15.02.13

Berlinale-Liveblog

Warum Nicolas Cage nicht wie "Grug" aussehen will

Tag 9 der Berlinale. Die Berliner Morgenpost berichtet von goldenen Bären, Stars, Filmen und dem bunten Treiben darumherum.

Foto: Getty Images

Nicolas Cage und seine Figur "Grug"

17 Bilder

Die Berlinale geht in den Endspurt.

Zum Abschluss des Wettbewerbs um die begehrten Bären wird heute Catherine Deneuve beim Festival erwartet. Die französische Diva und leidenschaftliche Raucherin nimmt sich in der Komödie "Elle s'en va" (On my Way) von Emmanuelle Bercot selbst auf die Schippe.

Aus Südkorea bewirbt sich der Film "Nobody's Daughter Haewon" von Hong Sangsoo um eine Auszeichnung. Die Bären-Trophäen werden am Samstag verliehen.

Außer Konkurrenz wollte Hollywoodstar Nicolas Cage das Steinzeit-Abenteuer "The Croods" vorstellen. In dem 3D-Animationsfilm leihen Cage, Emma Stone und Ryan Reynolds den Figuren ihre Stimmen.

+++ 23.12 Uhr - Jetzt stehen alle Preisträger auf der Teddy-Bühne: Bester Dokumentarfilm für "Bambi", bester Kurzfilm "Undress me", Spezialpreis der Jury "Concussion". Der polnische Film "In the Name of" hat gleich zwei Preise bekommen: Leserpreis der "Siegessäule" und den Teddy für den besten Spielfilm.

+++ 23.01 Uhr - Den Teddy für den besten Spielfilm bekommt der polnische Wettbewerbsbeitrag "In the Name of...". Regisseurin und Teddy-Gewinnerin Szumowska: "Es gibt Orte auf der Welt, wo die Homosexuelle keine gleichen Rechte mit den Heterosexuellen haben. Leider gehört Polen dazu. Deswegen ist mir dieser Preis sehr wichtig."

+++ 22.51 Uhr - Nach dem bekannten Hit "Hallelujah" performt Rufus Wainwright ein Lied auf Deutsch für das Publikum und für seinen deutschen Ehemann J. Weisbrodt."Für mich soll's rose Rosen regnen."

+++ 22.36 Uhr - In Berlin werden die Teddys verliehen. Der schwul-lesbische Preis der Berlinale findet zum 27. Mal statt. Rufus Wainwright singt auf der Bühne. Klaus Wowereit und Renate Künast sitzen in den ersten Reihen

+++ 17.39 Uhr Die Stimmung ist gut bei der Pressekonferenz mit Catherine Deneuve. Ein Journalist fragt: "Haben Sie eine Zigarette?" - eine Anspielung auf die oft vorkommende Szene im Film.

+++ 17.30 Uhr "Catherine Deneuve muss ich, glaub ich, nicht vorstellen," sagt der Moderator. So beginnt die Pressekonferenz zum Film "On my Way." Die Regisseurin habe zu viel ihre Haare gedreht, kommt die erste Bemerkung. Die zweite Frage löst das laute Lachen aus. Ein Journalist will von der Regisserin wissen, ob ihr Film eine Fortsetzung der Mode ist, Liebe im Alter zu zeigen.

+++ 16.04 Uhr Berlinale im ehemaligen Krematorium. Berlinale ist nicht nur Kino: In der Reihe Forum Expanded zeigt das Festival an ungewöhnlichen Orten Ausstellungen und Installationen aus dem Grenzbereich zwischen Film und Kunst.

So ist im Kulturquartier Silent Green, einem ehemaligen Krematorium im Wedding, eine Gruppenausstellung unter dem Titel "Waves vs. Particles" zu sehen. "Es geht um Ozean- und Schallwellen, um radioaktive Strahlung und Psychologie, um nationale Schuld und Verantwortung", so die Veranstalter.

Zu Wochenbeginn waren die Besucher in den Kreuzberger Badetempel Liquidrom geladen, um in 35 Grad warmem Wasser die Dia-Ton-Installation der brasilianischen Künstler Hélio Oiticica (1937-1989) und Neville D Almeida zu sehen. "Badekleidung nötig", hieß es im Programm.

