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11.02.09

Berlinale Shorts

Die ersten Berlinale-Bären sind vergeben

Für die Kurzfilm-Macher hat die Berlinale ihren Höhepunkt erreicht: Die Bären wurden vergeben. Ein irischer und ein britischer Filmemacher bekamen die goldene und silberne Statue. Ein deutscher Film wurde für den europäischen nominiert.

© DDP
Berlinale 2009

Bei der Berlinale ist der erste Goldene Bär verliehen worden: Der irische Regisseur David O’Reilly gewann mit "Please Say Something" den Kurzfilmwettbewerb. "Der Film löst viele Gefühle aus und hat uns nicht losgelassen, durch seine sehr menschliche Sicht der Dinge", urteilte die Jury. "Die Charaktere geben gleichermaßen Anlass zum Lachen und traurig sein." Der silberne Bär ging an "Jade" von Daniel Elliott aus Großbritannien. Die Jury war beeindruckt von dem individuellen Drama der jungen Frau und der konzentrierten Form des Films, heißt es in der Begründung. "Die einfühlsame Geschichte hat uns von Anfang bis Ende gefangen genommen."

Den DAAD-Kurzfilmpreis bekam die kubanische Filmemacher Susana Barriga für "The Illusion". "Mutig stellt sich dieser Film der unwiederbringlichen Vergangenheit. Eine sehr persönliche Form von Kino, der es gelingt eine autobiographische Landschaft des Verlusts zu zeichnen", so das Jury-Urteil.

Nominiert für den europäischen Filmpreis wurde "Die Leiden des Herrn Karpf. Der Geburtstag" von der deutschen Filmemacherin Lola Randl.

Besondere Erwähnungen gab es für Leila Albayatys Film "VU" und für "contre-jour" von Christoph Girardet und Matthias Müller.

Erwartungen und Konventionen werden zerschlagen. Dieser abstrakte Found Footage Film ist eine kraftvolle, sensible Maschine, die den Zuschauer das Gefühl von Blindheit erleben lässt und ihn sehen lässt, was nicht da ist.

Die internationale Kurzfilmjury besteht aus Khavn de la Cruz (Philippinen), Arta Dobroshi (Kosovo) und Lars Henrik Gass (Deutschland).

Quelle: dpa/sh
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