16.02.13

Berlinale-Liveblog

Die Verleihung der Bären im Liveticker

Finale bei der Berlinale, der große Gewinner steht fest: "Child's Pose". Es ist der erste rumänische Film, der einen Goldenen Bären gewinnt.

Foto: AP

Die Gewinner der Berlinale-Bären 2013 stehen fest:

29 Bilder

+++ 19.59 Uhr: Die Gewinner der Berlinale stehen fest. Anke Engelke schickt noch einen Gruß aus dem Berlinale Palast an alle Zuschauer, die die Verleihung im Fernsehen verfolgt haben. "Stay seated", bittet Engelke die Gäste im Saal. Denn der Gewinnerfilm "Child's Pose" wird gleich noch mal gezeigt.



Hier alle Gewinner im Überblick:

GOLDENER BÄR: "Child's Pose" ("Die Stellung des Kindes", "Pozitia Copilului") von Calin Peter Netzer (Rumänien)

SILBERNER BÄR, GROSSER PREIS DER JURY: "Eine Episode im Leben eines Metallsammlers" ("Epizoda u zivotu beraca zeljeza") von Danis Tanovic (Bosnien-Herzegowina)

SILBERNER BÄR FÜR DIE BESTE REGIE: David Gordon Green für "Prince Avalanche" (USA)

SILBERNER BÄR FÜR DIE BESTE DARSTELLERIN: Paulina García in "Gloria" von Sebastián Lelio

SILBERNER BÄR FÜR DEN BESTEN DARSTELLER: Nazif Mujic in "Eine Episode im Leben eines Metallsammlers" von Danis Tanovic (Bosnien-Herzegowina)

SILBERNER BÄR FÜR HERAUSRAGENDE KÜNSTLERISCHE LEISTUNG: Kameramann Azis Zhambakiyev für "Harmony Lessons" ("Uroki Garmonii") von Emir Baigazin (Kasachstan)

SILBERNER BÄR FÜR DAS BESTE DREHBUCH: Jafar Panahi und Kamboziya Partovi (Iran) für "Geschlossener Vorhang" ("Pardé")

ALFRED-BAUER-PREIS: – "Vic+Flo haben einen Bären gesehen" ("Vic+Flo ont vu un ours") von Denis Côté (Kanada)

GOLDENER BÄR FÜR DEN BESTEN KURZFILM: "La Fugue" (Die Ausreißerin) von Jean-Bernard Marlin (Frankreich)

SILBERNER BÄR FÜR DEN BESTEN KURZFILM: "Die Ruhe bleibt" von Stefan Kriekhaus (Deutschland)

BESTER ERSTLINGSFILM: "The Rocket" (Die Rakete) von Kim Mordaunt (Australien)



+++19.57 Uhr: Anke Engelke bittet alle Preisträger für das große Abschiedsfoto auf die Bühne. Das Publikum klatscht begeistert.

+++ 19.55 Uhr: Produzentin Ada Solomon spricht das Problem der politischen Zensur in Rumänien auf der Bühne offen an. Sie sagt, dass es aber auch eine "kommerzielle Zensur" gebe. Deshalb sei die Berlinale so wichtig. "So viele großartige Filme sind dadurch an die Öffentlichkeit gekommen."

+++ 19.49 Uhr: Der Goldene Bär geht an: "Child's Pose" aus Rumänien von Călin Peter Netzer. Er hält nur eine knappe, zurückhaltende Rede, bedankt sich bei der Jury, bei der Berlinale, Dieter Kosslick und auch bei seinem Team. Die Produzentin Ada Solomon spricht emotionaler. Sie sagt, sie fühle sich "sehr, sehr geehrt". Die Berlinale sei das erste Filmfestival, das sie besuche. Sie dankt auch "den Menschen, die nicht an uns geglaubt haben. Das machte uns stärker und entschlossener."

+++ 19.47 Uhr: Großer Preis der Jury geht an "An Episode in the Life of an Iron Picker" von Danis Tanovic.

+++ 19.42 Uhr: Den Alfred-Bauer-Preis bekommt der Beitrag aus Kanada von Denis Coté ("Vic + Flo ont vu un ours") "Congratulations", sagt Anke Engelke. "Ich werde diesen Preis mit meinem wundervollen Team in Montréal teilen", sagt Coté. Großer Moment: Der Jury-Präsident Wong Kar-wai ist auf der Bühne.

+++19.38 Uhr: Der Silberne Bär für die beste Regie geht an David Gordon Green für "Prince Avalanche". Die Jurorin Athina Tsangari übergibt den Preis.

+++19.36 Uhr: Beste Schauspielerin ist Paulina Garcia in "Gloria". Sie kommt in einem Kleid mit nacktem Rücken auf die Bühne und umfasst den Silbernen Bären mit beiden Händen, während sie Worte des Dankes spricht.

+++19.27 Uhr: Ellen Kuras von der Jury verleiht den Preis für hervorragende künstlerische Leistung im Film Uroki Garmonii an Aziz Zhambakiyev.

+++ 19.19 Uhr: "Jetzt geht es zu den Bären", sagt Anke Engelke. "Jetzt wird es ernst." Engelke stellt noch mal die Jury vor. "Hier ist eine kurze Zusammenstellung der 19 Filme - enjoy!"