+++ 15.59 Uhr Bei der Verleihung der Teddy Awards auf der Berlinale stand ein Preis schon vorab fest: Das südafrikanische Projekt "Steps for the Future" bekam einen Sonderpreis zugesprochen. Das Filmprojekt setzt sich gegen die Diskriminierung von Menschen mit dem Aids-Virus ein.

Welche Filme des Festivals einen Teddy bekommen, war offen. Bei der Gala und einer großen Party wird traditionell einen Tag vor der Bärenverleihung schwul-lesbisches Kino gefeiert. Im Showprogramm war am Freitagabend unter anderem der Musiker Rufus Wainwright angekündigt.

+++ 15.57 Uhr In der Panorama-Sektion geht es heute viel um die Ehe und Familie. Um 12:30 zeigte der taiwanische Film "Will you still love me tomorrow", wie es einem schwulen Mann gelang, zu seiner wahren sexuellen Orientierung zu finden und gleichzeitig seine Frau und Kind nicht zu verlieren.

In "Tanta Agua" (17:45) wird die vierzehnjährige Lucia die Ferien mit seinem Vater und kleinerem Bruder verbringen müssen.

Um 19 Uhr ist noch einmal das argentinische Beziehungsdrama "Deshora" zu sehen. Und um 22:30 geht es um die schwesterliche Liebe im Film des deutschen Regisseurs Lars Kraume.

+++ 15.52 Uhr Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hat die Berlinale als "großen Publikumserfolg" gewürdigt. "Die Filmbegeisterung der Besucher aus aller Welt ist immer wieder aufs Neue beeindruckend", teilte Wowereit zum Finale der 63. Internationalen Filmfestspiele Berlin mit. Das Festival verleihe der Stadt Jahr für Jahr ein besonderes Flair. Bis zum Freitag seien mehr als 275 000 Tickets verkauft worden.

+++ 14.29 Uhr Nicolas Cage über den allerletzten Film, in dem er gerne spielen wollen würde:"Hm, was habe ich noch nicht gemacht? Ein Musical!"

+++ 14.14 Uhr Nicolas Cage über Grug, dessen Stimme er in "Die Croods" spricht: "Hoffentlich sehe ich nicht so aus, wie er!" Kleine Notitz: Grug lebt in der Steinzeit, seine Familie gehört zu den letzten Überlebenden.

+++ 14.12 Uhr Gut geschlafen hat Nicolas Cage offensichtlich nicht in Berlin. Zumindest hat er das Strahlen auf dem roten Teppich seiner bezaubernden Kollegin Emma Stone überlassen. Macht nichts, im Laufe der Pressekonferenz taute er dann nämlich etwas auf.

+++ 14.05 Uhr Nein, die Pappfiguren sind nicht mehr da, dafür aber Emma Stone und Nicolas Cage!

+++ 14.02 Uhr Beim Photocall zum Film "Die Croods" lächeln nicht nur echte Menschen für die Kameras, sondern auch witzige Pappfiguren. Alles klar, sie stammen ja aus dem einzigen Animationsfilm des Wettbewerbs! Ob sie gleich bei der Pressekonferenz auch etws erzählen werden?..

+++ 13.06 Uhr Regisseur Christian Petzold (52) empfindet es als Luxus, während der Berlinale keinen Terminstress zu haben. "Ich kann in die Filme gehen, ich kann Spazierengehen und mich mit Freunden und Kollegen treffen", sagt er.

Petzold ist in diesem Jahr nicht mit einem eigenen Film auf dem Festival vertreten. "Wenn man einen Film im Wettbewerb hat, muss man ihn ja "promoten", – also man hat Leute an der Seite, die einen von Interview zu Interview zerren." Das empfinde er immer als "ganz furchtbar." Im vergangenen Jahr hatte Petzold seinen Film "Barbara" auf der Berlinale uraufgeführt und war mit dem Silbernen Bären für die beste Regie ausgezeichnet worden.

