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11.02.09

Filmfestival

Berlinale verbucht absoluten Besucherrekord

Die Berlinale ist ein Erfolg - in jedem Fall beim Kartenverkauf: Innerhalb von acht Tagen wurden 270.000 Tickets für Vorstellungen der 59. Internationalen Filmfestspiele verkauft. Das sind mehr als während des gesamten Filmfestivals 2008.

Die 59. Internationalen Filmfestspiele Berlin scheinen sich zu einem Mega-Erfolg auszuwachsen – zumindest was die verkauften Kinokarten angeht. Nach Angaben von Berlinale-Chef Dieter Kosslick sind schon jetzt insgesamt 270.000 Karten vorkauft worden. "Das Publikum liebt die Berlinale, auch bei schwierigen und ungewöhnlichen Filmen", sagte Kosslick.

Nach nur acht Tagen – der Vorverkauf hatte am 3. Februar begonnen – haben Filmfans damit in diesem Jahr schon mehr Karten erworben als 2008 während des gesamten Festivals. Bei der 58. Internationalen Filmfestspielen wurden insgesamt 240.098 Karten verkauft. 2007 waren es 224.181 Karten, im Jahr davor 186.000 Karten.

Dass die Zahl in diesem Jahr so hoch ausfällt, liegt am Friedrichstadtpalast: Das Revuetheater wurde in diesem Jahr erstmalig zu einem Berlinale-Kino umgebaut. 1800 Kinobesuchern bietet das Haus an der Friedrichstraße in Mitte Platz, er ist der größte Spielort des Festivals. Der Vertrag mit der Berlinale läuft fünf Jahre. In Leinwand und Technik investierte der Revuepalast rund eine Viertelmillion Euro - die durch die Berlinale-Mietzahlungen eingespielt werden.

Dreister Überfall auf Festival-Mitarbeiter

Der erhöhte Umsatz aber birgt auch Gefahren: Am Dienstag hatten Unbekannte zwei Berlinale-Mitarbeiter im Einkaufszentrum Potsdamer Platz Arcaden überfallen und ihnen die Einnahmen aus dem Karten-Vorverkauf geraubt. Die Täter hatten sich den den 36 und 40 Jahre alten Opfern in den Weg gestellt, als die beieden Festival-Mitarbeiter mit dem Geld unterwegs waren. In dem Einkaufszentrum, das in unmittelbarer Nähe des Festival-Premierenkinos Berlinale Palast liegt, befindet sich eine der zentralen Vorverkaufsstellen für die 59. Internationalen Filmfestspiele.

Die beiden Berlinale-Mitarbeiter wollten einen Teil der Ticketeinnahmen vom Abend in ein Büro im 2. Obergeschoss abliefern. Die Räuber passten die beiden Männer im Erdgeschoss der Einkaufspassage in der Nähe der Fahrstühle ab. Dort forderten die Täter mit vorgehaltenem Messer die Herausgabe des Bargeldes. Einer der Männer schlug den 36-Jährigen Kartenverkäufer mit der Faust ins Gesicht und entriss ihm den Beutel mit den Einnahmen. Anschließend floh das Trio mit der Beute. Von den drei Tätern liegt bislang keine konkrete Personenbeschreibung vor. Laut Polizei ließen die Räuber eine vierstelleige Summe mitgehen.

Wie man an Karten kommt

Wer auf der Berlinale einen Film sehen will, muss auf dem Weg zur Karte das ganz eigenen Festival-Prozedere durchlaufen. Das funktioniert so:

Das Festival unterteilt sich in die Sektionen Wettbewerb, Panorama, Forum, Perspektive deutsches Kino, Berlinale Special, Berlinale Shorts, Generation, Retrospektive, Berlinale Talent Campus, Kulinarisches Kino und Winter Adé.

Täglich gibt es ab 10 Uhr Karten. Wer online bucht, zahlt pro Karte 1,50 Euro mehr als an den Vorverkaufsschaltern. Ansonsten kosten Karten im Berlinale Palast am Potsdamer Platz 11 Euro, Wiederholungen der Wettbewerbsfilme 8 Euro, Panorama-Filme und die meisten anderen Filme gibt es für 7 Euro.

Der Kartenvorverkauf beginnt immer drei Tage im Voraus. Nur Wiederholungen der Wettbewerbsfilme gibt es schon vier Tage zuvor. Achtung: Am letzten Festivaltag am Sonntag, 15. Februar, ist Berlinale-Kinotag. Für diesen hat der Vorverkauf bereits begonnen, die Karten kosten 6 Euro. Auch für die sämtliche Vorstellungen im Friedrichstadtpalast sind schon Karten erhältlich. Wichtig auch: Karten können an den Vorverkaufsstellen und Kinos nur bar bezahlt werden.

50 Prozent Ermäßigung gibt es für Hartz-IV-Empfänger, Schüler, Studenten, Behinderte, Arbeitslose sowie Wehr- und Wehrersatzdienstleistende an den Tageskassen der Kinos. Auch Gruppen ab fünf Personen erhalten für die Generation-Reihe eine Ermäßigung.

Wem es jedoch egal ist, welchen Film er sieht, Hauptsache er sieht irgendeinen Berlinale-Film – der kann sich entspannen und an die Kassen gehen, wann immer er will. Irgendetwas gibt es immer. Splatter-Movies nachts um 3 Uhr. Oder Experimentalfilme in mutiger Qualität.

Die zentralen Vorverkaufsstellen der Berlinale

- Arkaden am Potsdamer Platz (bis 20 Uhr)

- Kino International, Karl-Marx-Allee 33/ Ecke Schillingstraße

- Haus der Berliner Festspiele, Schaperstraße 24 (bis 18 Uhr!)

- Theaterkassen

- Tagesverkauf von Restkarten an den Kinokassen selbst.

Die wichtigsten Orte der Berlinale finden Sie auf der .

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