Berlinale-Party
Promis geben sich Stelldichein im "Borchardt"
Gründe zu feiern gibt es derzeit genug: Die "Bild" lädt zu ihrer Berlinale-Party in das "Borchardt" und das feiert wie Besitzer Roland Mary einen runden Geburtstag. Doch im Mittelpunkt stehen natürlich die Promis.
Es gibt in diesen Tagen viel zu feiern. Die Berlinale, mit ihrem Überangebot an Partys, Premieren und Prominenten, sorgt für andauernde Champagner-Laune mit gleichzeitigem akutem Schlafmangel. Am Sonntagabend dann boten sich für die illustre Hauptstadt-Gesellschaft gleich zwei triftige Gründe, ihr Glas zu erheben. "Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann hatte zu der traditionellen Berlinale-Veranstaltung der Zeitung geladen – stets ein glamouröser Höhepunkt des ersten, vollgepackten Festival-Wochenendes.
Zumal diese im "Borchardt" stattfinden sollte, Berlins unangefochtene Lieblingskantine nationaler und internationaler Stars – die zurzeit ihr 20-jähriges Bestehen begeht. Natürlich ohne großen Aufheben, diskret und beiläufig, eine Stilvorgabe, die Stars an dem Restaurant so schätzen.Und die strömten einmal mehr zahlreich in die legendäre Schnitzel-Institution. Filmgrößen wie Hannelore Elsner, Mario Adorf, Veronica Ferres und TilSchweiger, der neben Freundin Svenja Holtmann seine Tochter Luna mitbrachte. Beide drehen derzeit in Berlin Schweigers neustes Werk "Schutzengel". Die ersten Szenen wurden Sonntag bereits kritisch beäugt: von US-Star Billy Bob Thornton, Ex-Mann Angelina Jolies. "Er war heute bei mir zu Hause, hat Ausschnitte gesehen. Er war begeistert", erzählte Schweiger. Zu den Leinwand-Profis gesellten sich jene Gäste, die nur wenigDreherfahrung vorzuweisen hat. Oder deren Filmdebüt entsprechend lange zurückliegt. Thomas Gottschalk etwa, zurzeit glücklos nach dem Erfolg suchender ARD-Moderator, stand in den 80er-Jahren gemeinsam mit Kollege Mike Krüger vor der Kamera. Ob er einen weiteren Ausflug ins cineastische Geschäft plane? "Das wird mir jetzt zu feuilletonistisch", so die Antwort des leicht genervt wirkenden Dauergastes des "Borchardt". Der einstige Nationaltorhüter Jens Lehmann könnte sich dagegen vorstellen, erneut Texte zu lernen.
Angetan von den Kochkünsten der Konkurrenz war ebenfalls Restauranttester und Neu-Berliner Christian Rach. Nur das Schnitzel habe er noch nicht probiert. Mehr Interesse am leiblichen Wohl denn an Filmbesprechungen hatte Barbara Schöneberger. "Ich bin nun mal keine Schauspielerin."Gesprächsstoff dürfte sich der Schöneberger dennoch reichlich geboten haben. Schließlich wird manch ein Darsteller dankbar sein, einmal nicht nur die immer gleichen Kollegen zu sehen, die während der Berliner Filmfestspielwochen von Party zu Party ziehen.
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