19.02.2013, 07:33

Berlinale Böll-Stiftung distanziert sich von Friedenspreisträger

Für seinen Film „A World Not Ours“ hat der Regisseur Mahdi Fleifel den Berlinale-Friedensfilmpreis erhalten. Eine umstrittene Entscheidung.

Der dänisch-palästinensische Regisseur Mahdi Fleifel hat für seinen Film "A World Not Ours" den 28. Friedensfilmpreis der Berlinale erhalten. Eine umstrittene Entscheidung, die jetzt zu Distanzierungen führt.

Es sei falsch, dass die Heinrich-Böll-Stiftung den Regisseur ausgezeichnet habe, hieß es seitens der Stiftung gegenüber der Berliner Morgenpost: "Wir finanzieren den Friedensfilmpreis seit nunmehr 20 Jahren, haben aber keinen Einfluss auf die Entscheidung der Jury, die in ihrer Wahl unabhängig ist."

Die Böll-Stiftung will nicht in Zusammenhang mit dem Israel-Kritiker stehen. "Dies ist nicht nur eine Fehlinformation, sondern eine politische Aussage, die wir so nicht stehen lassen können", heißt es mit deutlicher Distanz. Bereits der Laudator Rosa von Praunheim hatte bei der Verleihung auf der Berlinale darauf hingewiesen, dass der Film, der vom Alltag im palästinensischen Flüchtlingslage Ain El-Helweh im Süd-Libanon handelt, die israelische Seite mit ihrer Flüchtlingsgeschichte nach den Gräueln des Holocausts unerwähnt lässt.

(BM)
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