+++19.17 Uhr: Preis für "The Rocket" als Erstlingswerk. Der Film ist eine internationale Co-Produktion. "Congratulations", sagt Engelke. Applaus vom Publikum. Kim Mordaunt und sein Team nehmen den Preis entgegen.

+++ 19.08 Uhr: "But now let's come to the jury", sagt Anke Engelke. Nun geht es um die Preisträger. Die Verleihung beginnt.

+++ 19.07 Uhr: Anke Engelke spricht Unterstützern und Berlinale-Partnern Dank aus. Das Publikum applaudiert.

+++ 19 Uhr: Moderatorin Anke Engelke und Berlinale-Direktor Dieter Kosslick begrüßen die Gäste pünktlich. Engelke moderiert souverän auch auf Englisch, Kosslick beginnt mit einem Scherz über DDR-Staatschef Erich Honecker, der bei Wahlen auf 99,99 Prozent Zustimmung gekommen sei. Bei der Berlinale standen die Gewinner nicht schon vor Wettbewerbsbeginn fest.

Als Abschlussfilm wird nach der Zeremonie der Gewinner des Goldenen Bären gezeigt. Festivaldirektor Dieter Kosslick und die Internationale Jury unter dem Vorsitz von Wong Kar Wai werden die Preise überreichen. Die Preisverleihung wird erneut von Anke Engelke moderiert.

Im vergangenen Jahr hatte "Cäsar muss sterben" der italienischen Regie-Brüder Paolo und Vittorio Taviani den Goldenen Bären für den besten Film gewonnen.

+++ 17.40 Uhr: Im Cubix am Alexanderplatz läuft jetzt zum letzten Mal der Film "Frances Ha" mit Greta Gerwig im Rahmen der Berlinale. Das ist ein schöner, melancholischer und optimistischer Film über das Erwachsenwerden nach dem Erwachsenwerden in Schwarz-Weiß. Oder wie Greta Herwig es selbst in einer Pressekonferenz am Donnerstag formulierte: "Ein Film über die Suche nach dem Zuhause in einem selbst." Die Schauspielerin hat am Script zusammen mit dem Regisseur Noah Baumbach gearbeitet.

+++17.14 Uhr: Rene genießt einen Tee am Potsdamer Platz, bevor er mit seiner Tochter ins Kino geht. Der 53 Jahre alte Regieassistent ist ein erfahrener Berlinale-Gänger, er kann sich noch an die 54. Berlinale erinnern. Am meisten schaut er Filme der Sektionen "Panorama" und "Forum". Sein Highlight dieses Jahr ist der Film "The Broken Circle Breakdown". Zwei israelische Geschichten aus der "Panorama"-Sektion - "Rock the Casbah" und "Youth" - sind ihm auch positiv aufgefallen. In der ersten verarbeitet der Regisseur seine Erfahrungen in der israelischen Armee in Form eines Spielfilms, die zweite liefert interessante Einblicke in das Leben der jungen Generation, Protestbewegung und soziale Probleme in Israel. Aber auch den kasachischen Film im Wettbewerb - "Harmony Lessons" - fand Rene gut: "Zuerst dachte ich, so was habe ich schon mehrmals gesehen. Aber letztendlich hat mich dieser Film doch überrascht und bewegt."

+++ 15 Uhr: Ein guter Tag für Ticketkäufer. So gut wie gar keine Schlange gibt's am Ticketcounter in den Arkaden am Potsdamer Platz. Und einige Filmtitel leuchten noch Grün, das heißt, man kriegt Karten. "Das ist sogar ein bisschen ärgerlich," sagt Thomas (22). "Ich habe schon für den Film "In the Name of" fast eine Stunde Schlange gestanden, und dann war er ausverkauft. "Heute habe er für den gleichen Film für die gleiche Zeit ohne Anstehen eine Karte bekommen."

Das heißt, die letzten Karten wurden nun wahrscheinlich freigeschaltet. Morgen ist Publikumstag der Berlinale: Es wird also nicht mehr um den Glanz gehen, sondern nur ums Kino. Ein Fest für die Kinofans.

+++ 13.19 Uhr: Da wo gestern noch ein hundert Autogrammjäger auf Nicolas Cage und später auf Catherine Deneuve warteten, ist heute nur ein leerer Ort. Auch im Berlinale-Palast ist Stille. Eine magische Stille, denn das wichtigste Kino des Festivals wird gerade für die Preisverleihung vorbereitet. Es liegt eine Atmosphäre gespannter Erwartung über dem Platz. In sechs Stunden werden wir wissen, wer der Gewinner ist!

+++ 10.49 Uhr: Im Film "On my way" spielt Catherine Deneuve eine alternde Schönheit. Eine lustige Szene zeigt, wie sie - Miss Bretagne - und noch ein Dutzend Ex-Schönheitsköniginnen über 60 für ein Plakat wieder vor der Kamera stehen.

Hätte Ulrich Seidl das gedreht, hätte es eine sehr traurige Szene sein können. Aber der Film von Emmanuelle Bercot ist optimistisch, seine Message ist: "Das Leben geht weiter." Sex, Liebe, Familie, Arbeit - nichts hört mit 60 auf.

Der Film hat am Frteitagabend Premiere gefeiert und wird heute nocheinmal um 12 Uhr im Friedrichstadtpalast gezeigt.

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