Konzert in Berlin
Exzess war gestern - Marilyn Manson schockt nicht
Donnerstag, 19. November 2009 00:11 - Von Maria SelchowZum Auftakt seiner Konzert-Tour hat Marilyn Manson das Berliner Tempodrom beehrt. Doch der Funke wollte nicht so richtig überspringen. Zu abgeklärt wirkte die Bühnen-Show, zu ordentlich das inszenierte Chaos. Der Schock-Rocker von einst rutscht in die Routine ab.
Es wurde mal wieder Zeit, dass der von seinen Fans bezeichnete „Reverend“ den deutschen Jüngern eine Audienz gewährt. Schließlich veröffentlichte Marilyn Manson dieses Jahr sein neues Album „The High End of Low“.
Wie kleine Messdiener wuselten sie hinter Manson her, der ihnen abschätzig die dargebrachten Requisiten aus der Hand riss. Wenigstens ließ er sich dazu herab, die Nähe zum Publikum in der ersten Reihe zu suchen. Die empfanden das vom erklärten Antichristen Manson über ihren Köpfen ausgespuckte Bier wahrscheinlich als Seligsprechung. Provokativ war das jedoch nicht.
Da konnte auch die multimediale Bühnenshow mit viel Lichtspielereien und riesigen von SS-Runen inspirierten Pfeilen auf der US-Flagge kaum etwas herausreißen. Musikalisch anständige Leistung, Nachhaltigkeit eher mangelhaft.



























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