07.02.13

Frauenrechtsgruppe

Femen-Aktivistinnen halbnackt auf der Berlinale

Auf einmal waren sie halbnackt: Aktivistinnen der Gruppe Femen haben für ihre erste Aktion in Berlin den Berlinale-Teppich erobert.

Foto: REUTERS

Aktivistinnen der Frauenrechtsgruppe Femen haben erstmal in Berlin protestiert. Während Prominente über den roten Teppich zur Eröffnung der Berlinale liefen...

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Zunächst sahen sie aus wie ganz einfache Berlinale-Fans, doch plötzlich standen sie "oben ohne" da, und es gab viel Geschrei. Mitglieder der Frauenrechtsgruppe Femen haben sich zum Start der Berlinale am Rande des roten Teppichs entblößt.

Wenige Tage zuvor hatte die ukrainische Frauenrechtsgruppe angekündigt, nun auch Aktionen in Berlin starten zu wollen. Die Gruppe kämpft nach eigenen Angaben gegen "Sextremismus" und für sexuelle und soziale Gerechtigkeit. Die Aktivistinnen protestieren grundsätzlich mit nacktem beschrifteten Oberkörper und skandieren lauthals Slogans wie "Frau ist keine Ware".

Am roten Teppich zur Eröffnung der Berlinale erklommen mehrere Aktivistinnen – nach Angaben der Polizei beteiligten sich vier Frauen an der Protestaktion – ein etwa drei Meter hohes Gerüst und protestierten von dort aus halbnackt lauthals. Zwei Aktivistinnen gelang es auf noch ungeklärte Weise, den roten Teppich zu betreten.

Femen-Aktivistinnen wärmen sich in Polizeijacken

Innerhalb kürzester Zeit erreichten Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes die Frauen und führten sie zurück hinter die Absperrung. Dort übernahm die Polizei und führte die weiterhin lautstark protestierenden Aktivistinnen ab.

In einem Polizeieinsatzwagen durften sich die Frauen, nach Informationen der Berliner Morgenpost eine Ukrainerin und eine Deutsche, in Polizeijacken wieder aufwärmen. Sie sollen sich nach wenigen Minuten beruhigt haben. Einem Polizeisprecher zufolge kamen die Frauen nur kurzfristig in Polizeigewahrsam und bekamen dann einen Platzverweis.

Die ukrainische Frauenrechtsgruppe Femen will in Berlin ein Büro eröffnen. Hauptziel ist die Abschaffung legaler Prostitution.



Quelle: BMO
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