Es ist wohl das ungewöhnlichste und längste Projekt in der Fernsehgeschichte. Die Sendung "24h Berlin", die 24 Stunden lang das Leben in der Hauptstadt dokumentierte. Haben Sie die Sendung verfolgt? Was hat Ihnen gefallen und was nicht? Tickt Berlin tatsächlich so? Diskutieren Sie mit!
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"24 h Berlin" - die beiden Sender Arte und rbb haben die wahrscheinlich längste TV-Dokumentation gezeigt, die jemals im deutschen Fernsehen ausgestrahlt wurde.
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80 Kamerateams haben dafür vor einem Jahr, am 5. September 2008, das Leben von 20 Haupt- und 50 Nebenprotagonisten gefilmt. Hier waren sie im Mauerpark.
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Insgesamt 750 Stunden Filmmaterial wurden den Angaben zufolge aufgenommen. Ein gigantisches Stück Zeitgeschichte.
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Ob Schüler, Müllmann oder Dirigent - die Dokumentation soll alle Bereiche des Lebens zeigen.
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Der Anlass: Auch 20 Jahre nach dem Fall der Mauer sei Berlin eine Stadt voller Widersprüche. Dadurch sei eine enorme Anziehungskraft entstanden.
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Die Stadt sei nicht in einem Satz zu erzählen, erklärte Regisseur Volker Heise, der zusammen mit dem Produzenten Thomas Kufus (l.) das Fernsehprojekt entwickelt hat.
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In der Dokumentation sollte deshalb so viel von der Vielschichtigkeit der Stadt erzählt werden wie nur möglich.
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In den Berlinern haben die Macher dankbare Protagonisten gefunden, sie gelten schließlich als nicht gerade einfaches Völkchen.
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Tatsächlich könnten die Kontraste kaum größer sein. Auf der einen Seite die Warteschlange vor dem Club Tresor, ...
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... auf der anderen Seite Anneliese Bullack in ihrem Schrebergarten.
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Außerdem fällt der Vergleich zwischen Privatem und Öffentlichem sehr krass aus: Einmal das Ehepaar Singer beim Frühsport im Wohnzimmer, ...
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... , das andere mal Touristen an der Mauergedenkstätte an der Bernauer Straße.
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Und dann wieder Faulenzen im Café.
Die Fernsehsender Arte und RBB hatten am Wochenende ihr Programm komplett
umgestellt und zeigten von Sonnabend, 6 Uhr, bis Sonntag, 6 Uhr,
ausschließlich die 24-stündige Dokumentation, die vor genau einem Jahr in
der Hauptstadt entstanden war. 10,1 Prozent der Zuschauer wollten dieses
einmalige TV-Experiment sehen, wie erste Zahlen der GfK-Zuschauerforschung
belegen. Das liegt weit über dem Senderdurchschnitt von rund 6 Prozent. In
der Spitze schalteten sogar 22 Prozent der Zuschauer das Programm ein. Die
Debatte zur großen Fernseh-Dokumentation über die deutsche Hauptstadt:
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Erschienen am
05.09.2009
Tobias Koeppel meint:
Barbara Leimbrinck meint:
Michael Kukielka-Deleker meint: