08.11.2012, 09:48

Routenführung Zwölf Navi-Geräte und Karten-Apps im ADAC-Test

Foto: Tomtom / picture-alliance/ gms

Für Vielfahrer und für Urlaubsfahrten ist er unverzichtbar: der digitale Routenplaner. Der ADAC hat nun mobile Geräte und Smartphone-Apps getestet, dabei wiesen alle denselben Schwachpunkt auf.

In einem aktuellen Test hat der ADAC vier mobile Navigationsgeräte und acht Software-Lösungen für Smartphones verglichen. Dabei wiesen alle getesteten Navis und Software-Lösungen denselben Schwachpunkt auf: Langzeitsperren von Streckenabschnitten werden in der Routenberechnung nicht berücksichtigt, Verkehrsinformationen darüber werden allerdings erkannt.

Die Spanne in Sachen Verkehrserkennung reicht von einer nahezu vollständigen Berücksichtigung des aktuellen Geschehens – beim Testsieger in der Routenführung, dem TomTom-Navi Go live 1015 – über die bloße Anzeige der Situation (Google Maps), bis hin zum völligen Ignorieren der Verkehrssituation wie bei der Smartphone-Software GPS Navigation 2/Skobbler.

Gesamtergebnis: Alle Navis schließen mit der Bewertung "gut" ab. Bei den getesteten Software-Lösungen für das mobile Endgerät verteilten die ADAC-Experten je vier Mal die Note "gut" und "befriedigend".

Falk bekommt nur befriedigend

Ein weiterer Mangel: Fast alle Testprodukte patzten bei der Berechnung der Ankunftszeit, speziell im innerstädtischen Bereich. Die Skobbler-Software ignoriert in der Routenberechnung, dass in Ortschaften oft langsam gefahren werden muss. Im realen Verkehrsgeschehen braucht man deutlich länger, als von Skobbler angegeben.

Schwachpunkte bei der Navigationssoftware von Falk, die mit "befriedigend" benotet wird: Auf den verschiedenen Smartphones startete das Programm nicht immer zuverlässig. Dies führte zu einer Abwertung. Und: Im Basispreis sind auch nur absolute Basisfunktionen enthalten.

Vergleicht man dieses Produkt mit anderen Apps, müssen hier zu viele Zusatzfunktionen zugekauft werden. Probleme bei der Handhabung, eine lange Dauer bis zum ersten Satellitenkontakt sowie lange Routenberechnungszeiten der kostenlosen Software OVI Maps 2.0 ließen ebenfalls nur ein "befriedigend" zu.

TomTom ohne Roaming-Gebühren

Um die Kosten bei Smartphones gering zu halten, sollte man die diversen Mobilfunk-Tarife überprüfen, raten die Fachleute vom Automobilklub. Eine Datenflatrate ist empfehlenswert. Will man im Ausland mit aktuellen Verkehrsinformationen navigiert werden, fallen zusätzliche Roaming-Gebühren an. Positive Ausnahme: Das TomTom Go live 1015.

Bei der gebührenfreien Software-Lösung von Google Maps oder GPS Navigation 2 (Skobbler) entstehen hohe Datenmengen, da die Routen und Verkehrsinformationen online geladen werden – vor allem wenn die Satellitenansicht benutzt wird.

Für Urlaubsfahrten, aber auch für Vielfahrer stellt das Navi immer noch die beste und auch die günstigere Lösung dar. Diejenigen, die schon im Besitz eines Smartphones sind oder einen Kauf planen, werden mit einer guten Software-Lösung auskommen.

Da bei den Smartphones keine Fahrzeughalterung mitgeliefert wird, bietet es sich hier an, gleich in eine robuste, fahrzeugspezifische Haltevorrichtung zu investieren.

(du)
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