01.01.13

Sonderausstellung

Vom Klavier bis zur Uhr – 40 Jahre Porsche-Design

Der Name Porsche steht nicht nur für Sportwagen. Seit 1972 ist Porsche auch ein Begriff für hochwertiges Industrie-Design. Eine Sonderausstellung im Porsche-Museum erzählt diese Erfolgsgeschichte.

Von Thomas Lang
Foto: Porsche

Eine große Sonderausstellung würdigt noch bis zum 13. Februar die seit 40 Jahren währende Tradition von "Porsche Design“ im Porsche-Museum in Stuttgart-Zuffenhausen. F.A. Porsche entwarf zahlreiche Accessoires wie Uhren, Brillen und Schreibgeräte, aber auch Turnschuhe – immer unter der Marke „Porsche Design“.

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Der Name "Porsche" steht nicht nur für Sportwagen und Hochleistungsfahrzeuge "Made in Germany". Seit 1972 ist Porsche auch ein Begriff für herausragendes Industrie-Design. Im selben Jahr gründete Ferdinand Alexander Porsche das "Porsche Design Studio" in Stuttgart. Bis zum 13. Februar 2013 würdigt eine große Sonderausstellung die 40-jährige Tradition von "Porsche Design" im Porsche Museum in Stuttgart-Zuffenhausen.

Ferdinand Alexander Porsche kam am 11. Dezember 1935 als ältester Sohn von Ferry Porsche und Enkel von Ferdinand Porsche in Stuttgart zur Welt. 1957 trat er als Mitarbeiter im Styling-Studio für die Karosserien bei Porsche ein. Bereits 1962 verantwortete Fredinand Porsche die Design-Abteilung des Sportwagenbauers. Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits die Grundlage für seine Unsterblichkeit als Gestalter gelegt.

Auf der Internationalen Automobilausstellung 1963 in Frankfurt feierte der von ihm gezeichnete Porsche 911 seine Weltpremiere. Auch bei der aktuellen Generation der Sportwagen-Ikone sind noch die konzeptionellen Grundlagen des ursprünglichen Entwurfs des 911 zu erkennen. Diese prägen nicht nur die Identität des Coupés mit dem Sechszylinder-Boxermotor im Heck, sondern die der ganzen Marke.

Eine weltweit führende Luxusmarke

In den 60er-Jahren war Porsche noch ein echtes Familienunternehmen. Während Ferdinand Porsche für das Design zuständig war, leitete sein Vetter Ferdinand Piech die technische Entwicklung. Anfang der 70er fassten Ferry Porsche und seine Schwester Luise Piech den Entschluss, keine Familienmitglieder mehr in der Firmenleitung zu beschäftigen.

Während Ferdinand Piech seine weiteren Karriereschritte bei Audi unternahm, entschloss sich Ferdinand Alexander Porsche zur Selbstständigkeit. Er gründete sein Studio "Porsche Design" in Stuttgart und zog damit 1974 ins österreichische Zell am See.

Im Verlauf der 40-jährigen Geschichte stieg "Porsche Design" zu einer weltweit führenden Luxusmarke auf. Sie ist auf allen fünf Kontinenten mit 120 exklusiven Geschäften vertreten. Ferdinand Alexander Porsche setzte einen Schwerpunkt seiner gestalterischen Arbeit auf die Entwürfe von Männer-Accessoires wie Uhren, Brillen oder Schreibgeräte, die mit ihren unverwechselbaren, zeitlosen Formen längst zu den Klassikern zählen.

Produkte für renommierte Auftraggeber

Unter dem Signum "Design by F. A. Porsche" entstanden zudem zahllose Formen für Industrieprodukte international renommierter Auftraggeber, zum Beispiel für Haushaltsgeräte oder Gebrauchsgüter. Zu den Meilensteinen des "Porsche Design" zählt unter anderem die Armbanduhr "Chronograph I", laut Porsche die erste schwarze Uhr der Welt und gleichzeitig erstes Produkt des jungen Design-Studios.

Die Sonderausstellung im Porsche-Museum präsentiert diese Uhr ebenso wie die Sonnenbrille "P'8478", die inzwischen eine Auflage von mehr als sieben Millionen Stück erreicht hat. Ein weiterer Höhepunkt der Ausstellung ist der Konzert-Flügel, den "Porsche Design" 2003 für die Klavierfabrik "Bösendorfer" entwickelt hat.

Das Instrument symbolisiert mit seiner klaren funktionalen Formsprache, den hochwertigen Materialien und der makellosen Verarbeitung das gesamte Werk des Studios.

Auch Autos von Porsche dürfen nicht fehlen

Natürlich dürfen auch die legendären Porsche-Automobile 911 und 904 Carrera GTS nicht in der Ausstellung fehlen, die dienstags bis sonntags zwischen 8 Uhr und 18 Uhr geöffnet ist. Mittwochs und sonntags bieten die Aussteller zudem jeweils um 15 Uhr einstündige Führungen durch die Ausstellung an.

Ferdinand Alexander Porsche sammelte im Laufe seines kreativen Berufslebens zahllose Ehrungen und Preise ein. 1990 übernahm er von seinem Vater den Vorsitz des Aufsichtsrats bei Porsche und übte diese Position bis 2005 aus. Bis zu seinem Tod am 5. April 2012 im Alter von 76 Jahren blieb er Ehrenvorsitzender der "Dr. Ing h.c. Porsche AG" in Stuttgart.

Quelle: mid
Quelle: DWTV
21.11.12 5:34 min.
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