10.08.12

Trinkkultur

Das sind die edelsten Mineralwasser der Welt

Exotische Mineralwasser erobern die deutsche Tischkultur. Gletscherwasser aus Kanada, vulkanisch-artesisches Wasser aus Island oder Regenwasser aus Tasmanien – Wasser, heute so edel wie Champagner.

Foto: pr

Aus der arktischen Wildnis Lapplands kommt "Veen Velvet".

10 Bilder

1. Die Lust der Lappen

Aus einer der unberührtesten Gegenden des Planeten kommt "Veen Velvet", nämlich aus der arktischen Wildnis Lapplands. Nicht nur die Finnen bekennen sich zu dem einzigartigen sanften und weichen "mouthfeel", dass das Quellwasser auf verwöhnten Zungen auslöst.

Weinkenner loben "Veen Velvet" als den "Champagner unter den Quellwassern". Ihr Geheimtipp: Zum Rotwein das stille Wasser mit Zimmertemperatur genießen, zum Weißwein das kohlensäurehaltige leicht gekühlt.

2. Die Tränen Gottes

Eine 0,75 Liter-Flasche enthält angeblich 9750 Tropfen Regenwasser aus Tasmanien; die mit der Wetterstation "Cap Grim" gemessene Luft um King Island gehört zu der saubersten dieser Welt.

Der australische "Cloud Juice", also Wolkensaft, ist um ein vielfaches reiner als es die Trinkwasserverordnung der WHO (World Health Organisation) vorschreibt. Das 100-prozentige stille Regenwasser wird unter Insidern auch als "die Tränen Gottes" bezeichnet.

3. Der Alte Fritz trifft auf Japan

Dieses Wasser ist ein Juwel, mit dem Sie bei Dinners und Partys glänzen können: Am Fuße des Mount Rokko bei Kobe wird dieses luxuriöse Japan-Wasser abgefüllt. Aus der gleichen Quelle werden die besten Reisweinhersteller mit Wasser versorgt.

Herrlich schräg: Die sandgestrahlten Flaschen sind mit leuchtenden Swarovski-Steinen dekoriert. Noch kurioser: Die Verschlüsse der "Fillico"- Flaschen sind angeblich Kronen von Friedrich II. aus dem 18. Jahrhundert nachempfunden. Die Abfüllung des stillen Wässerchens ist pro Monat auf 5000 Flaschen limitiert.

4. Nobles aus Norwegen

Das Edel-Wasser "Voss" kennt man von der Getränkekarte vieler Luxushotels und aus der gehobenen Gastronomie. Die coole Flasche, die von Neil Kraft, dem ehemaligen Chefdesigner von Calvin Klein gestaltet wurde, enthält Wasser, das aus einem Gletscher in Norwegen entspringt.

Der Name ist Programm: "Voss" bedeutet Wasserfall. Das Wasser ist durch das Eis und den Fels des Gletschers geschützt und gilt als eines der reinsten auf dem Markt. Voss entspringt artesisch; das heißt, dass das Wasser aus eigener Kraft an die Oberfläche gelangt, ohne das technische Hilfsmittel eingesetzt werden.

Geschätzt wird es unter Anderem auch wegen seines sehr geringen Natrium-Anteils. Sympathisch: Die Firma bemüht sich um CO2-Neutralität und unterstützt Trinkwasser-Projekte in Afrika.

5. Whisky-Wasser

"Speyside Glenlived" ist keineswegs ein Whisky (nur in den USA mit ey), wie der Name vermuten ließe, sondern ein Mineralwasser, das auch bei der Produktion für einen "Glenlived" verwendet wird.

Wer einen herrlich-britischen Spleen pflegt, dopt seinen Malt mit jenem Wasser oder macht daraus einfach selbst seine Eiswürfel.

"Speyside Glenlived" hat seinen Ursprung in Ballindalloch, im Hochland der Speyside ("Slochd") gelegen; dort delektiert sich seit Jahren die Fangemeinde der Malt -und Whiskyfreunde am stillen oder "sparkling water".

6. Der Filmstar

"Fiji Water" mit dem Beinamen "The Taste of Paradise" hat sich schnell zum Liebling der Hollywoodianer etabliert, seit es 1997 auf den amerikanischen Markt kam. Das exotische Design auf der Flasche und der Mythos um seine Herkunft wirkten anscheinend so magnetisch auf Filmschaffende, dass das Lifestyleprodukt immer wieder als chices Accessoire in "Nebenrollen" eingesetzt wurde.

Das Wasser wird beworben als frei von jeglicher Verschmutzung, weil es weit entfernt von größerer Industrie auf der Insel "Viti Levu" im Pazifik einer Arteserquelle entspringt und dort sogleich abgefüllt wird.

Ein besonderes Verfahren verhindert den Kontakt mit der Atmosphäre, "bis der Verbraucher die Flasche öffnet". Die "FIJI Water Company LLC" wurde aufgrund ihres sozialen Engagements in Fidschi 2004 mit dem "Ace Award" des US-Außenministeriums ausgezeichnet.

Kritiker bemängeln, dass es enorm aufwendig sei, das Wasser nach Amerika und Europa zu bringen, und dass die Umwelt dabei überproportional belastet werde. Das Unternehmen begegnet dieser Kritik durch eine Selbstverpflichtung zur Reduzierung der Belastungen bei Produktion und Vertrieb.

7. Sprudel gegen Liebeskummer

Einem purpurfarbenem Stiefmütterchen verdankt "Heartsease" – frei übersetzt: Wasser des Herzens oder Herzenserleichterer – , den Ruf, bestens gegen Liebeskummer zu helfen. Große Mengen des Blümchens wachsen im Quellgebiet in den Radnor Hills in Wales.

Vielleicht ist es aber auch nur der unvergleichlich frische Geschmack, der unverschämt gute Laune macht und den Genießern ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

"Sagen"-haft ist nicht nur die Gegend um Radnor Hills, über die viele Legenden kursieren, sondern auch das Flaschendesign. Das "Heartsease"-Wasser gibt es als stilles und kohlensäurehaltiges Wasser.

8. Feiner Wein-Begleiter

Connaisseure schätzen das südafrikanische Paarl, eine Weinregion vor den Toren Kapstadts, wegen seiner exzellenten Tropfen. Weniger bekannt ist, dass man dort mit "Cape Karoo" ein exklusives Gourmet-Wasser produziert.

Das stille Wasser aus dem Paardeberg-Massiv gilt als perfekter Wein-Begleiter; geschuldet ist sein neutraler Geschmack dem ausgeglichenen TDS - "Total Dissolved Solids" bezeichnet die Konzentration aller gelösten Feststoffe im Wasser.

9. Kredenzt bei Königs

Top-Hotels, Clubs und die Gourmet-Gastronomie lieben "Ty Nant"; selbst das britische Königshaus delektiert sich am milden Geschmack des walisischen Quellwassers, das als eines der besten der Welt gilt.

"Ty Nant Red Plater" folgt in rotem Gewand auf die bekannte kobaltblaue Flasche, die mit dem britischen "First Glass"-Award für perfektes Design ausgezeichnet wurde.

Das Premium-Wasser entspringt in den weitläufigen Naturschutzgebieten der "Cambrian Berge" - in der roten wie in der blauen Flasche mit und ohne Kohlensäure erhältlich.

10. Kiwi-Quelle

Mit der Goldmedaille beim "2006 Berkeley Spring Winter Festival of Water" ausgezeichnet: "Antipodes", dessen Flasche sich am traditionellen neuseeländischen Bier-Buddel-Design orientiert, wird an der Otakiri-Quelle in den Rotoma Hills abgefüllt, einer dünn besiedelten Gegend.

Etwa 50 Jahre braucht das Wasser, um aus geschlossener Quelle – genannt artesisch – an die Oberfläche zu gelangen. Dabei legt es einen Höhenunterschied zwischen 150 und 300 Metern zurück. Die Kiwi-Quelle gibt es als still oder sprudelnd.

Quelle: dapd
28.06.12 1:54 min.
Stille Mineralwässer enthalten oft nur wenig Mineralien. Das geht aus einer Untersuchung der Stiftung Warentest hervor. 29 Produkte wurden getestet und alle Wässer fielen bei den Testern durch.
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