+++ 13.02 Uhr Die kleine Kritik zu "An Episode in the Life of an Iron Picker" ("Epizoda u zivotu beraca zeljeza") von Danis Tanovic (Bosnien und Herzegowina): Eine Roma-Familie spielt eine Episode aus ihrem eigenen Leben nach. Weil die Familie das Geld für die Krankenhausbehandlung der Mutter nicht bezahlen kann, stirbt die schwangere Frau fast. ein starker Blick auf die Wirklichkeit, jedoch wird der Winter als Symbol für das harte Leben der Roma überstrapaziert.

+++ 12.37 Uhr Die kleine Kritik zu "Prince Avalanche" von David Gordon Green (USA): Zwei Straßenbauarbeiter verbringen den Sommer mit der Markierung von Fahrbahnen in einer von Bränden gezeichneten Waldgegend. PRO: Skurrile Wiederbelebung des Lebensgefühls der 1980er Jahre. CONTRA: Story zu dünn und harmlos.

+++ 12.22 Uhr Die kleine Kritik zu "Harmony Lessons" ("Uroki Garmonii") von Emir Baigazin (Kasachstan): Zwangsgestörter Junge kommt mit seinen immer gewalttätiger werdenden Schulkameraden nicht klar. Die streng aufgebaute Erzählung bietet gut komponierte Bilder, doch am Ende driftet der Film zu heftig ins Mystische ab.

+++ 12.20 Uhr Christopher Lee kann auf Deutsch nur singen. Der britische Schauspieler Christopher Lee (90) hadert mit der deutschen Sprache. "Meine Aussprache ist in Ordnung, aber ich habe nie die deutsche Grammatik gelernt, viel zu kompliziert", sagte Lee .

"Allein das Geschlecht: das Mädchen. Der Rhein. Ist doch verrückt." Er könne auf Deutsch nur singen, sprechen könne er Französisch, Italienisch und Spanisch.

Lee ("Herr der Ringe") war bei der Berlinale mit Bille Augusts Bestsellerverfilmung "Nachtzug nach Lissabon" zu Gast.

+++ 11.29 Uhr Das war wohl die seltsamste Pressekonferenz dieser Berlinale. No comment - der Regisseur Hong Sangsoo wollte fast gar keine Fragen beantworten und nichts kommentieren.

Zum Beispiel auf die Frage, wie die Situation von Homosexuellen in Korea aussieht, kam eine Antwort: "Geht's Ihnen gut?" Und das peinliche Schweigen.

+++ 11.21 Uhr: Hong Sangsoo, Regisseur des Films "Nobody's Daughter Haewon", behauptet bei der Pressekonferenz, er habe ein Buch von Norbert Elias seiner Protagonistin ganz zufällig in die Hände gesteckt. Ihm habe einfach der Titel gefallen. Nun kann er sich leider nicht mehr an ihn erinnern.

+++11.03 Uhr: Erstaunlich gute Kritiken hat der kasachische Film "Harmony Lessons" bekommen. Für viele Zuschauer war aber der Film ein wenig zu brutal. Nach der Premiere sagte eine Zuschauerin zu ihrer Freundin, das Thema Mobbing in der Schule sei zwar sehr wichtig, "aber fast zwei Stunden nur Leiden, Foltern und Kotzen auf der Leinwand... Muss das sein?" Nun sind wir gespannt, welcher Meinung die Jury dazu ist. Schon morgen werden wir es erfahren!

+++ 9.41 Uhr: Emma Stone zeigt den Fotografen ihr schönstes Lächeln, Nicolas Cage zieht gleich mit der ganzen Familie ins Adlon ein und Catherine Deneuve will den roten Teppich für sich einnehmen. Die Star-Dichte heute ist noch einmal gewaltig.

+++ 8.59 Uhr: Ein großer Tag kommt, heute kommen die letzten Premieren der Berlinale 2013. Gleich beginnt der Film"Nobody's Daughter Haewon." Der Berlinale-Palast ist halbleer bei der Pressevorführung, nicht zu vergleichen mit den ersten Tagen.



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