16.02.13

The Croods

In der Steinzeit ist die Hölle los

Der neue DreamWorks-3D-Zeichentrickfilm erzählt die Geschichte der "Croods", einer Familie von Höhlenmenschen, die in die Moderne aufbrechen.

Von Elmar Krekeler
Foto: Berlinale

Der Zukunft zugewandt: Die Geschichte der Menschheit kann weiter gehen, weil die Croods, die Höhlenmenschen, sich am Ende aller Katastrophen in der bunten Welt von Gestern mit dem modernen Homo Sapien Sapiens Guy (ganz links) zusammengetan haben
Der Zukunft zugewandt: Die Geschichte der Menschheit kann weiter gehen, weil die Croods, die Höhlenmenschen, sich am Ende aller Katastrophen in der bunten Welt von Gestern mit dem modernen Homo Sapien Sapiens Guy (ganz links) zusammengetan haben

Dies ist – ich weiß, es sieht auf dem Foto danach aus – die Vorgeschichte eines Werner-Herzog-Films. Vor drei Jahren waren wir mit Herzog und mit 3-D-Brillen auf der Nase im Berlinale-Palast abgetaucht zur "Höhle der vergessenen Träume", zu den herrlichsten Zeichnungen der Steinzeitmenschen von Chauvet. Dass die Zeichner der Bären und Mammuts Crood mit Nachnamen hießen, haben wir (und Werner Herzog) nicht gewusst.

Jetzt wissen wirs, weil wir "The Croods" gesehen haben, den 3-D-Zeichentrickfilm von Chris Sanders und Kirk De Micco. Dass Herzogs Kunstmaler mit einiger Sicherheit nicht so aussahen wie die DreamWorks-Neandertaler, geben wir nur kurz zu Protokoll. Wir wollen uns hier ja nicht als Paläoanthropologen aufspielen.

Deswegen vergessen wir mal gleich das mit den Neandertalern in den Höhlen, der Teilung der Erde in Kontinente in einem Akt während der Steinzeit und einige andere historisch unsinnige Geschichten, auf denen die Crood-Familie totalen Kobolz schlägt. Sagen wir: Wir sind in Fantasien. Da darf es an Land laufende Wale, gefiederte Piranhas und knallbunte Schildkrötenenten geben.

Die Croods haben Angst und finden das gut

Die Croods wollen das sowieso gar nicht sehen. Sie haben Angst vor der Dunkelheit, vor der Welt draußen vor der Höhle. Ihre Regeln sind rigide. Neugier ist tabu. Angst ist gut. Papa Crood, Grug ist sein Name, ist den Taliban näher als dem Neandertal. Bis Eep, sein wilder Steinzeitfeger von Tochter, draußen Guy kennenlernt, einen Humanoiden moderneren Typs, der das Feuer beherrscht und Regeln missachtet.

Der ewige Zweikampf bricht aus zwischen Kraft (Grug) und Kopf (Guy), zwischen Konservatismus und Moderne, den Taliban und Amerika. Das ist lustig, bunt und schnell und herzig. Das ist "Avatar" für die ganze Familie, "Stone-Age" statt "Ice-Age". Die Familie gewinnt am Ende. Und die Taliban erkennen, dass sie ohne den Amerikaner nicht leben können. Und umgekehrt. Friede, Freude, Feuermachen. Toll.

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