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Vor den MTV Awards

Foo Fighters geben Geheimkonzert in Berlin

Für Musiker sind Preisverleihungen oft eine lästige Pflicht. Viel lieber würden die Künstler zur selben Zeit im Studio sein oder auf der Bühne stehen. Die Foo Fighters haben in Berlin einen Weg gefunden, wie man das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden kann.

Das ist die US-Rockband Foo Fighters: Nate Mendel, Taylor Hawkins, Chris Shiflett und Dave Grohl (v.l.n.r.)
Foto: REUTERS
Das ist die US-Rockband Foo Fighters: Nate Mendel, Taylor Hawkins, Chris Shiflett und Dave Grohl (v.l.n.r.)

Bevor die vierköpfige US-Rockband Foo Fighters bei den diesjährigen MTV Europe Music Awards am Abend in der Berliner O2 World als Laudatoren in Erscheinung treten, haben sie am Mittwochabend im Postbahnhof ein kurzfristig anberaumtes Geheimkonzert gegeben. Wie schon bei einem ähnlichen Auftritt der Toten Hosen vor zwei Monaten musste man sich die Karten bei einer exklusiv ausgewählten Konzertkasse an der Oranienstraße besorgen.

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Es wurde eine ungezwungene Veranstaltung. Gründer und Sänger Dave Grohl erklärt, die Band sei tatsächlich unvorbereitet in dieses Konzert gegangen. Es handele sich um den ersten Auftritt in diesem Jahr überhaupt, deshalb gäbe es kein vorbereitetes Programm, an das man sich zu halten gedenke. Auf der Bühne stehen neben den vier Kernmitgliedern Gitarrist Pat Smear und Cellistin Jesse Green. Zu sechst legt man mit „The Pretender“ so stürmisch los, wie man es von der Band gewohnt ist. Die Foo Fighters verstehen es ja seit jeher blendend, die Härte des Punk und Heavy Rock mit den Melodien des Pop zu verbinden. Auf dieser Grundlage sind Grohl und seinen Mannen in den fünfzehn Jahren des Bestehens der Gruppe immer wieder Songs gelungen, an die man sich erinnert.

„My Hero“, „Times Like These“, „Learn To Fly“ oder das vergleichsweise ruhige Stück “Big Me” – das alles darf zu später Stunde in Friedrichshain nicht fehlen. Grohl bestätigt, dass man sich auf „altes Zeug“ konzentriere, schließlich sei von den Foo Fighters ja gerade eine Zusammenstellung mit den größten Hits erschienen, für die man etwas die Werbetrommel rühren wolle. Vom neuen Song „Word Forward“ und vom nicht so geläufigen „Young Man Blues“ abgesehen bekommen die Zuhörer also Bewährtes geboten. Das ist durchaus im Sinne der munter klatschenden und hüpfenden Kundschaft, ebenso wie die lange Konzertdauer bis nach Mitternacht. Grohl wird es als gute Aufwärmübung empfunden haben. Im Dezember kommt er nämlich schon wieder nach Berlin, dieses Mal als Schlagzeuger der neuen Supergruppe Them Crooked Vultures.

Gegründet 1995, veröffentlichte die vierköpfige US-Rockband bis heute sechs Alben. Ihr neuestes "Echoes, Silence, Patience & Grace" erschien 2007.

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