15.08.2012, 16:47

Britischer Sportwagen Jaguars neuer Roadster soll den E-Type beerben

Von Holger Holzer

Auf dem Pariser Autosalon wird der F-Type vorgestellt. Mit mindestens 340 PS soll er Boxster-Fahrer neidisch machen – und später vielleicht zum Öko-Sportwagen mit alternativem Antrieb werden.

Jaguar bringt einen offenen Zweisitzer auf den Markt, der dem Porsche Boxster Kunden abspenstig machen soll. Öffentlich vorgestellt wird der Roadster auf dem Pariser Autosalon, der vom 29. September bis zum 14. Oktober läuft.

Dem Modell haben die Briten den Namen "F-Type" verliehen. Damit ist klar, wessen Erbe der neue Wagen antreten soll – das des legendären Jaguar E-Type, der in den Sechziger Jahren für vergleichsweise wenig Geld Fahrleistungen bot, die denen viel teurerer Sportwagen ebenbürtig waren.

Das Basistriebwerk hat 340 PS

Optisch orientiert sich der F-Type stark an der Studie C-X16, die die Briten auf der Internationalen Automobilausstellung 2011 in Frankfurt gezeigt hatten. Allerdings war die noch ein Coupé gewesen, während das Serienmodell ein offener Wagen ist, dem aber aller Wahrscheinlichkeit nach eine geschlossene Variante folgen wird.

Zur Markteinführung des neuen Jaguar gibt es zunächst drei Motorvarianten: Die Basis bildet ein neuer 3,0-Liter-V6-Kompressorbenziner, ihn wird es in den zwei Leistungsstufen 340 PS und 380 PS geben. Das stärkste Triebwerk ist der aus anderen Modellen der Marke bekannte 5,0-Liter-Kompressor V8 mit deutlich mehr als 400 PS.

Ein Hybrid-F-Type wäre denkbar

Der F-Type wird zunächst nach klassischem Sportwagen-Rezept Heckantrieb haben. Die Kraftübertragung an die Hinterräder übernimmt eine Achtgangautomatik, die mit einem Start-Stopp-System kombiniert ist. Später könnte Jaguar allerdings eine Allrad-Variante nachlegen. Auch ein Hybrid-F-Type liegt im Bereich des Möglichen.

Zu den Preisen gibt es von Jaguar noch keine Informationen. Von der Leistung her liegt der Basis-F-Type auf dem Niveau des Porsche Boxster S, der Gedanke liegt nahe, dass es sich auch finanziell in ähnlichen Regionen bewegen wird – rund 60.000 Euro verlangen die Schwaben für ihren offenen Zweisitzer.

Auch wäre so der Abstand zum Jaguar XK gewahrt, dem großen Sportwagen der Briten: Der wird für gut 90.000 Euro angeboten.

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