Abonnenten-Login Serviceangebote der Berliner Morgenpost Specials der Berliner Morgenpost
31.08.11

Partnersuche

Es ist hart, das Leben als Topmodel

Normale Menschen finden sich oft hässlich. Topmodels leiden aber noch mehr. Denn sie suchen einen Mann, der noch toller ist als sie.

dpa/DPA

Außer sagenhaftem Reichtum schätzen Top-Models bei Männern auch Schönheit: Gisele Bündchen und der American-Football-Star Tom Brady sind von "Forbes" zum reichsten Promi-Pärchen der Welt gekürt worden.

9 Bilder

Es ist nicht immer leicht, normal auszusehen. Unvergessen ist die Schmach, als mich eine Kollegin, die mich nur vom Namen her kannte, erstmals von Angesicht zu Angesicht traf. Und ihr entfuhr: "Mensch, ich dachte, ihr Style-Leute seht alle super aus." Damit nicht genug. Ein anderer Kollege meinte: "Auf dem schönen Bild zu deiner Kolumne hätte ich dich gar nicht erkannt." Es ist hart, das Leben als Normalausseher. Gibt es eigentlich Menschen, die sich auf Fotos mögen? Die nicht ständig unter Vorwänden wie "Doppelkinn" oder "grimmiger Blick" frisch geknipste Bilder von der Digitalkamera löschen?

Mit einer moralisch völlig verwerflichen Schadenfreude interessiere ich mich für das Leid von Frauen, die in jeder Zeit aus jeder Perspektive toll aussehen. Insgeheim sammle ich Geschichten ihres Elends. Wie jene aus dem Lettland-Urlaub, wo am Strand die Regel gilt: Je doller die Frau, desto dicker und haariger der Kerl. Tatsächlich kann man dort sogar – mutmaßlich sagenhaft reiche – Männer beobachten, die sämtliche Reize ihrer modelhaften Begleiterinnen ignorieren, sich dafür von ihnen in allen erdenklichen Posen fotografieren lassen. Und garantiert kein Bild löschen.

Nein, die hyperschönen Frauen leiden mit Superlativ, insbesondere Topmodels. Denn noch härter als wir müssen reiche Superfrauen daran arbeiten, ihre Beziehung zu optimieren. Ein Loser an der Seite wäre geschäftsschädigend. Zum Erfolgsmodel gehört ein Mann, der es toppt wie der Chefarzt die Krankenschwester, am besten ein Milliardär. Und das ist ein Top-Problem: Offensichtlich taugen die Supertopverdiener kaum für feste Beziehungen, weshalb man sie regelmäßig wechseln muss.

Gerade berichtete die Klatschpresse, die schöne Russin Natalia Vodianova – auf dem Papier noch mit einem britischen Erben verheiratet – habe sich mit dem französischen Milliardärssohn Antoine Arnault zusammengetan. Das israelische Unterwäschemodel Bar Refaeli wiederum, das jahrelang mit Hollywood-Großverdiener Leonardo DiCaprio (55 Millionen Euro pro Jahr) liiert war, ist nun an der Seite ihres Landsmanns David Fisher zu sehen. Einem Multimillionär, aber sein Vermögen wird nur auf 40 Millionen Euro geschätzt. Krasser Abstieg sozusagen.

Die globale Millionärsuche klingt anstrengend, zumal die reichen Männer heutzutage (außerhalb Lettlands) sogar manierlich aussehen müssen, wie der Fall Naomi Campbell zeigt, die inzwischen mit einem kernigen russischen Milliardär zusammen ist. Die Zeiten sind vorbei, in der sich Models wie Campbell oder Kollegin Klum mit einem Zausel nach Art des italienischen Formel-1-Managers Flavio Briatore zufriedengaben.

Man stelle sich mal die Problemgespräche vor, die diese armen Frauen führen, etwa zwischen Gisele Bündchen und Linda Evangelista. Gisele klagt: "Du, Linda, der Tom, der hat nur 31 Millionen Dollar verdient letztes Jahr, der kommt nicht damit klar, dass ich viel mehr Geld nach Hause bringe." Tatsächlich konnte Bündchen laut "Forbes" 14 Millionen Euro mehr verbuchen als ihr Gatte, der Footballer Tom Brady. Nach ein paar tröstenden Worten könnte Linda dann von ihren Geldsorgen berichten.

Der "New York Post" zufolge streitet sie gerade mit Milliardär Henri Pinault vor Gericht um Unterhalt für ihren Sohn. "Wenn ich für den Bengel die 32.000 Euro im Monat nicht bekomme, muss ich den Chauffeur entlassen", wird Linda wohl klagen. Und dann plaudern die beiden Models noch über die Hochzeit von Kate Moss mit dem Sänger der Gruppe The Kills. Gisele, die Sportlergattin, sagt milde: "Es ist schon schön, wenn die Jungs auch etwas haben, was ihnen Spaß macht."

Außer sagenhaftem Reichtum schätzen Models bei Männern eben musikalische, sportliche oder andere Zusatzqualifikationen: So heiratete die für ihre Zahnlücke berühmte Lara Stone vergangenes Jahr den britischen Komiker David Walliams. Kurz durchzuckte mich der Neid, der Mann ist bestimmt sogar privat lustig. Vielleicht zu lustig, wie ein Foto zeigt. In aller Paparazzi-Öffentlichkeit, also auf einer Yacht in Frankreich, fasst er seiner Frau beidhändig von hinten an die Brüste. Lara Stone lächelt tapfer, ganz Profi-Model. So was hätten wir Normalausseher natürlich gleich gelöscht.

Leser-Kommentare
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
 
Top-Thema
Besucher testen neue Achterbahn im Belantis Park
Achterbahn im freien Fall

Immer rasanter: Neue Bahnen versprechen Schwerelosigkeit.

Video Nachrichten mehr
Assad-Regime Opferzahl nach Angriffen in Syrien steigt
Mitte Polizei sucht mit Bildern nach Angreifer vom Alex
Ausflugswetter Viel Sonne versüßt Deutschen das Pfingstfest
Käufersuche Eine Woche Galgenfrist für Schlecker
 
PromoTeaser_img.jpg
Urlaub an der See

Aktuelle Reisetipps für Ihren nächsten Deutschlandurlaub.mehr

Sommerkoll-klein.png
Sommer Trends

Lindner - Das sind die Sommer Trends 2012!mehr

bio10_onsite-teaser.jpg
Netzwerker

Für eine moderne Energieversorgung in Berlinmehr

 
Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Blücherplatz

Karneval der Kulturen mit Straßenfest eröffnet

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

DFB-Bundesgericht

Hertha kämpft gegen Sturz in die Zweite Liga

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote