14.11.12

Bus-TÜV

TÜV-Bericht – Jeder sechste Bus hat erhebliche Mängel

Linien-, Reise- und Überlandbusse hat der TÜV auf ihre Sicherheit geprüft. Jedes sechste Fahrzeug fiel bei dem Test durch.

Foto: dapd

Wie sicher Reise-, Linien- und Fernbusse wirklich sind, hat der TÜV jetzt getestet
Wie sicher Reise-, Linien- und Fernbusse wirklich sind, hat der TÜV jetzt getestet

Mehr als jeder sechste Bus in Deutschland ist bei der TÜV-Hauptuntersuchung mit erheblichen Mängeln aufgefallen. Von den überprüften Linien-, Überland- und Reisebussen mussten 15,2 Prozent abermals in die Werkstatt, bevor die Experten ihnen die Plakette gaben.

An weiteren 30,1 Prozent stellten die Experten leichte Mängel fest, so dass insgesamt fast die Hälfte der getesteten Busse beanstandet wurde. Das geht aus dem am Mittwoch vom Verband der Technischen Überwachungsvereine (VdTÜV) veröffentlichten Bus-Report 2012 hervor.

Mehr erhebliche Mängel als im vergangenen Jahr

Die Zahl der Beanstandungen sei im Vergleich zu den Vorjahren gestiegen, erklärte der TÜV-Verband. In der ersten Auswertung 2010 hatte die Rate bei 12,4 Prozent gelegen, 2011 waren bereits 13,8 Prozent der Fahrzeuge betroffen. "Die Entwicklung ist nicht alarmierend, aber bedenklich", sagte VdTÜV-Geschäftsführer Klaus Brüggemann.

Der Anteil der Busse mit erheblichen Mängeln steigt bereits seit einigen Jahren. Gründe dafür könnte ein höherer Kostendruck sein, der auf öffentlichen und privaten Unternehmen in Zeiten knapper Kassen laste. Der Verband empfahl Busunternehmern vor diesem Hintergrund eindringlich, auf den Zustand ihrer Fuhrparks zu achten und Wartungsarbeiten rechtzeitig auszuführen.

"Je älter ein Bus wird, desto mehr Mängel stellen wir fest", sagte Brüggemann. Mängelfrei waren beim aktuellen Test 54,6 Prozent der Busse, geringe Mängel hatten 30,1 Prozent, wie die TÜV-Statistik ergab. Verkehrsunsicher – also sofort stillzulegen – waren demnach 0,2 Prozent. Dies waren hochgerechnet etwa 160 Busse.

Häufigste Schäden bei der Beleuchtung

Den Angaben zufolge ist besonders bei älteren Modellen der Anstieg der erheblichen Mängel signifikant. Nach einem Jahr wurden gravierende Beanstandungen bei 4,7 Prozent der Fahrzeuge festgestellt. Nach zehn Jahren war schon jeder sechste Bus (16,8 Prozent) betroffen, nach 20 Jahren jeder vierte (26,3 Prozent).

Ausgewertet wurden Hauptuntersuchungen von rund 50.000 Linien- und Reisebussen. Häufig mangelhaft war die Fahrzeugbeleuchtung, gefolgt von Schäden an Motor und Getriebe. Etwas seltener waren Rostschäden sowie Achs-, Brems- und Lenkungsmängel.

Der TÜV mahnte an, bei der Wartung nicht zu sparen. Vor allem die hohe Mängelquote bei Scheinwerfern sei nicht nachvollziehbar und vom Fahrer mit einfacher Sichtkontrolle zu entdecken, sagte Brüggemann. Fahrzeuge zur Personenbeförderung ab acht Sitzplätzen müssen jährlich zur Hauptuntersuchung, daneben sind Sicherheitsprüfungen im Drei- Monats-Rhythmus vorgeschrieben. Zu Jahresbeginn waren in Deutschland laut Kraftfahrtbundesamt rund 76.000 Kraftomnibusse zugelassen.

Quelle: AFP/pas
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