürften für die neue Generation der Luxuslimousine fällig werden.

Wie schon beim bereits 2010 erneuerten Coupé Continental GT und dem 2011 präsentierten Cabrio Continental GTC ändert sich der äußere Auftritt nur marginal. Dafür wird es wohl erstmals einen rund 500 PS starken V8 geben, der bewährte W12-Benziner mit 575 PS bleibt aber weiter verfügbar. Sparsamer soll der Continental Flying Spur geworden sein, aber trotzdem ganz sicher nicht sparsam.

Schönheits-OP für die E-Klasse

Und bei Mercedes soll die neue S-Klasse nicht das einzige Highlight des Jahres sein. Auch die E-Klasse bekommt ein Facelift, das ausgesprochen umfangreich ausgefallen ist. Das Design wird stark geglättet, das Vieraugen-Gesicht entfällt zugunsten einer konventionelleren Scheinwerfereinheit, der Ponton-Schwung am Heck wird ersatzlos gestrichen. Zudem gibt es zahlreiche neue Assistenten aus der kommenden S-Klasse.

Weniger intensiv arbeitet BMW am Fünfer, mit einigen Upgrades bei Limousine und Kombi. Audi fügt der A6-Familie den High-End-Kombi RS6 Avant mit 560 PS hinzu. Einige Monate folgt dem Hochheck das technisch nah verwandte Viertür-Coupé RS7.

Morgen Lesen Sie die Jahresvorschau der SUV-Klasse.

Quelle: DWTV
21.11.12 6:47 min.
Die ersten beiden Serien des Bentley T wurden parallel zum Rolls Royce Silver Shadow 1 gebaut, von 1965 bis 1980. Die zweite Auflage des handgefertigten V8-Motors hatte 6,8 Liter Hubraum und 223 PS.
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