13.01.13

Kudamm-Bühnen

Maria Furtwängler feiert in Berlin ihr Theaterdebüt

Erstmals stand die "Tatort"-Kommissarin auf der Bühne. Der Komödienklassiker "Gerüchte… Gerüchte…" ist eine sehr rasante Krimifarce.

Foto: Getty Images

Maria Furtwängler in ihrer ersten Bühnenrolle
Maria Furtwängler in ihrer ersten Bühnenrolle

Mit roten Rosen ist am Sonntagabend TV-Schauspielerin Maria Furtwängler (46) bei ihrem Theaterdebüt in Berlin bedacht worden. An der Premiere von Neil Simons Komödienklassiker "Gerüchte… Gerüchte..." im Theater am Kurfürstendamm nahmen auch ihr Mann, der Münchner Medienunternehmer Hubert Burda, sowie die beiden gemeinsamen erwachsenen Kinder teil.

Von wegen kühl, von wegen kontrolliert: Maria Furtwängler giert in ihrer Theaterrolle nach Zigaretten und sinkt beschwipst vom Sitzmöbel. Mit ihrer "Tatort"-Kommissarin Charlotte Lindholm hatte das nichts zu tun, wenngleich es auch in Simons Komödie kriminell zugeht.

Furtwängler ist einer von acht Gästen auf einer Party, dessen Gastgeber angeschossen im Bett liegt, derweil die Dame des Hauses spurlos verschwunden ist. Gerüchte, wie das passiert sein könnte, gibt es reichlich. Das Regieduo Estera Stenzel und Adrian Castilla macht zusammen mit einem prima korrespondierenden Ensemble daraus eine sehr rasante Krimifarce, die Klamauk nicht scheut.

Bei der Pressekonferenz zu "Gerüchte… Gerüchte…" am vergangenen Mittwoch hatte Maria Furtwängler noch mit reichlich Lampenfieber zu kämpfen gehabt und gehofft, die Premiere unbeschadet zu überstehen. Dieses Kunststück ist ihr erfolgreich geglückt.

Unterstützung erhielt die gebürtige Münchnerin an ihrem großen Tag von Ehemann und den beiden Kindern Jacob und Elisabeth. Der Verleger versuchte, seiner Frau ein bisschen Nervosität abzunehmen. "Wir sind alle aufgeregt", sagte er vor Beginn der Vorführung. Für Blitzlichtgewitter im Foyer des ausverkauften Theaters am Kurfürstendamm sorgten neben der Familie der Hauptdarstellerin auch zahlreiche prominente Gäste. Darunter Entertainer Jürgen von der Lippe, Schauspielerin Ursula Karven, Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen und Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit.

Maria Furtwängler hat ein sehr komisches Naturell

Den großen Auftritt sicherte sich Alexandra Kamp mit ihrer verspäteten Ankunft, 15 Minuten nach Beginn der Vorstellung. "Hat es etwa schon angefangen", fragte die Schauspielerin ganz verblüfft und rauschte in den Theatersaal.

Gerit Kling, die es pünktlich geschafft hatte, konnte Maria Furtwänglers Aufregung gut verstehen. "Ich kann mich noch gut an meine erste Premiere im Deutschen Theater erinnern. Ich hatte solche Angst. Auch heute noch bin ich vor jeder Vorstellung kein Mensch."

Enttäuscht wurden an diesem Abend wohl nur jene, die auf den sonntäglichen "Tatort"-Abend verzichtet hatten, weil sie auf der Bühne Furtwänglers Kommissaren-Alter Ego erwartet hatten. Die Schauspielerin ermittelt seit 2002 als Charlotte Lindholm für das Landeskriminalamt Niedersachsen in der ARD-Krimireihe.

Auf der Theaterbühne wollte sie jetzt einmal eine ganz neue Rolle ausprobieren. "Ich persönlich finde, dass ich ein sehr komisches Naturell habe und freue mich, dass ich das endlich zeigen kann", hatte Maria Furtwängler im Vorfeld gesagt.

Martin Woelffer, Direktor des Theaters am Kurfürstendamm, freute sich besonders, neben Furtwängler auch Pasquale Aleardi und Julia Bremermann zum zehnköpfigen Ensemble zählen zu dürfen: "Das ist eine tolle Besetzung, und ich bin stolz, dass dieses Stück bei uns auf die Bühne gebracht wird." Ob sie ihre Theaterkarriere auch nach "Gerüchte… Gerüchte…" fortsetzen wird, wollte Furtwängler noch nicht entscheiden: "Das kann ich erst nach der letzten Aufführung am 28. Februar sagen."

Quelle: as/föl/dpa/sei
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