23.11.12

Messeneuheiten

Die spektakulärsten Premieren der LA Auto Show

In Los Angeles findet die letzte große Automesse des Jahres statt, traditionell ein Ort für spektakuläre Modelle. 40 Premieren sind angekündigt – auch von Porsche, VW und Lamborghini.

Foto: Lamborghini

Ein offenes Auto mit 700 PS – der Lamborghini Aventador LP-700-4 kultiviert das Übermaß. Das gilt auch für den Preis: 357.000 Euro.

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Los Angeles ist nicht gerade die Stadt des Understatements. Deshalb sieht man im Straßenbild viele auffällige Autos: Sportwagen, Cabrios, große SUV. Das färbt auch auf die lokale Automesse ab – und so zeigen die Hersteller auf der LA Auto Show, die am 30. November ihre Türen öffnet, vieles Neue, das schnell und spektakulär ist.

Rund 40 Premieren sind angekündigt, auch die deutschen Hersteller sind dabei. In der ersten Reihe steht dabei Porsche, die am Pazifik zum ersten Mal die neue Generation des Cayman zeigen werden. Der neue Sportwagen soll leichter und stärker werden als sein Vorgänger, dabei aber weniger verbrauchen.

Technisch ist das Coupé dem Anfang des Jahres neu vorgestellten Boxster recht ähnlich, deshalb wird auch der Cayman von einem Sechszylinder-Boxermotor mit mindestens 265 PS angetrieben. Die stärkere S-Variante kommt auf 315 PS. Direkteinspritzung, Start-Stopp-System und Rekuperation sind Standard, optional gibt es ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe.

Audi will den Diesel durchsetzen

Dagegen ist Audi im missionarischen Auftrag unterwegs, es gilt den amerikanischen Käufern Dieselmotoren schmackhaft zu machen. In Los Angeles zeigt man Selbstzündervarianten von A6, A7, A8 und Q5 – für deutsche Kunden nicht neu, für amerikanische aber eben doch.

Dagegen ist Leistung das Argument für den neuen Jaguar XFR-S. Die schnelle Limousine tritt in Konkurrenz zu BMW M5 und der AMG-Variante der Mercedes-E-Klasse. Das tut der Jaguar mit einem aufgeladenen Achtzylinder mit fünf Litern Hubraum. 550 PS sorgen damit für Vortrieb auf den tempolimitierten Highways.

Ein Cabrio mit 700 PS

Auf Sparkurs wiederum ist BMW unterwegs. Man zeigt das elektrische angetriebene Concept Car BMW i4. Der kompakte Fünftürer soll sportlicher sein als der bereits bekannte i4, dank Karbonhülle außerdem so leicht, dass rund 170 PS für sehr viel Fahrspaß ausreichen.

Den dürfte auch ein Modell versprechen, das selbst auf den Boulevards von Los Angeles die Blicke auf sich ziehen dürfte: Mit dem neuen Aventador LP-700-4 Roadster präsentiert Lamborghini auf der Show wieder einen offenen Supersportwagen. Allerdings hat der Zweisitzer kein Faltdach, sondern ein aus Karbon gefertigtes Hardtop.

Lamborghini mit Zwölfzylinder

Das wiegt weniger als sechs Kilogramm und kann mit einigen Handgriffen im Gepäckfach verstaut werden. Als Antrieb dient der aus dem Coupé bekannte 6,5-Liter-V12-Mittelmotor mit 700 PS, in Verbindung mit einem automatisierten Siebengang-Getriebe bringt er den Wagen in drei Sekunden von null auf 100 km/h – eine Zehntel langsamer als die Coupéversion.

Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 350 Stundenkilometer. 357.000 Euro muss man für die offenen Lamborghini anlegen, 44.000 mehr als für die geschlossene Variante.

Mehr Leistung für den SLS AMG

In einer ähnlichen Leistungsklasse bewegt sich der Mercedes SLS AMG Black Series, der in L.A. ebenfalls seine Weltpremiere feiert. Gegenüber dem Normal-SLS hat der Black Series einige Spoiler und 60 PS mehr, was in absoluten Zahlen 631 Pferdestärken ergibt. Im leistungsgesteigerten Modell dreht der 6,2-Liter-V8 hoch bis 8.000 Umdrehungen pro Minute, Ventiltrieb, Ansaugluftführung und Motormanagement wurden modifiziert.

