Plagiatsvorwürfe
Verlag bereit zur Einigung im Fall Hegemann
Donnerstag, 11. Februar 2010 13:19 - Von Cosima LutzDer Plagiatsfall um die Autorin Helene Hegemann könnte ein glimpfliches Ende nehmen. Die Autorin hat eingeräumt, aus einem Buch des Autors Airen Passagen nur leicht abgewandelt übernommen zu haben. Airens Verlag in Berlin ließ nun wissen, er sei an einer Einigung interessiert - und macht Hegemann auch noch Komplimente.
Nach den Plagiatsvorwürfen gegen die junge Berliner Bestseller-Autorin Helene Hegemann (17) ist der geschädigte Verlag an einer gütlichen Einigung interessiert. „Wir haben kein Interesse, das Buch von Hegemann schlechtzureden. Es ist ein gutes Buch, darum kommt man nicht herum“, sagte Frank Maleu, der Geschäftsführer des Berliner Sukulturverlags, am Dienstag. „Aber wenn man Dinge von anderen übernimmt, muss man seine Quellen nennen und zumindest vorher mal fragen.“
Der Ullstein Verlag, in dem Hegemanns Buch erschien, hatte angekündigt, eine Einigung mit Sukultur zu suchen und eine Genehmigung für den Abdruck einzuholen.
Hegemann sagte Morgenpost Online, sie selbst empfinde ihr Werk nicht als geklaut, "weil ich ja das ganze Material in einen völlig anderen und eigenen Kontext eingebaut habe und von vornherein immer damit hausieren gegangen bin, dass eben überhaupt nichts von mir ist." Sie räumte Nachlässigkeit und Gedankenlosigkeit ein und "uneingestandenen Narzissmus".
Erschienen am 09.02.2010















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