29.11.12

Land Rover

Ein SUV mit Rückfahrkamera fürs Gelände

Der Freelander ist kernig – und die günstigste Art, Land Rover zu fahren. Der Hersteller hat dem Wagen jetzt ein bisschen mehr Komfort spendiert. Verweichlicht fühlt er sich aber immer noch nicht an.

Von Elfriede Munsch
Foto: Land Rover

Mit solchen Bildern bewerben Hersteller ihre SUV gerne. Aber immerhin schafft es der Freelander durch halbmetertiefe Wasserlöcher.

9 Bilder

Es gibt ja zwei Arten, ein SUV zu positionieren. Die einen sind die funkelnden Geländegänger für den Boulevard, die zwar oft über einen Allradantrieb verfügen, aber damit über Stock und Stein? Lieber nicht, da könnte ja der Lack leiden. Die anderen, das sind die echten Arbeitspferde, bei denen man die schlammigen Gummistiefel im Kofferraum vermutet und denen Kratzer und Dellen eher zur Ehre gereichen.

Mit dem Defender hat Land Rover den Mitbegründer der zweiten Kategorie im Sortiment. Und auch der Freelander, das Einstiegmodell der Briten, gehört eindeutig in die Kategorie der Fahrzeuge, die nicht nur ins Gelände gefahren werden könnten, sondern deren Besitzer das überraschend oft auch wirklich tun.

LED-Leuchten verraten das Facelift

Seit 2007 ist die aktuelle Generation des Freelander auf dem Markt, jetzt hat der Hersteller dem Modell eine Überarbeitung angedeihen lassen. Und auch wenn der Wagen ein kerniger Kerl geblieben ist, ein wenig mehr Komfort haben die Briten im Rahmen des Facelifts gegönnt.

Optisch unterscheidet sich die überarbeitete Version vom Vorgängermodell vor allem durch LED-Leuchteinheiten an Front und Heck. Die markante bullige Form ist erhalten geblieben. Im Innenraum wurde das Kombi-Instrument um ein fünf Zoll großes Display erweitert, außerdem wurde die Mittelkonsole modernisiert.

Die Kraft geht flexibel an vier Räder

Gestartet wird der Freelander nun per Knopfdruck, der Schlüssel kann in der Tasche bleiben. Für mehr Komfort sorgen, wenn der Käufer es wünscht und bezahlt, eine Rückfahrkamera, moderne Audiosysteme sowie eine Standheizung. Ledersitze gibt es ebenfalls.

Die Verteilung der Antriebskraft auf die vier Räder erledigt beim Allradler ein Haldex-Differential, das die Kraft flexibel zwischen den Achsen aufteilt. Außerdem kann der Land Rover bis zu 22 Zentimeter hohe Hindernisse zwischen die Räder nehmen und 50 Zentimeter tiefes Wasser durchqueren, ohne dass der Wagen dabei zu Schaden kommt.

Frontantrieb ist unbeliebt

Anpassen an die Situation lässt sich der Freelander mit den vier Fahrprogrammen Normalfahrt, Gras/Schotter/Schnee, Schlamm und Spurrillen sowie Sand. Wer unbedingt möchte, kann ihn übrigens auch als reinen Fronttriebler kaufen, was allerdings nur fünf Prozent der Kunden tun.

Mehr als 90 Prozent aller verkauften Freelander tragen außerdem einen Dieselmotor unter der Haube. Wer mit der Mehrheit geht und den Selbstzünder wählt, der erhält einen 2,2-Liter, den es mit 150 und 190 PS gibt.

Der Benziner ist souverän und durstig

Der Benziner hat ein wenig mehr Leistung zu bieten. Exakt 240 PS sind es, die der Zwei-Liter-Turbo mobilisiert, den Land Rover auch in den Evoque einbaut. Der aufgeladene Vierzylinder ersetzt den bisher verbauten Sechszylinder, er kostet ab 37.300 Euro inklusive Allradantrieb.

Der Turbo ist an eine Sechsstufen-Automatik gekoppelt und verbraucht rund einen Liter weniger als der alte Sechszylinder. Direkt sparsam ist er allerdings immer noch nicht: 9,6 Liter schluckt er nach Norm, macht 224 Gramm CO 2 je Kilometer. Dafür beschleunigt er den Geländewagen aber auch in knapp neun Sekunden von null auf 100. 340 Newtonmeter Drehmoment sorgen für Souveränität, die Automatik schaltet butterweich.

Der Diesel spart Kosten

Nur der Blick auf den Bordcomputer trübt dabei die Stimmung. Denn der zeigt beim Test Verbrauchswerte um zwölf Liter an. Dazu muss man zwar sagen, dass es längere Zeit schnell über die Autobahn ging.

Aber trotzdem dürfte auch dieser Benziner im Freelander die Dieselquote nicht gravierend senken. Denn der Selbstzünder ist in jeder Hinsicht günstiger.

Er ist nicht nur sparsamer, sondern mit Allrad und Sechsganggetriebe gibt es ihn bereits ab 29.900 Euro, wenn auch mit weniger Serienausstattung als den Benziner. So dürfte der Benziner ein Angebot für Märkte bleiben, auf denen man mit Dieselfahrzeugen traditionell nichts anfangen kann.

Quelle: sp-x
Quelle: dapd
23.04.12 0:59 min.
Ex-Spice-Girl und Modesignerin Vic Beckham hat einen Geländewagen mitentworfen. Für die britische Autofirma Land Rover gestaltete sie in Zusammenarbeit mit dem Chef-Designer den neuen Range Rover.
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