23.01.13

Bauverzögerung

Empfangsgebäude der Berliner Museumsinsel erst später fertig

Bereits im kommenden Jahr sollte die James-Simon-Galerie übergeben werden. Nun wird als neuer Termin 2017 angegeben.

Foto: picture-alliance/ dpa/Stiftung_Preußischer_Kulurbesitz
Architekt Chipperfield stellt Neubau für Berliner Museumsinsel vor
Von der Berliner Schlossbrücke aus würde sich dieser Blick auf die James-Simon-Galerie bieten, das neue zentrale Eingängsgebäude der Museumsinsel

Die Bauarbeiten für das Empfangsgebäude der Museumsinsel in Berlin ziehen sich länger hin als geplant. "Die Fertigstellung der James-Simon-Galerie verzögert sich um drei Jahre", sagte ein Sprecher des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung am Mittwoch. Statt wie geplant 2014 rechnet das Amt nun erst 2017 mit einem Abschluss der Bauarbeiten.

Grund für die massive Verzögerung sei der "extrem schwierige Baugrund". Wegen eiszeitlicher Auswaschungen gebe es in Teilen des Grundstücks erst in 20 Meter Tiefe tragfähigen Grund. Eine Baufirma sei daran gescheitert, eigentlich hätte der Grundstein bereits 2011 gelegt werden sollen. Nun habe eine andere Firma das Bauprojekt übernommen und arbeite unter anderem mit Tauchern im Wasser. Die Grundsteinlegung ist nun für September 2013 geplant. "Die Verzögerung hat sich abgezeichnet, es gab nur keinen Anlass, an die Presse zu gehen", sagte der Sprecher.

Die James-Simon-Galerie ist das zukünftige Besucherzentrum der Museumsinsel. Sie soll als zentraler Empfangsbereich neben Info- und Kassenbereich, Garderoben, einen Museumsshop sowie ein Café und Restaurant beinhalten. Außerdem sind ein Auditorium und ein Raum für Sonderausstellungen vorgesehen.

Drei Millionen Besucher pro Jahr auf der Museuminsel

Die Berliner Museumsinsel gehört seit 1999 als weltweit einzigartiges Ensemble zum Unesco-Weltkulturerbe. Die insgesamt fünf Museen ziehen Jahr für Jahr mehr als drei Millionen Besucher an.

Flaggschiff ist das Pergamon-Museum mit dem weltberühmten Pergamon-Altar. Das Neue Museum beherbergt die legendäre Büste der Nofretete. Daneben gibt es das Alte Museum, die Alte Nationalgalerie und das Bode-Museum.

Die historischen Gebäude waren im Krieg teils zerstört worden. Sie werden nach einem umfassenden Masterplan nach und nach saniert. Die dieses Jahr angelaufene Renovierung und Erweiterung des Pergamon-Museums soll bis 2025 abgeschlossen sein.

Quelle: dapd/sei
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