Wettbewerb - "The Messenger"
Wie ein Irak-Veteran an der Heimatfront kämpft
Dienstag, 10. Februar 2009 13:40 - Von Matthias HeineIn der Liebe und im Krieg sind alle Mittel erlaubt, heißt es. Doch wenn Liebe und Krieg in Konflikt geraten, ist alles verboten. Darum geht es im amerikanischen Wettbewerbsbeitrag "The Messenger" von Regisseur Oren Moverman.

Ben Forster spielt Will Montgonery, einen hochdekorierten, mehrfach verwundeten Irak-Heimkehrer, für den die US-Armee zu Hause einen wahrhaft schweren Job bereit hält: Er wird zu einem Team abkommandiert, dass die Verwandten von Gefallenen benachrichtigt.
Für diesen Job sind Helden nötig, sagt sein diensthabender Offizier. Allerdings hat Will, wie wir ganz zum Schluss erfahren, im Irak gelernt, dass auch Heldenmut nicht immer rettet. Die Explosionen der Trauer, mit denen Will bei seiner Aufgabe konfrontiert wird, sind auf ihre Weise ähnlich unberechenbar wie die "unkonventionellen“ Sprengfallen, denen er im Irak lebend entkommen ist.
| 0% | Alle Anderen (Regie: Maren Ade) | |
| 0% | Chéri (Merci, Chéri; Regie: Stephen Frears) | |
| 0% | Gruppentreffen mit Dame (Darbareye Elly; Regie: Ashgar Farhadi) | |
| 0% | Star der Peking-Oper (Forever enthralled; Regie Chen Kargie) | |
| 0% | Blick auf die Putzfrau (Gigante; Regie: Adrián Biniez) | |
| 0% | Happy Tears (Happy Tears; Regie Mitchell Lichtenstein) | |
| 0% | Ein alter Mord (In the electric mist; Regie: Bertrand Tavernier) | |
| 0% | Racheengel zu Pferde (Katalin Varga; Regie: Peter Strickland) | |
| 0% | Schmerzende Milch (La teta asustada; Regie: Claudia Llosa) | |
| 0% | Ein weiblicher Soldat (Lille Soldat; regie: Annette K. Olesen) | |
| 0% | Nach dem Terror (London River; Regie: Rachid Bouchareb) | |
| 0% | Mammut-Projekte (Mammoth, Regie: Lukas Moodysson) | |
| 0% | Alles über meine Mutter (My One and Only; Regie: Richard Loncraine) | |
| 0% | Mordfall im Modehaus (Rage; Regie: Sally Potter) | |
| 0% | Ein Wunderbaby (Ricky; Regie Francois Ozon) | |
| 0% | Ein Kriegsverbrecher (Storm; Regie: Hans-Christian Schmid) | |
| 0% | Eine späte Liebe (Tatarak; Regie: Andrzej Wanda) | |
| 0% | Schlechte Nachrichten (The Messenger; Ben Foster) |
Richtig gefährlich wird es, als Will sich in die Witwe eines Gefallenen (Samantha Morton) verliebt. Die schwelenden Brandherde in Wills Seele, die damit in Flammen geraten, befeuern die melodramatische Haupthandlung.
Doch was „The Messenger“ zu einem der besten Filme im Wettbewerb macht, sind die kleinen intensiven Kammerspiele der Verzweiflung, die sich abspielen, wenn Will und Stone ein Haus betreten, in dem sich bis zu diesem Moment irgendjemand der Illusion hingegeben hat, sein Geliebter, Mann oder Sohn würde heil nach Hause kommen. Und ganz großartig ist Woody Harrelson als Captain Stone, ein Mann, der sich in seinem soldatischen Macho-Zynismus eingepanzert hat und scheinbar nie wieder den Weg aus dieser Gefühlsfestung heraus ins zivile Leben finden wird.
Dabei kann er auch extrem komisch sein kann. Und das hilft, die manchmal erstickend nahe gehende Geschichte zu ertragen. Auch weil ganz am Ende doch für die beiden Soldaten etwas Hoffnung auf Normalität angedeutet wird.
Dienstag, 15 Uhr Friedrichstadtpalast, 20 Uhr Urania, 22.30 Uhr Berlinale-Palast

Erschienen am 09.02.2009
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- "Eden à l'Ouest" - Schlechte Welt, aber Rettung naht
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- Renée Zellweger und die gemeinen Po-Grabscher
- Eine Frau versucht die Angst wegzusingen
- Eine etwas ermüdende Liebesgeschichte
- Demi Moore altert und dreht einen langweiligen Film
- Eine Frau vom Land nimmt Rache
- Die kürzesten zweieinhalb Stunden der Berlinale
- Wie einfach doch das Zusammenleben sein kein
- Renée Zellweger und die gemeinen Po-Grabscher
- Nicht nur Franzosen können streiten
- Eine Halbsatire - langweilig und moralinsauer
- Ziemlich unwahrscheinlich - und trotzdem gut
- Freundschaften und Katastrophen
- Wie man ein Massenmörder oder glücklich wird
- Sentimental wattierte Globalisierungsschnulze
- Das Berlinale-Duell der Deutschen
- Trash von einem dicken Putto, der am Himmel flog
- Ein Film, der zu viel auf einmal will
- Ein deutscher Wettbewerbsfilm und Starrummel
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