Publikumspreis
Morgenpost-Leser lieben rabenschwarzen Norweger
Freitag, 19. Februar 2010 21:36 - Von Peter ZanderDer norwegische Film "En ganske snill mann (A Somewhat Gentle Man)" bekommt in diesem Jahr den Publikumspreis der Berlinale. Die Leserjury der Berliner Morgenpost kürte die Film zum Sieger. Darin geht es um einen aus der Haft entlassenen Mörder - aber mit staubtrockenem Humor.

Samstagabend werden die Bären verliehen. Eine Auszeichnung steht aber schon fest: der Publikumspreis, den die Leserjury der Berliner Morgenpost in diesem Jahr bereits zum 37. Male verleiht. Neun Tage lang haben sich zwölf Leser die 20 Beiträge des Wettbewerbs angesehen, um am Ende ihren Publikumsfavoriten zu küren. Sie haben sich dabei mit großer Mehrheit für den norwegischen Beitrag „En ganske snill mann (A Somewhat Gentle Man)“ entschieden, der auch in unserem Kritikerspiegel an oberer Stelle rangiert. Eine schwarzhumorige, manchmal burleske Komödie von Hans Petter Moland.

„Secondløitnanten“ sein Spielfilmdebüt gab, ist der heute 54-Jährige auch regelmäßig zu Gast auf Filmfestivals. Mit „Kjærlighetens kjøtere“ gewann er 1995 in San Sebastian den Sonderpreis der Jury und mit „Aberdeen“ im Jahr 2000 den Hauptpreis der Nordischen Filmtage. Bereits vor sechs Jahren war er auf der Berlinale im Wettbewerb vertreten, mit „Beautiful Country“, bei dem Nick Nolte, Tim Roth und Bai Ling die Hauptrollen spielten.
Der Leserpreis wird Sonnabend, mit weiteren Unabhängigen Preisen, um 12.30 Uhr in der Landesvertretung des Saarlandes (Ministergärten 4) verliehen. Als Trophäe wird eine Skulptur der Berliner Designerin Susanne Meixner überreicht, die eine gläserne Filmspule symbolisiert.

















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