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Wettbewerb - "The Messenger"

Wie ein Irak-Veteran an der Heimatfront kämpft

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In der Liebe und im Krieg sind alle Mittel erlaubt, heißt es. Doch wenn Liebe und Krieg in Konflikt geraten, ist alles verboten. Darum geht es im amerikanischen Wettbewerbsbeitrag "The Messenger" von Regisseur Oren Moverman.

Berlinale - Film "The Messenger"
Foto: DPA
Woody Harrelson spielt in "The Messenger" einen Irak-Heimkehrer

Ben Forster spielt Will Montgonery, einen hochdekorierten, mehrfach verwundeten Irak-Heimkehrer, für den die US-Armee zu Hause einen wahrhaft schweren Job bereit hält: Er wird zu einem Team abkommandiert, dass die Verwandten von Gefallenen benachrichtigt.

Für diesen Job sind Helden nötig, sagt sein diensthabender Offizier. Allerdings hat Will, wie wir ganz zum Schluss erfahren, im Irak gelernt, dass auch Heldenmut nicht immer rettet. Die Explosionen der Trauer, mit denen Will bei seiner Aufgabe konfrontiert wird, sind auf ihre Weise ähnlich unberechenbar wie die "unkonventionellen“ Sprengfallen, denen er im Irak lebend entkommen ist.

Welcher Film sollte Ihrer Meinung nach den Wettbewerb der Berlinale 2009 gewinnen? Stimmen Sie ab!
 
0% Alle Anderen (Regie: Maren Ade)
 
0% Chéri (Merci, Chéri; Regie: Stephen Frears)
 
0% Gruppentreffen mit Dame (Darbareye Elly; Regie: Ashgar Farhadi)
 
0% Star der Peking-Oper (Forever enthralled; Regie Chen Kargie)
 
0% Blick auf die Putzfrau (Gigante; Regie: Adrián Biniez)
 
0% Happy Tears (Happy Tears; Regie Mitchell Lichtenstein)
 
0% Ein alter Mord (In the electric mist; Regie: Bertrand Tavernier)
 
0% Racheengel zu Pferde (Katalin Varga; Regie: Peter Strickland)
 
0% Schmerzende Milch (La teta asustada; Regie: Claudia Llosa)
 
0% Ein weiblicher Soldat (Lille Soldat; regie: Annette K. Olesen)
 
0% Nach dem Terror (London River; Regie: Rachid Bouchareb)
 
0% Mammut-Projekte (Mammoth, Regie: Lukas Moodysson)
 
0% Alles über meine Mutter (My One and Only; Regie: Richard Loncraine)
 
0% Mordfall im Modehaus (Rage; Regie: Sally Potter)
 
0% Ein Wunderbaby (Ricky; Regie Francois Ozon)
 
0% Ein Kriegsverbrecher (Storm; Regie: Hans-Christian Schmid)
 
0% Eine späte Liebe (Tatarak; Regie: Andrzej Wanda)
 
0% Schlechte Nachrichten (The Messenger; Ben Foster)
Gesamt: 0 Stimmen
Folgerichtig wurden diese Einsätze an der Heimatfront mit einer Wackelkamera gefilmt wie Kriegsszenen. Denn die wenigsten Menschen nehmen die schlechte Nachricht vom Tod ihrer Lieben einfach so hin, viele werden sogar aggressiv und beschimpfen die Soldaten als Feiglinge (wie der auf diesem Festival wieder omnipräsente Steve Buscemi als Vater). Es ist wie, es Wills Vorgesetzter Captain Stone sagt: Die Soldaten ziehen in den Krieg, alle winken mit Fähnchen, und dann sind sie ganz fassungslos, wenn jemand stirbt.

Richtig gefährlich wird es, als Will sich in die Witwe eines Gefallenen (Samantha Morton) verliebt. Die schwelenden Brandherde in Wills Seele, die damit in Flammen geraten, befeuern die melodramatische Haupthandlung.

Doch was „The Messenger“ zu einem der besten Filme im Wettbewerb macht, sind die kleinen intensiven Kammerspiele der Verzweiflung, die sich abspielen, wenn Will und Stone ein Haus betreten, in dem sich bis zu diesem Moment irgendjemand der Illusion hingegeben hat, sein Geliebter, Mann oder Sohn würde heil nach Hause kommen. Und ganz großartig ist Woody Harrelson als Captain Stone, ein Mann, der sich in seinem soldatischen Macho-Zynismus eingepanzert hat und scheinbar nie wieder den Weg aus dieser Gefühlsfestung heraus ins zivile Leben finden wird.

Dabei kann er auch extrem komisch sein kann. Und das hilft, die manchmal erstickend nahe gehende Geschichte zu ertragen. Auch weil ganz am Ende doch für die beiden Soldaten etwas Hoffnung auf Normalität angedeutet wird.

Dienstag, 15 Uhr Friedrichstadtpalast, 20 Uhr Urania, 22.30 Uhr Berlinale-Palast

Testen Sie, was Sie über die Filmfestspiele wissen – mit dem Berlinale-Quiz von Morgenpost Online.




Erschienen am 09.02.2009

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