07.12.12

Dienstwagen

Das neue Papamobil – Ein Benz für Benedikt XVI.

Der Papst erhält ein neues Dienstfahrzeug für seine öffentlichen Auftritte. Im M-Klasse-Geländewagen von Mercedes hat er mehr Raum und soll noch komfortabler aus der großen Kuppel winken können.

Foto: dpa

Papst Benedikt XVI. (l.) bekam von Daimler-Chef Dieter Zetsche das neue „Papamobil“
Papst Benedikt XVI. (l.) bekam von Daimler-Chef Dieter Zetsche das neue "Papamobil"

Daimler-Chef Dieter Zetsche hat dem Oberhaupt der katholischen Kirche in Rom das neue "Papamobil" übergeben. Das gab der schwäbische Automobilhersteller bekannt. Basis des vatikanischen Vehikels ist die Geländelimousine M-Klasse "mit Sonderaufbau", wie Daimler es nennt.

Zu den Extras gehören eine größere Kuppel für mehr Raumangebot und ein komfortablerer Einstieg, mehr Glas für bessere Rundumsicht, großzügig beleuchteter Innenhimmel und ein Thron "mit dem gestickten Wappen des Heiligen Vaters". Die Schwaben beliefern den päpstlichen Fuhrpark seit 1930.

"Es ist eine Ehre für Mercedes-Benz, Seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI. auch in Zukunft mit unserem neuen Papamobil auf seinen Reisen zu begleiten", sagte Zetsche bei der Übergabe. Wie schon die Vorgängermodelle ist auch die Karosserie des neuen Papamobils diamantweiß lackiert.

Besser zu transportieren

Um den häufigen Transport der umgebauten M-Klasse im Flugzeug zu erleichtern, verringerte Mercedes-Benz die Gesamthöhe des Fahrzeugs um einige Zentimeter. Der Thron, das zentrale Designelement im Inneren, ist mit dem gestickten Wappen des Heiligen Vaters versehen. Bereits vor neun Monaten haben die Arbeiten am neuen Papamobil begonnen.

Der erste Mercedes-Benz für einen Papst war eine Nürburg 460 Pullman-Limousine für Pius XI. im Jahr 1930. In den 1960er Jahren erhielt Johannes XXIII. ein 300d Landaulet als Cabrio mit Automatikgetriebe. Nach ihm nutzte Paul VI. erst einen Mercedes-Benz 600 Pullman-Landaulet, später dann einen 300 SEL.

Ab den 1980er Jahren fuhr Johannes Paul II. erstmals mit einem auch so bezeichneten "Papamobil", einer umgebauten G-Klasse, zu den Feierlichkeiten auf dem Petersplatz. Ab 2002 war er meist im Vorgängermodell des neuen Papamobils unterwegs, das bisher auch Benedikt XVI. nutzte. Die Papamobile sind nach Ende ihrer Einsatzzeit in der Sammlung des Vatikans und im Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart zu sehen.

Quelle: dpa/du
Foto: Daimler

Sicherer reisen: Nach dem Attentat auf Johannes Paul II. 1981 wurde die Sicherheit verschärft. Die G-Klasse erhielt einen Aufbau mit schusssicherem Glas.

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