Berlinale-Kamera
Auch mit 100 Jahren denkt Oliveira nicht ans Aufhören
Er ist 100 Jahre alt, war fünf Mal auf der Berlinale, drehte mit Marcello Mastroianni und Catherine Deneuve: Manoel de Oliveira. Einen würdigeren Preisträger für die Berlinale-Kamera kann es kaum geben. Und so bekam de Oliveira, der älteste Filmregisseur der Welt, nun auch die Auszeichnung.
Die letzte der drei Berlinale-Kameras ist eine Überraschung: Wer sie bekommt, wird vor der Verleihung nicht verraten. Gemunkelt wurde, sie ginge an einen Regisseur, der das 100. Lebensjahr schon hinter sich hat, und da konnte es eigentlich nur einer sein: Manoel de Oliveira, der älteste Filmregisseur der Welt. Die Gerüchte stimmten. Der portugiesische Altmeister des Autorenkinos bekam am Mittwoch unter Ausschluss der Öffentlichkeit den Preis für sein Lebenswerk überreicht.
Dass Oliveira dieses auch mit seinen 100 Lenzen als noch nicht vollendet betrachtet, erklärte er bereits auf seiner Berlinale-Pressekonferenz. "Den Wunsch, auch künftig Filme zu machen, habe ich schon", sagte er. Natürlich läge es aber nicht allein in seiner Hand, ob dieser Wunsch wahr wird. Das Alter bestimmten auch die "dunklen Kräfte, von denen wir alle abhängig sind." Bislang ist Oliveira nicht nur optisch erstaunlich jung geblieben, sondern er dreht auch jedes Jahr einen neuen Film.
Seine neueste Arbeit "Singularidades de uma rapariga loura" (Die Eigenheiten einer jungen Blondine) feierte am Mittwoch in der Reihe Berlinale Special im Cinema Paris ihre Uraufführung und wurde, so Oliveira, bereits mit Blick auf die Berlinale gedreht. Er präsentierte dem Publikum die Berlinale-Kamera und verlas eine kurze Dankesrede, in der er die Bedeutung der Filmfestspiele und des deutschen Films betonte.
Oliveira begann seine Karriere bereits zu Stummfilmzeiten. Ab 1972 realisierte er viele wegweisende Autorenfilme mit Stars wie Marcello Mastroianni, Catherine Deneuve und Michel Piccoli. Auf der Berlinale war er bereits fünf Mal zu Gast. höll
Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
- Berlinale Shorts: Die ersten Berlinale-Bären sind vergeben
- Kino: Ulrich Tukur ist Favorit für den Deutschen Filmpreis
- Abschlussfilm der Berlinale: "Eden à l'Ouest" - Schlechte Welt, aber Rettung naht
- Wettbewerbsfilm "Tatarak": Eine Liebe, die zweimal mit dem Tod endet
- Berlinale: Renée Zellweger und die gemeinen Po-Grabscher
- Wettbewerbsfilm "La Teta Asustada": Eine Frau versucht die Angst wegzusingen
-
00:08Präsidentschaftswahl: Unterlegener Kandidat in Ägypten will gegen Wahler...
-
00:00Verkehrssünder: Flensburger Punktedatei soll weiter verschärft...
-
26.05.2012Festnahme: Toter in Friedrichshainer Bar: Verdächtiger gefass...
- 1. Relegationsspiel Hertha BSC und der Abstieg ohne Gnade
- 2. Formel 1 in Monaco Strafversetzung verdirbt Schumacher nicht die Laune
- 3. Nach Berufung Hertha BSC schickt seine Spieler in den Urlaub
- 4. Relegationsspiel Hertha BSC gibt sich offenbar geschlagen
- 5. Stromerzeugung Solaranlagen liefern so viel Strom wie fast 20 Atommeiler