Auch der SLS AMG Black Series verfügt über ein Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, beschleunigt in 3,6 Sekunden von null auf 100, ist aber mit 315 km/h Spitze sogar zwei Stundenkilometer langsamer als der Normal-SLS – der Flügel sorgt zwar für Abtrieb, erhöht aber auch den Luftwiderstand.

Ein elektrischer Cinquecento

A propos Luft: Die gibt es auch im Fiat 500 Abarth Cabrio. Der kleine Italiener ist mit einem 1,4-Liter-Turbobenziner ausgestattet, der 140 PS leistet – genug, um in dem kleinen Wagen geschwind unterwegs zu sein. Außerdem bieten die Italiener die Elektroversion 500e jetzt auch für die USA an.

Ein Mitbewerber dafür ist der Chevrolet Spark EV, ein Elektrofahrzeug, das mit aggressivem Styling aus der Masse der Kleinstwagen heraussticht. Ein leichtes Lifting soll das nun noch einmal unterstreichen. Ford stellt neben einer neuen US-Transit-Version erstmals seinen sparsamem Dreizylinder im Fiesta vor.

SUV passen in die USA

Acura, die Nobeltochter von Honda, zeigt in Kalifornien den neuen RLX, eine klassische Limousine. Als Antrieb dient ein Hybrid aus Elektro- und 3,5-Liter-V6 mit rund 370 PS, der an ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe gekoppelt ist. Ebenfalls in Planung ist ein Benziner ohne Hybrid, der dann 310 PS leisten würde. Auch die US-Version des Civic feiert an der Pazifikküste ihre Premiere.

Außerdem zeigt Toyota seinen neuen RAV4, mit geändertem Design und sparsameren Motoren. Und Subaru legt den Forester neu auf. Das Kompakt-SUV wächst leicht in den Abmessungen, erhält eine geänderte Hülle und einen neuen Top-Motor. Typisch Subaru ist es ein Boxer, mit zwei Litern Hubraum, Turbolader und Direkteinspritzung – macht 240 PS Leistung.

Alternativ gibt es im Forester einen Zwei-Liter-Saugbenziner mit 150 PS und einen Diesel mit ebenfalls zwei Litern Hubraum und 147 PS. Allradantrieb ist immer dabei.

Offener Beetle als Sonderangebot

Der neue Mitsubishi Outlander feiert ebenfalls seinen Einstand in den Staaten, ein SUV, das auch ein Kombi sein will. Wahlweise gibt es den Wagen mit fünf oder mit sieben Plätzen, zum Start treibt ihn ein Zwei-Liter-Benziner an, mit Handschaltung und mit wahlweise Front- oder Allradantrieb.

Start-Stopp und Automatik gibt es gegen Aufpreis, im kommenden Jahr wird es den Japaner außerdem mit der Kombination von Plug-in-Hybridtechnik und Allradantrieb geben. Die elektrische Reichweite soll dann bis zu 50 Kilometer betragen.

Und noch ein Modell feiert in Los Angeles seine Premiere, das perfekt ins sonnig-entspannte Kalifornien passt: Beim VW Beetle Cabrio gibt es optisch keine Überraschungen, bis auf das traditionelle Stoffdach gleicht der Oben-Ohne-Käfer der Coupé-Version aufs Haar. Die Preise dürften rund 4.500 Euro über denen der geschlossenen Variante liegen und somit bei rund 21.500 Euro starten. Damit wäre der offene Beetle günstiger als Golf Cabrio und Eos – die kosten minimal 23.625 Euro und 28.375 Euro.

Foto: picture alliance

Platz zehn: Chevrolet Caprice PPV, 360 PS, 238 km/h. Das neue Caprice Police Patrol Vehicle aus dem Jahr 2011 ist mit einem 6,0 Liter großen V8-Motor ausgestattet. In unter sechs Sekunden beschleunigt der Chevy.

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