03.08.12

Rückbau

Mini-Motor für den Supersportwagen von Jaguar

Den C-X 75 sollten eigentlich zwei Gasturbinen befeuern. Jetzt wurde das unkonventionelle Antriebskonzept gekippt. Der neue Motor hat 1,6 Liter Hubraum, so viel wie ein VW Golf. Aber doch fast 500 PS.

Foto: Jaguar

Seit zwei Jahren wird am Jaguar C-X 75 getüftelt. Das Antriebskonzept galt mal als revolutionär...

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Von den hochtrabenden Plänen aus dem Jahr 2010 ist nicht mehr viel übrig geblieben; im Gegenteil. Die Flunder von Jaguar mit der Kennung C-X 75, die auf der Pariser Motorshow mit großem Tamtam auf die Bühne rollte, wurde zusammengestaucht.

Ursprünglich befeuerten zwei Gasturbinen den Supersportwagen, der anlässlich des 75-jährigen Firmenjubiläums der britischen Traditionsschmiede konzipiert wurde. Jedenfalls für den Fall, dass die Lithium-Ionen-Batterien mit einer Reichweite von 110 Kilometern leer waren. Das ungewöhnliche Idee des Reichweitenverlängerers, mit dem es der Zweisitzer auf 900 Kilometer bringen konnte, verlieh dem Flitzer den Titel eines Öko-Sportwagens der Superlative.

Aluminium, Kompressor und Turbolader

Nun musste etwas abgespeckt werden. Nächstes Jahr soll er in einer auf 250 limitierten Stückzahl in Serie gehen. Aber weder mit den Gasturbinen noch mit einem satt blubbernden V8 unter der Haube, sondern mit einem 1,6-l-Vierzylinder-Triebwerk.

Der Fahrleistung soll das nicht abträglich sein, was schon der Nissan Deltawing gezeigt hat. Zwar nicht aus Karbon, sondern aus Aluminium gebaut und mit Kompressor und Turbolader ausgestattet, leistet er nahezu 500 PS bei sagenhaften 10.000 Umdrehungen. Das schaffen sonst nur Motorräder. Das Mini-Aggregat wird von zwei Elektromotoren mit insgesamt 200 PS ergänzt.

Von null auf Tempo 100 in knapp drei Sekunden

So beschleunigt der C-X 75 in weniger als drei Sekunden von 0 auf 100 km/h. Bis 60 Kilometer fährt der Sportwagen rein elektrisch. Ein halbautomatisches Siebengang-Getriebe wird die Kraft übertragen. Einer der Elektromotoren treibt die Vorderachse permanent an, die Hinterachse bezieht die Leistung aus dem Turbomotor.

Auch bei den Modellen XF und XJ plant Jaguar Änderungen. Die Marke spendiert ihnen 2013 ebenfalls eine neue Motorenpalette. Alle Aggregate – drei Benziner von 240 bis 510 PS und drei Selbstzünder von 200 bis 275 PS – sind dann mit einer achtstufigen Automat verfügbar. Zugleich werden V6- und V8-Benziner sowie alle Turbo diesel serienmäßig über ein Stopp-Start-System verfügen.

Quelle: du
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