16.07.12

Seat

Der Leon soll das spanische VW-Sorgenkind retten

Im September enthüllt VW den neuen Golf. Doch schon jetzt zeigt der Konzern Neuheiten, die auf dem Golf VII basieren, nach dem Audi A3 auch den Seat Leon. Der ist so etwas wie Seats letzte Chance.

Foto: Seat

Der Seat Leon, hier das Topmodell FR mit 180 PS, basiert auf dem VW Golf der nächsten Generation, ist aber deutlich akzentuierter gestaltet. Besonders auffällig sind die...

8 Bilder

Dieser Schuss muss sitzen: Wenn Seat auf dem Pariser Salon Ende September offiziell das Tuch vom neuen Leon zieht, dann entscheidet sich womöglich endgültig das Schicksal der Marke.

Denn falls der Kompakte aus dem Süden floppt, ist es mit der angeschlagenen VW-Tochter vielleicht vorbei. Das wissen die Spanier und haben sich in jeder Disziplin besonders ins Zeug gelegt. Der Leon sieht deshalb nicht nur verführerischer und sportlicher aus als je zuvor, sondern wird zudem praktischer, sparsamer und intelligenter.

Der Leon will ein Latin Lover sein

Möglich macht das neben dem schnellen Strich des neuen Designchefs Alejandro Mesonero-Romanos vor allem der Zugriff auf die Technik für das wichtigste Auto im Konzern. Der Ende November lieferbare Leon fußt auf dem Modularen Querbaukasten (MQB) und ist ein enger Verwandter des neuen VW Golf.

Wo der Besteller aus Niedersachsen allerdings so etwas wie die konservative Konstante im Autogeschäft ist, gibt der Leon den Latin Lover in der Kompaktklasse. Muskulös, mit klarem Strich und starken Proportionen gezeichnet, steht er stolz, sportlich und stramm auf der Straße. "Das Auto strotzt vor Selbstbewusstsein und sieht auf den ersten Blick sehr entschlossen aus", sagt Mesonero.

Kürzer als der Vorgänger, aber mehr Platz

Dafür hat Seat nicht nur an der Form, sondern auch am Format gearbeitet. Das Auto ist mit 4,26 Metern etwa fünf Zentimeter kürzer als früher, hat aber sechs Zentimeter mehr Radstand.

Entsprechend kurz und knackig sind die Überhänge. Trotzdem gibt es im Innenraum, der zwei Klassen nobler wirkt und jetzt auf A3-Niveau spielt, mehr Platz auf allen Plätzen, und der Kofferraum wächst um etwa 40 auf 380 Liter.

Während die Spanier am Zeichenbrett ihre eigene Linie gefunden haben, nutzen sie unter dem Blech die Vorzüge des Konzernverbundes und setzten auf den gleichen Baukasten wie der Golf. Das bedeutet bis zu 90 Kilogramm weniger Gewicht, bis zu 22 Prozent weniger Verbrauch und jede Menge neuer Infotainment- und Assistenzsysteme.

Viel Elektronik aus dem VW-Baukasten

So gibt es den Leon auf Wunsch mit einer großen Touchscreen-Navigation und kinderleichter Menüführung. Die Elektronik wacht über die Einhaltung der Fahrspur und greift zur Not auch korrigierend ins Lenkrad, warnt den Fahrer, bevor er zu müde wird und zündet automatisch das Fernlicht.

Starten wird der Leon zum Jahreswechsel erst einmal mit zwei Dieseln: einem 150 PS starken 2,0-Liter und einem 1,6-Liter mit 105 PS, der in der sparsamsten Variante mit der jetzt für alle Motoren verfügbaren Start-Stopp-Automatik auf 3,7 Liter kommt. Gleich Anfang nächsten Jahres folgen dann Benziner mit 1,2, 1,4 oder 1,8 Litern Hubraum und 86 bis 180 PS sowie zwei weitere Diesel mit 90 und 184 PS. Die günstigste Variante soll bei rund 16.000 Euro liegen.

Erstmals soll es auch einen Leon Kombi geben

Bei dem jetzt für Paris avisierten Fünftürer allein wird es nicht bleiben: Schon bald soll es auch einen Dreitürer und erstmals in der Klasse bei Seat einen Kombi geben.

Und wenn alles läuft wie geplant, dann könnte sich das spanische Sorgenkind demnächst sogar ein paar richtig neue Modelle für neue Autoklassen gönnen, deutet Designchef Mesonero an. "Wir hier im Design sind so etwas wie die Traumfabrik von Seat und haben viele Ideen. Und je besser das Geschäft läuft, desto mehr können wir davon auch wahr machen."

© Berliner Morgenpost 2013 - Alle Rechte vorbehalten
Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Bei den Lohnverhandlungen gab es eine Einigung bei den BVG
09:05Lohnverhandlungen
Einigung im Tarifstreit bei den BVG - Streikgefahr abgewendet

Am frühen Mittwochvormittag gab es einen Kompromiss in den festgefahrenen Tarifverhandlungen bei den Berliner Verkehrsbetrieben. Damit sind mögliche Streiks im öffentlichen Verkehr nun abgewendet. mehr...

Rechtsanspruch: Bis 2017 müssen insgesamt 11.000 Betreuungsplätze geschaffen werden
09:47Erfolgloses Konzept
"Ein-Euro"-Kitas werden wieder abgeschafft

Viele Berliner Kitas müssen dringend saniert werden, den Bezirken fehlt jedoch das Geld. Das zur Lösung des Problems geplante Ein-Euro-Programm wird nun beendet - der Senat hält es für gescheitert. mehr...


Rocket-Internet-Geschäftsführer Alexander Kudlich in der Firmenzentrale in Mitte
11:03Rocket Internet
100 Millionen Dollar für Zalando-Klon Zalora

Der von Rocket Internet im vergangenen Jahr nach dem Zalando-Vorbild in Südostasien gegründete Modeversender Zalora geht auf Expansionskurs. Finanziert von Kinnevik, Summit Partners und Tengelmann mehr...

Gefährlicher Zwischenfall am U-Bahnhof Kurfürstendamm: Zwei Schläger flüchteten nach einer Prügelattacke auf einen Passanten in den Tunnel der U-Bahn
11:06Gewalt
Schläger vom Kudamm flüchten vor Polizei in U-Bahn-Tunnel

Nachdem drei Schläger einen Mann auf dem Berliner U-Bahnhof Kurfürstendamm überfallen hatten, flüchteten zwei der Täter in den Schacht der U-Bahn-Linie 9. Ein 19-Jähriger wurde festgenommen. mehr...

Leser-Kommentare Kommentare
Leserkommentare sind ausgeblendet.
Kommentare einblenden
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
 
Multimedia
Hersteller

Die peinlichsten Autonamen – Hundehaufen und Furz

Top-Thema
title
Start-ups in Berlin

Gründerzeit: Die Serie und das Blog der Berliner Morgenpost.

Video Nachrichten mehr
Oklahoma Wiedersehen nach dem schweren Tornado
Xbox One Microsoft stellt neue Spielkonsole vor
Iran Rafsandschani darf bei Wahl nicht antreten
US-Kongress Apple verteidigt Steuersparmodell
 
Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

Fotogalerie

Das sind die Berliner Bilder des Tages

Bilder von oben

Das zerstörte Oklahoma City aus der Luft

 
In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote