12.12.12

Hippie-Ikone

Mit dem Tod Ravi Shankars geht eine Ära zu Ende

Selbst das indische Parlament legte zwei Schweigeminuten ein: Der indische Musiker Ravi Shankar ist im Alter von 92 Jahren gestorben.

Foto: dapd

1967: Beatle George Harrison und sein Sitar-Lehrmeister Ravi Shankar. Der indische Musiker starb im Dezember 2012 im Alter von 92 Jahren.

5 Bilder

Der indische Musiker und weltberühmte Sitar-Maestro Ravi Shankar ist tot. Wie die Ravi-Shankar-Stiftung am Mittwoch mitteilte, starb der Weltstar am Vortag im Alter von 92 Jahren in einem Krankenhaus im kalifornischen San Diego. Der dreimalige Grammy-Gewinner machte indische Musik im Westen populär und beeinflusste die Beatles und viele andere Bands.

Shankar lehrte George Harrison von den Beatles das Spiel auf der Sitar, einem lautenartigen Saiteninstrument mit langem Hals. 1969 trat der Inder beim legendären Woodstock-Festival auf. Er war der Vater der prominenten Sitar-Spielerin Anoushka Shankar und der weltberühmten Soul- und Jazzsängerin Norah Jones. Neben den beiden Töchtern hinterlässt er seine Ehefrau Sukanya.

Ravi Shankar Atemwegs- und Herzprobleme

Ravi Shankar ist mit seinem Album "The Living Room Sessions Part 1" für die Grammy-Awards 2013 nominiert. In der Kategorie "Bestes Weltmusik-Album" tritt er posthum unter anderem gegen seine Tochter Anoushka an, die mit "Traveller" ins Rennen geht. Noch im November hatte Shankar ein Konzert in Kalifornien gegeben, wo er in den vergangenen Jahren lebte. Shankar hat auch Musik für viele Filme geschrieben, darunter Richard Attenboroughs Epos "Gandhi".

Shankar hatte Atemwegs- und Herzprobleme und war vor wenigen Tagen in San Diego operiert worden. Fernsehsender in seinem Heimatland Indien unterbrachen für die Nachricht über den Tod des Musikers ihr Programm und brachten Sondersendungen. Shankar war zwischen 1986 und 1992 auch Mitglied des Oberhauses des indischen Parlaments.

Zwei Schweigeminuten im Parlament für Ravi Shankar

Indiens Premierminister Manmohan Singh teilte über den Kurznachrichtendienst Twitter mit, mit Ravi Shankar gehe eine Ära zu Ende. "Die Nation schließt sich mir darin an, einem unübertrefflichen Genie, seiner Kunst und seiner Bescheidenheit Anerkennung zu zollen." Singh würdigte Shankar als einen "weltweiten Botschafter für Indiens Kulturerbe". Das indische Parlament legte am Mittwoch zwei Schweigeminuten ein, um Shankars zu gedenken.

Mit ihrem runden Klangkörper ist die Sitar, deren Saiten gezupft werden, das bekannteste indische Musikinstrument. Anoushka Shankar – die das Sitar-Spielen bei ihrem Vater lernte – nannte es einst ein "sehr, sehr schwieriges Instrument".

Quelle: dpa/nbo
© Berliner Morgenpost 2014 - Alle Rechte vorbehalten
P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie Fan von der Berliner Morgenpost.
Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Top-Thema
title
Die besten Berlin-Videos

Das sind die Youtube-Favoriten der Redaktion.

Video Nachrichten mehr
Hochleistungssport Poledance ist mehr als ein sexy Stangentanz
Niederlande Vogelgrippe befällt weiteren Geflügelhof
Brennende Strohlager Dieser Landwirt wird von Brandstiftern gequält
Schauspielkarriere Angelina Jolie bald weg von der Leinwand?
Top Bildershows mehr
Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

Unfall in Brandenburg

Reisebus stürzt auf der A10 um

Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Fotogalerie

Das sind die Berliner Bilder des Tages

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote