Berlinale

À la Clooney: Die 66. Berliner Filmfestspiele sind eröffnet

George Clooney eröffnete gemeinsam mit den US-Regiebrüdern Joel und Ethan Coen und der Hollywood-Satire „Hail, Caesar!“ die Berlinale.

"George Clooney ist überhaupt nicht mein Typ", erklärte Iris Berben und stand damit bei der Eröffnung der 66. Berlinale am Donnerstagabend ziemlich alleine da. "Er hat alle Attribute von Männlichkeit", schwärmte Sebastian Koch. "Er ist unglaublich authentisch", sagte Kai Pflaume. "Er ist ein wunderbarer Schauspiele und sehr wandlungsfähig", so Ulrich Matthes, während die Kolleginnen Anna Maria Mühe, Paule Klink und Alina Levshin nur verzückt seufzen konnten.

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Wann immer George Clooney in den vergangenen Jahren Berlin besucht hat, verfielen die ansässigen Fans des Oscarpreisträgers angesichts der Möglichkeit, dem begehrtesten Junggesellen Hollywoods im Soho House an der Torstraße oder im "Grill Royal" an der Friedrichstraße tatsächlich leibhaftig zu begegnen, in eine regelrechte Hysterie. Der Höhepunkt der Georgemania war erreicht, als der Schauspieler im Sommer 2013 gleich mehrere Wochen in der Stadt weilte, um hier seinen Film "The Monuments Men" zu drehen. Seit Mittwochabend ist es nun wieder so weit: Der 54-Jährige ist am Flughafen Tegel gelandet und hat kurze Zeit später im Soho House eingecheckt.

Am Donnerstagabend eröffnete er gemeinsam mit den US-Regiebrüdern Joel und Ethan Coen und der Hollywood-Satire "Hail, Caesar!" die 66. Internationalen Filmfestspiele von Berlin. So weit, so gewöhnlich, wäre da nicht ein winziger Wermutstropfen. Zum ersten Mal war Clooney in diesem Jahr nämlich nicht alleine angereist. Im September 2014 gab der als heiratsresistent geltende Frauenschwarm überraschend der britisch-libanesischen Juristin Amal Alamuddin in Venedig das Jawort. Seitdem ist das Paar für seine glamourösen gemeinsamen Auftritte bekannt - und den bekamen auch die Fotografen vor dem Berlinale Palast. "Ich wollte meiner Frau die Filmfestspiele in Berlin zeigen und ihr die Möglichkeit geben, ein schönes Kleid anzuziehen", so George Clooney. Auch ein paar seiner Lieblingsrestaurants in der Stadt solle sie kennenlernen. Auf welches dieses Mal die Wahl fallen würde, behielt er jedoch lieber für sich.

Doch nicht nur die Clooneys sorgten am ersten Berlinale-Abend für Blitzlichtgewitter. Neben der diesjährigen Jury um die dreifache Oscargewinnerin Meryl Streep, für die es im Saal Standing Ovations gab, durfte Festival-Chef Dieter Kosslick auch weitere Hollywood-Stars wie Tilda Swinton und Channing Tatum, Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsministerin Monika Grütters, sowie hochkaratige deutsche Schauspieler, darunter Marie Bäumer, Meret Becker, Senta Berger, Daniel Brühl, Maria Furtwängler, Martina Gedeck, Heike Makatsch und Elyas M'Barek als Gäste begrüßen.

Durch die Eröffnungsgala führte wie bereits in den vergangenen Jahren Anke Engelke. Neben den üblichen Witzen über den Berliner Flughafen, Schönheitsoperationen in Hollywood und Donald Trump fand die Entertainerin auch ernste Worte zur aktuellen politischen Situation in Deutschland. "Es ist kalt und ungemütlich draußen. Da möchte man nicht mit Hunderten Menschen vor einem Gebäude stehen und nicht hineingelassen werden", eröffnete sie den Abend in Anspielung auf die dramatische Lage vor dem Lageso. "Wir können uns sehr glücklich schätzen."

Der Wettbewerb steht nach den Worten von Dieter Kosslick thematisch unter dem Motto "Recht auf Glück". In vielen Filmen gehe es um das Recht auf Heimat, Liebe, Selbstbestimmung, Arbeit, Leben und Überleben. Dazu gehören auch die Wettbewerbsbeiträge, die sich mit Flucht und Vertreibung beschäftigen.

Wo man welchen Promi auf der Berlinale treffen kann

Im Anschluss an den Eröffnungsfilm sollte noch im "Adagio" im Untergeschoss des Berlinale Palastes gefeiert werden.

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