18.12.12

Drohende Kündigung

Rettung für "Yaam"-Club und Prinzessinnengärten in Sicht

Hoffnung für das "Yaam" und die Prinzessinnengärten: Friedrichshain-Kreuzberg könnte Grundstücke zurückbekommen - wenn der Senat zustimmt.

Foto: dpa

Neben der Schillingbrücke soll das „Yaam“, der „Young African Arts Market“, eine dauerhafte Zukunft bekommen
Neben der Schillingbrücke soll das "Yaam", der "Young African Arts Market", eine dauerhafte Zukunft bekommen

Gute Nachrichten für zwei von Kündigung bedrohte Einrichtungen – den Club "Yaam" in Friedrichshain und die Prinzessinnengärten in Kreuzberg. Der Aufsichtsrat des Liegenschaftsfonds hat zugestimmt, dass der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg zwei Grundstücke zurückbekommen kann, die er bereits zum Verkauf an den Fonds abgegeben hatte. Das bestätigte ein Sprecher der Senatsfinanzverwaltung am Montag auf Nachfrage der Berliner Morgenpost.

Es geht um eine Liegenschaft am Moritzplatz in Kreuzberg und eine Immobilie an der Schillingbrücke in Friedrichshain. Doch noch bedarf es weiterer Genehmigungsschritte. Damit die beiden Flächen tatsächlich ins Eigentum des Bezirks zurückkehren, ist noch die Zustimmung des Senats und die des Unterausschusses Vermögensverwaltung im Abgeordnetenhaus erforderlich. Wann es dazu kommt, könne man noch nicht sagen, so der Sprecher. Bürgermeister Franz Schulz (Grüne) hatte die Rückübertragung der beiden Flächen beantragt.

Neben der Schillingbrücke soll das "Yaam", der "Young African Arts Market", eine dauerhafte Zukunft bekommen. Der Club muss seinen Standort am Stralauer Platz verlassen, weil der dortige Eigentümer, die spanische Gruppe Urnova, die Fläche verkaufen will. Die Kündigung wurde im Herbst 2012 zugestellt.

Geplant war, dass das "Yaam" im Dezember das Areal räumen muss. Doch mit Blick auf einen möglichen Umzug an die Schillingbrücke hat Urnova bereits einen Aufschub bis Anfang 2013 gewährt. Jetzt schreibt der Club auf seiner Website: "Für das Yaam bedeutet das zum ersten Mal in der über 18-jährigen Geschichte die Möglichkeit, längerfristig zu planen. Die Aussicht auf eine Perspektive gab es so bisher noch nie. Wir waren die klassischen Zwischennutzer, die mit zwei- oder höchstens sechsmonatigen Mietverträgen abgespeist wurden und immer mit einer kurzfristigen Kündigung rechnen mussten."

Das Grundstück des Liegenschaftsfonds am Moritzplatz wird von der Nomadisch Grün gGmbH genutzt. Ihr Mietvertrag mit dem Fonds läuft im Oktober 2013 aus. Seit 2009 gibt es die Gärten am Moritzplatz. Auf der einstigen Brache wachsen Kräuter und Gemüsepflanzen. Das Projekt genießt hohe Wertschätzung in der Landespolitik. Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD) sagte im Herbst, die Prinzessinnengärten hätten eine Pilotfunktion für die gesamte Stadt.

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